Ole BookGetty Images

Wunschtransfer von Ole Book: BVB geht bei Mittelfeldjuwel offenbar in die Charme-Offensive

Borussia Dortmund geht bei Kenneth Eichhorn weiterhin in die Charme-Offensive und will sich das erst 16 Jahre junge Mittelfeldjuwel von Hertha BSC offenbar unbedingt im Sommer angeln.

  • Wie die Sport Bild berichtet, habe der ehemalige Sportdirektor Sebastian Kehl eine Eichhorn-Verpflichtung eher kritisch gesehen, wohingegen der Spieler für Ole Book offenbar der Wunschtransfer schlechthin im kommenden Sommer sei. 

    Book sei ein großer Fan von Eichhorn und wolle den Sechser unbedingt von einem Wechsel nach Dortmund überzeugen. Im April habe es deshalb ein persönliches Treffen zwischen Book und Eichhorn gegeben, in dessen Rahmen sich die Chancen des BVB auf einen Wechsel des umworbenen Juwels nach Dortmund durchaus erhöht hätten.

    Hatte die Bild noch vor wenigen Tagen berichtet, dass Eichhorn nicht unbedingt angetan vom eher ergebnisorientierten und weniger kreativen Spielstil des BVB unter Trainer Niko Kovac sei, soll Eichhorn nun nach dem Gespräch mit Book den BVB durchaus als attraktive Option ansehen.

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  • Fabio Silva BVBIMAGO / Maximilian Koch

    BVB-Transfers: Book korrigiert Fehler von Sebastien Kehl

    Mit dem persönlichen Treffen soll Book außerdem einen Fehler korrigiert haben, der Vorgänger Kehl intern nach Angaben der Sport Bild gemacht wurde. Denn Kehl habe sich beispielsweise nie persönlich mit Fabio Silva getroffen, der im vergangenen Sommer für fast 23 Millionen Euro von den Wolverhampton Wanderers kam, beim Medizincheck dann aber mit einem frisch operierten Adduktor auftauchte und für regelrecht schockierte Gesichter beim BVB gesorgt haben soll.

    Der Wechsel ging dennoch über die Bühne und trotz immer mal wieder guter Ansätze kommt Silva noch immer kaum über die Rolle als Edeljoker hinaus, weil er seine Startelfchancen stets versiebt. Zudem kursierten immer wieder Gerüchte, dass Silva bereits nach wenigen Monaten den BVB wieder verlassen wollte, weil er an Serhou Guirassy nicht vorbeikam und in der ersten Saisonhälfte oftmals nur wenig spielte.

  • EichhornGetty

    BVB mit namhafter Konkurrenz im Poker um Eichhorn

    Das ist bei Eichhorn in Berlin seit Saisonbeginn eigentlich überhaupt nicht der Fall. Der U17-Nationalmannschaftskapitän wurde lediglich von einer schlimmen Syndesmosebandverletzung für fast drei Monate und danach von einer Rotsperre ausgebremst. Unter Trainer Stefan Leitl war er abgesehen davon im Mittelfeld der Hauptstädter gesetzt und ein Lichtblick trotz des abermals verpassten Aufstiegs.

    Es gilt als nahezu sicher, dass Eichhorn seine Ausstiegsklausel im bis 2029 laufenden Vertrag zieht. Für festgeschriebene zwölf Millionen Euro kann das Juwel die Hauptstadt in diesem Sommer verlassen.

    Der Plan des Youngsters und seiner Familie ist dabei von einer bemerkenswerten Reife geprägt, hieß es in einem entsprechenden Bericht der Sport Bild vergangene Woche. Eichhorn suche demnach keinen Zwischenschritt. Wechselt er im Sommer, dann nur zu einem Verein, der Stammgast in der Champions League ist und ihm sofort eine realistische Perspektive auf Spielanteile bietet. Eine Rückleihe nach Berlin oder ein Lehrjahr bei einem Mittelklasse-Klub scheint ausgeschlossen.

    Die finanzstarken Klubs aus England sind aufgrund der Brexit-Regelung ohnehin aus dem Rennen, da sie Spieler erst ab dem 18. Lebensjahr verpflichten dürfen. Eichhorn feiert jedoch erst im Juli 2027 seine Volljährigkeit. 

    Damit ist der Weg frei für die deutsche Elite: Bayern, der BVB, Leipzig und Leverkusen befinden sich dem Vernehmen nach im direkten Schlagabtausch. Eintracht Frankfurt, lange Zeit als Geheimfavorit gehandelt, scheint im Wettbieten keine Chance mehr zu haben.

  • Max EberlGetty Images

    Auch Vincent Kompany und der FC Bayern wollen Eichhorn

    Lange Zeit galt Leverkusen als Favorit auf die Verpflichtung. Ein entscheidender Faktor: Ibrahim Maza. Der ebenfalls ehemalige Herthaner wechselte im vergangenen Sommer unters Bayer-Kreuz, seine Entwicklung verläuft seitdem nach Plan. Eichhorn und Maza sollen in engem Austausch stehen. Zudem imponiert dem 16-Jährigen der dominante Ballbesitz-Stil der Werkself.

    Der FC Bayern München wiederum kann mit seinem Status als europäisches Schwergewicht wuchern. Das Argument, dass es Talente an der Isar schwer haben, hat Vincent Kompany in den vergangenen zwei Jahren entkräftet. Die Durchlässigkeit unter dem Belgier ist so hoch wie lange nicht mehr.

    Zudem hieß es zuletzt, dass Eichhorn "weiterhin auf der Bayern-Liste" möglicher Neuzugänge für die neue Saison stehe. Man wolle Eichhorn "unbedingt" und sehe ihn "als Mann der Zukunft" an.

  • Kennet Eichhorn: Leistungsdaten für Hertha BSC

    Einsätze18
    Einsätze über 90 Minuten2
    Tore1
    Assists0
    Gelbe Karten7
    Rote Karten1

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.