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Ablösefreier Transfercoup? BVB lockt Abwehrspieler angeblich mit Top-Gehalt

Wie die Tuttosport berichtet, habe Borussia Dortmund dem argentinischen Nationalspieler Marcos Senesi bereits einen lukrativen Vertrag angeboten. Demnach sei der BVB bereit, dem 28-Jährigen vier Millionen Euro netto pro Jahr zu bezahlen. Senesi würde damit sofort in die Riege der Topverdiener aufsteigen.

  • BVB-Interesse an Senesi hält sich seit Wochen - Juventus bietet wohl mit

    Das Interesse der Schwarzgelben an den Diensten Senesis ist nicht neu. Bereits Mitte März hatten Sky und Bild übereinstimmend berichtet, dass die Dortmunder den Abwehrspieler "intensiv beobachtet". Senesi hatte dem AFC Bournemouth da schon bereits mitgeteilt, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern und zu einem Topklub wechseln zu wollen.

    Neben dem BVB sollen auch Tottenham Hotspur, Aston Villa und besonders Juventus interessiert sein. Auch von den Biancconeri soll bereits ein Angebot bei Senesi eingeflattert sein. Demnach liege dem Argentinier ein Vierjahresvertrag mit drei Millionen Euro im Jahr vor.

    Beim BVB herrscht im kommenden Transfersommer dringender Handlungsbedarf in der Defensivzentrale. Kapitän Emre Can wird noch lange Zeit aufgrund seines Kreuzbandrisses fehlen, Niklas Süle wird den Verein verlassen und nach wie vor ist nicht klar, was mit Nico Schlotterbeck passiert.

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  • Argentina v Venezuela - International FriendlyGetty Images Sport

    Schlotterbeck-Ersatz Senesi? Er passt doppelt zum BVB

    Der deutsche Nationalspieler zögert seit Monaten mit einer Vertragsverlängerung über 2027 hinaus. Nach widersprüchlichen Wasserstandsmeldungen zu den internen Vorgängen in der Causa, sprach Sportgeschäftsführer Lars Ricken unlängst in der Sport Bild Klartext. "Es gibt ja drei Optionen: Wir verlängern den Vertrag, wir verkaufen ihn im Sommer – oder wir gehen ins letzte Vertragsjahr. Die letzte Option wollen wir alle vermeiden. Das wäre weder für uns noch für Nico gut", sagte Ricken und ergänzte: "Wir gehen weiterhin davon aus, dass die erste Option klappt."

    Sollte Schlotterbeck den BVB doch in wenigen Monaten verlassen, könnte Senesi zumindest aufgrund einer Eigenschaft als idealer Nachfolger angesehen werden. Wie Schlotterbeck ist auch der Argentinier Linksfuß und passt in das aktuelle Beuteschema des BVB, das Ricken kürzlich besonders für die Suche nach Offensivverstärkungen umrissen hatte. Demnach sollen Spieler kommen, die "uns direkt weiterhelfen" und "keine utopische Ablösesumme" kosten.

  • Senesi mit Argentinien zur WM und dann zum BVB?

    Senesi wurde in seiner Heimat bei San Lorenzo ausgebildet und wagte 2019 den Schritt nach Europa. Damals heuerte er für sieben Millionen Euro Ablöse bei Feyenoord in der Eredivisie an. 2022 folgte der Wechsel nach Bournemouth, damals kostete er 15 Millionen Euro.

    2022 debütierte Senesi auch für die argentinische Nationalmannschaft. Nachdem er jahrelang von Albiceleste-Coach Lionel Scaloni nicht berücksichtigt worden war, kehrte er im vergangenen Herbst zurück und absolvierte im Oktober sein zweites A-Länderspiel: Im Freundschaftsspiel gegen Venezuela stand er die kompletten 90 Minuten auf dem Rasen. Auch Ende März lief er für Argentinien auf. 

    Womöglich winkt ihm sogar noch ein WM-Ticket. Zumindest in Bournemouth ist er absoluter Stamm- und Führungsspieler. beim 0:0 gegen West Ham Ende Februar trug er gar die Kapitänsbinde. Für einen Innenverteidiger hat er zudem in 30 Premier-League-Spielen beachtliche vier Torvorlagen gegeben.

    Laut Bild ist Senesi aber nicht der einzige Kandidat für die Dortmunder Abwehr: Der französische Junioren-Auswahlspieler Joane Gadou (19) von RB Salzburg soll ebenfalls Interesse geweckt haben.

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.