Während der vergangenen Saison gab es andauernde Spekulationen, ob Müller beim FCB noch ein Jahr dranhängen darf und wird. Seine Rolle bei Trainer Vincent Kompany war keine große mehr, sodass der Klub schließlich entschied, dass der Routinier keinen neuen Vertrag mehr erhält.
"Thomas hat ja am Schluss mehr geredet als Fußball gespielt. Am Schluss war er nur noch der Pressesprecher und ich habe wirklich mit ihm gar kein Problem. Aber der hat es schon geschickt verstanden, sich persönlich super zu verkaufen, auch zu einem Zeitpunkt, wo er bei uns schon auf der Bank saß", sagte Hoeneß nun.
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Uli Hoeneß über Thomas Müller: "Hätten die passende Position für ihn gesucht"
Müller als Bayern-Legende und Identifikationsfigur wollte der Ehrenpräsident aber auf keinen Fall verlieren. "Er hatte von mir ein Angebot, nachdem er aufgehört hat, irgendwann eine Funktion im Verein zu übernehmen. Ich hatte mir das allerdings etwas anders vorgestellt. Nicht direkt die Vancouver Whitecaps, sondern zunächst einmal ein halbes Jahr Pause – so etwas wie ein Sabbatical."
Hoeneß erklärte seinen Ansatz: "Ich hatte mir gedacht, er geht zum Beispiel sechs Wochen zur NBA, sechs Wochen in die MLS, sechs Wochen in die NFL oder auch zu Vereinen wie Manchester United, die marketingseitig hervorragend aufgestellt sind. Wenn er all diese Eindrücke gesammelt hätte, hätten wir gemeinsam die passende Position für ihn im Verein gesucht", sagte er.
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Uli Hoeneß: "Dieses Angebot besteht nach wie vor"
Ausgeschlossen sei eine Müller-Rückkehr nach München aktuell nicht, auch wenn sie sich momentan nicht abzeichne: "Dieses Angebot besteht nach wie vor. Das hat er damals vielleicht einmal erwogen, aber jetzt eben nicht mehr", stellte Hoeneß klar.
Gleichzeitig äußerte er aber auch Verständnis dafür, dass sich Müller dazu entschlossen habe, seine Karriere als Spieler fortzusetzen und nicht sofort ins Management zu wechseln. "Das kann ich auch gut verstehen, denn ich war ja selbst Spieler. Wenn mir heute jemand sagen würde, es gibt irgendwo noch einen Jungbrunnen und ich hätte die Chance, noch zwei Jahre zu spielen, dann würde ich in zehn Minuten wieder mit dem Training anfangen. Der Beruf des Spielers ist einfach unvergleichlich", sagte er.
Thomas Müller bei den Vancouver Whitecaps in dieser Saison:
Spiele: 13
Einsatzminuten: 918
Tore: 4
Assists: 1
Häufig gestellte Fragen
Der FC Bayern München wurde am 27. Februar 1900 im Schwabinger Café Gisela gegründet. Gründungsmitglieder waren elf junge Männer, angeführt vom späteren ersten Präsidenten Franz John. Die Gründung bedeutete die Abspaltung vom MTV München.
An der FC Bayern München AG, die sich insbesondere um die Fußballabteilung kümmert, hält der eigetragene Verein (eV) des FC Bayern München, also die rund 400.000 Mitglieder, mit 75 Prozent den Hauptanteil. Die restlichen 25 Prozent halten die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG zu gleichen Anteilen (je 8,33 Prozent).
Das Stadion des FC Bayern München befindet sich im Norden der bayerischen Landeshauptstadt (Schwabing-Freimann) und trägt den Namen Allianz Arena.
Das Stadion des FC Bayern München, die Allianz Arena, bietet bei nationalen Spielen 75.024 Plätze, bei internationalen Ansetzungen 70.000.
Der FC Bayern München hat in seiner langen Historie eine Vielzahl von nationalen und internationalen Titeln gewonnen. Darunter zählen:
6-mal deutscher Ligapokalsieger (07/08, 04/05, 00/01, 99/00, 98/99, 97/98)
1-mal süddeutscher Pokalsieger (56/57)
Der FC Bayern München hat 33-mal die deutsche Meisterschaft gewonnen.
Aktuell hält Thomas Müller den Rekord für die meisten Einsätze für den FC Bayern München. Müller absolvierte bislang 746 Pflichtspiele für den FCB.
Die meisten Tore für den FC Bayern München hat Gerd Müller geschossen. Die mittlerweile verstorbene Vereinslegende traf 570-mal im Dress des deutschen Rekordmeisters. Dafür brauchte er 613 Spiele.
Für den FC Bayern München spielten eine Vielzahl an legendären Fußballern. Folgende Spieler trugen allesamt das Trikot des FCB:
Oliver Kahn, Sepp Maier, Manuel Neuer, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Klaus Augenthaler, Philipp Lahm, David Alaba, Bixente Lizarazu, Lúcio, Georg "Katsche" Schwarzenbeck, Stefan Effenberg, Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Lothar Matthäus, Franz "Bulle" Roth, Joshua Kimmich, Xabi Alonso, Franck Ribéry, Arjen Robben, Jamal Musiala, Mehmet Scholl, Uli Hoeneß, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Giovane Élber, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Claudio Pizarro.
Beim FC Bayern München standen in der Geschichte viele berühmte und erfolgreiche Trainer an der Seitenlinie. Dazu gehören:
Zlatko "Tschik" Cajkovski, Udo Lattek, Dettmar Cramer, Jupp Heynckes, Erich Ribbeck, Franz Beckenbauer, Giovanni Trapattoni, Otto Rehhagel, Ottmar Hitzfeld, Felix Magath, Jürgen Klinsmann, Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti, Hansi Flick und Thomas Tuchel.
Der Spitzname des FC Bayern München nimmt Bezug auf die Vereinsfarben. So werden die Spieler des deutschen Rekordmeisters meist nur "die Roten" genannt.
Darüber hinaus ist auch der Begriff "FC Hollywood" gebräuchlich, welchen der ehemalige Trainer Giovanni Trapattoni prägte. Der Spitzname bezieht sich auf eine turbulente Zeit des Vereins während der 90er-Jahre, als es zwischen einigen hochrangigen Spielern und Funktionären des Klubs zu Auseinandersetzungen kam - ähnlich wie in einer täglichen Seifenoper.