Timo Hildebrand

VfB Stuttgart: Hildebrand im Interview, Didavi schwört dem VfB die Treue - alle News zur Relegation

Der erste Akt des Dramas in der Relegation zwischen dem VfB Stuttgart und Union Berlin steht vor der Tür. Die Schwaben geben sich vor dem Duell in der heimischen Mercedes-Benz-Arena selbstbewusst.

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Der Trainer für die kommende Saison ist bereits verpflichtet, auch der langjährige Hauptsponsor, teilte der VfB Stuttgart am Dienstag mit, hat seinen Vertrag soeben verlängert. Darüber hinaus ist die Zukunft des Klubs freilich ungewiss. Erstligist oder Zweitligist? Der fünfmalige deutsche Meister kämpft in der Relegation gegen Union Berlin zunächst einmal gegen den Abstieg.

Interimstrainer Nico Willig, der nach der Relegation von Tim Walter abgelöst wird, versprühte zwei Tage vor dem Heimspiel schier grenzenlosen Optimismus. Der VfB habe die Chance, nach einer miserablen Saison "etwas zu gewinnen", diese Chance sei "nicht selbstverständlich" angesichts der wenigen Punkte, die an 34 Spieltagen zusammengekommen waren. Und weil das Ganze eine erfreuliche Entwicklung abbildet, betont Willig: "Wir gehen mit einer positiven, breiten Brust in diese Spiele."

Timo Hildebrand, früherer Keeper des VfB und 2007 Deutscher Meister mit den Stuttgartern, hat Goal und SPOX vor dem Showdown heute Abend derweil ein Interview gegeben.

Hier gibt es alle News und Meldungen, die beim VfB Stuttgart am Donnerstag vor der Relegation wichtig sind.


Ex-VfB-Keeper Hildebrand vor Relegation im Interview: "Didavi könnte entscheidender Faktor werden"


Timo Hildebrand holte 2007 mit dem VfB Stuttgart die deutsche Meisterschaft. Zwölf Jahre später müssen die Schwaben in der Relegation gegen Union Berlin (20.30 Uhr im  LIVE-TICKER) den zweiten Abstieg innerhalb von nur drei Jahren verhindern. Im Interview mit Goal und SPOX spricht Hildebrand über die Abwärtsspirale des VfB seit dem letzten Titel und erklärt, wie er wieder näher an den Verein heranrücken möchte.

Timo Hildebrand

Außerdem lobt der 40-Jährige die Arbeit von Sportvorstand Thomas Hitzlsperger und verteidigt den unter Beschuss stehenden Präsidenten Wolfgang Dietrich.

HIER gelangt Ihr zum Interview mit Timo Hildebrand und könnt Euch auf die Relegation einstimmen!


Stuttgart: Tim Walter soll beim VfB für Konstanz sorgen


Nico Willig ist bereits der 13. (!) Trainer des krisengeplagten VfB Stuttgart seit 2013, Interimslösungen inklusive. Konstanz sieht definitiv anders aus. Nun übernimmt Tim Walter ab Sommer den schwierigen Job bei den ambitionierten Schwaben. Noch ist nicht sicher, in welcher Liga Walter den VfB trainieren wird, nur eines ist klar: Der 43-Jährige soll endlich wieder für die nötige Stabilität auf dem Trainerposten sorgen.

Bruno Labbadia war von Dezember 2010 bis August 2013 der letzte Coach beim VfB, der länger als zwei Jahre im Amt gewesen war. Aufstiegstrainer Hannes Wolf brachte es von September 2016 bis Januar 2018 immerhin noch auf eineinhalb Jahre. Und sonst? Die Halbwertzeiten von Trainern wie Thomas Schneider, Armin Veh, Alexander Zorniger, Jürgen Kramny, Tayfun Korkut oder zuletzt Markus Weinzierl waren äußerst kurz.

Nun also Tim Walter. Man habe in den Verhandlungen "sehr schnell" gemerkt, sagte Sportvorstand Thomas Hitzlsperger, "dass er mit seiner Art und mit seiner Idee vom mutigen, offensiven Fußball hervorragend zum VfB passt". Man sei sich "sicher", fügte Sportdirektor Sven Mislintat an, "dass wir gemeinsam einiges bewegen können".


VfB Stuttgart: Daniel Didavi wird den Klub auch im Abstiegsfall nicht verlassen


Mittelfeldspieler Daniel Didavi wird dem VfB Stuttgart auch im Falle einer missglückten Relegation und dem damit verbundenen Abstieg in die 2. Bundesliga die Treue halten.

"Ich bleibe auf jeden Fall, zu hundert Prozent. Von meiner Seite aus steht das fest", sagte Didavi im Interview mit dem kicker .

Didavi wechselte im vergangenen Sommer vom VfL Wolfsburg zurück zum VfB Stuttgart, wo von der Jugend an bis 2016 bereits spielte. In der aktuellen Saison kommt Didavi, der in den vergangenen beiden Spielzeiten bereits mit dem VfL Wolfsburg in der Relegation stand, auf 20 Einsätze für die Schwaben in der Bundesliga und erzielte dabei zwei Tore. 

Daniel Didavi VfB Stuttgart Bundesliga 11052019Getty Images

Wer überträgt VfB Stuttgart vs. Union Berlin heute live in TV und LIVE-STREAM? Alles zur Übertragung der Relegation


In der Bundesliga-Relegation treffen der VfB Stuttgart und Union Berlin aufeinander. Goal verrät in einem separaten Artikel, wo das Hinspiel live in TV und LIVE-STREAM läuft .

GFX Stuttgart Union 2019Getty Images / DAZN

VfB Stuttgart geht mit "breiter Brust" in die Relegation


Interimstrainer Nico Willig vom VfB Stuttgart versprüht vor dem Relegationsspielen gegen Union Berlin am Donnerstag und Montag großen Optimismus. Seine Mannschaft habe die Chance, "etwas zu gewinnen", sagte er am Dienstag, die sei "nicht selbstverständlich" angesichts der Punktausbeute in der abgelaufenen Saison. Dies sei vielmehr eine erfreuliche Entwicklung, betonte Willig, daher betonte er: "Wir gehen mit einer positiven, breiten Brust in diese Spiele."

Auch einen Plan hat der eigentliche U19-Trainer für die beiden Spiele bereits entwickelt. Wichtig sei: "Spaß haben", ein Tipp von Huub Stevens nach dem 0:0 bei Schalke 04 am vergangenen Samstag. Willig fordert von seiner Mannschaft außerdem "neben heißem Herz auch kühlen Verstand" sowie eine Fokussierung nicht nur auf das Heimspiel am Donnerstag: "Wir müssen beide Spiele in der Summe sehen."

Seine Mannschaft solle im Heimspiel nur nichts überstürzen, fordert Willig. "Du musst eine gewisse Geduld entwickeln", auch die Relegation werde, wie zuletzt in den Halbfinal-Duellen der Champions League zu beobachten gewesen sei, "nicht nach einem Spiel entschieden oder verloren sein". Klar sei auch: "Die Jungs wissen genau, worum es geht, dass sie abrufen sollen und müssen."

Personell kann Willig fast aus dem Vollen schöpfen. Nur einen Einsatz des lange verletzten Steven Zuber von Beginn an schloss er aus. Der Schweizer wird aber wohl zum Kader gehören.


VfB Stuttgart gegen Union Berlin: Fragen und Antworten zur Relegation


Die Relegationsspiele zwischen dem Drittletzten der Bundesliga, dem VfB Stuttgart, und dem Zweitligadritten Union Berlin . Das Hinspiel steigt am Donnerstag in Stuttgart, am Montag fällt in Berlin in der Alten Försterei die Entscheidung. Übertragen werden die Partien im Eurosport Player (jeweils 20.30 Uhr).

Wie funktioniert die Relegation zwischen dem VfB Stuttgart und Union Berlin?

Seit der Wiedereinführung der Relegationsspiele zur Saison 2008/09 gilt die Auswärtstorregel: Bei gleicher Trefferanzahl nach Hin- und Rückspiel setzt sich wie im Europacup die Mannschaft durch, die auswärts mehr Tore erzielt hat. Falls im Rückspiel nach 90 Minuten noch keine Entscheidung gefallen ist, gibt es eine Verlängerung über zweimal 15 Minuten. Steht danach immer noch kein Sieger fest, findet ein Elfmeterschießen statt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) räumte den Teams zudem für den Fall einer Verlängerung eine vierte Einwechslung ein.

VfB Stuttgart oder Union Berlin: Wer ist der Favorit?

Der VfB Stuttgart - auch wenn die ambitionierten Schwaben über weite Strecken eine gruselige Saison spielten. Zuletzt stabilisierte sich der VfB unter Interimstrainer Nico Willig jedoch, holte sieben Punkte aus vier Spielen. Union spielte in der Liga zu unbeständig. Vielleicht hilft der psychologische Aspekt, da der Druck beim VfB ungleich höher ist.

Wie sieht die Statistik der Relegation aus?

Hier sind die Bundesligisten klar im Vorteil. In den insgesamt 20 Duellen zwischen Erst- und Zweitligist seit 1982 setzte sich 15 Mal der Bundesliga-Klub durch. Nur der 1. FC Nürnberg (2009 gegen Energie Cottbus), Fortuna Düsseldorf (2012 gegen Hertha BSC), Bayer Uerdingen (1983 gegen Schalke 04), der 1. FC Saarbrücken (1985 gegen Arminia Bielefeld) und die Stuttgarter Kickers (1991 gegen St. Pauli) kamen als Zweitligisten durch.

Was spricht für/gegen den VfB Stuttgart?

Der VfB ist unter Willig wieder halbwegs in der Spur. Vor allem defensiv präsentieren sich die Schwaben, die mit 70 Gegentreffern die drittschlechteste Bundesliga-Abwehr der Saison aufwiesen, wieder kompakt. Stuttgart spielte in den letzten vier Saisonspielen dreimal zu null. Auch der Kader, angeführt von Weltmeister Benjamin Pavard sowie den Routiniers Mario Gomez, Gonzalo Castro, Christian Gentner, Ron-Robert Zieler und Andreas Beck, scheint besser besetzt. Allerdings haperte es oft in der Offensive (nur 32 Saisontore). Der schwächelnde Gomez ist mit nur sieben Treffern erfolgreichster VfB-Angreifer. Es fehlt insgesamt die Durchschlagskraft.

Was spricht für/gegen Union Berlin?

Union lebt von seinem Teamgeist, agiert sehr kompakt und ist psychologisch im Vorteil. Auch wenn die "Eisernen" endlich aufsteigen wollen, liegt der Druck eher beim ambitionierten VfB. Außerdem spricht die Heimstärke in der Alten Försterei für Berlin. Union weist die beste Saison-Heimbilanz aller Zweitligisten auf (17 Spiele, elf Siege, nur eine Niederlage). Überhaupt verlor Union nur fünfmal in dieser Spielzeit bei 14 Siegen und 15 (!) Remis.

Was steht finanziell für den VfB Stuttgart und Union Berlin auf dem Spiel?

Für Stuttgart sehr viel. Der VfB, der aktuell rund 39 Millionen Euro an Fernsehgeldern einstreicht, würde rund 15 Millionen Euro weniger bekommen. Dazu kommen noch Verluste bei Marketing- und Sponsorenerlösen. In dieser Spielzeit soll alleine der Spieleretat des VfB, der für den Verkauf von 11,5 Prozent seiner Anteile an die Daimler AG 41,5 Millionen Euro erhielt, rund 50 Millionen Euro betragen haben. Die Schwaben könnten auch ein erneutes Jahr zweite Liga wirtschaftlich "überleben", sagte unlängst Präsident Wolfgang Dietrich bereits. Union erhielt bisher rund 15 Millionen Euro vom Fernsehen und würde rund zehn Millionen Euro bei einem Aufstieg gewinnen. Der Gesamtetat im Falle des Aufstiegs soll mindestens bei 60 Millionen Euro liegen. In der zurückliegenden Saison plante Union mit einem Umsatz von 47 Millionen Euro, davon werden 16,3 Millionen Euro der Lizenzspieler-Abteilung zugeordnet.

VfB Stuttgart Anastsios Donis

Matthias Sammer vor Relegation über VfB Stuttgart: "Sie zerstören sich regelmäßig selbst"


Für den früheren Europameister Matthias Sammer hat die Misere bei seinem Ex-Klub VfB Stuttgart mehrere Ursachen. 

Vor dem Relegationsspiel der Schwaben am Donnerstag (20.30 Uhr im LIVE-TICKER ) gegen den Zweitliga-Dritten Union Berlin führte der 51-Jährige die Probleme des Ex-Meisters in seinem Eurosport Vodcast bwin Sammer Time auf eine überzogene Erwartungshaltung vor Saisonbeginn und Mängel in den Vereinsstrukturen zurück. 

Matthias Sammer über VfB Stuttgart: "Gibt keinen Stabilitätsfaktor"

"In der Vorsaison hauchdünn die internationalen Plätze verpasst zu haben, hat natürlich alles ausgelöst, aber keinen Realitätssinn. Und wenn in Stuttgart etwas passiert, das sich negativ auswirken könnte, gibt es keinen Stabilitätsfaktor, der intern sowie extern das ganze Umfeld stützt", sagte Sammer und fügte hinzu: "In Stuttgart hast du das Gefühl, dass sie es durch all die Zusammenhänge in einer wahnsinnigen Regelmäßigkeit schaffen, sich - fußballerisch - selbst zu zerstören."

Der Ex-Nationalspieler, der 1992 mit dem VfB die Meisterschaft gewann, sieht die Stuttgarter denn auch in der Relegation nur leicht im Vorteil: "Vom Leistungspotential würde ich den VfB einen Tick höher einschätzen. Aber wie es bei Relegationsspielen immer ist, sollte man die Tagesform nicht unterschätzen. Union Berlin hat genug Qualität, um dem VfB weh zu tun, wenn die Stuttgarter nicht ihre Leistung bringen."

Matthias Sammer Eurosport TV 081817Getty Images

Regeländerung in der Relegation zwischen dem VfB Stuttgart und Union Berlin: Vierte Einwechslung in Rückspielen möglich


Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat für die anstehenden Relegationsspiele die Richtlinien angepasst und den Teams für den Fall einer Verlängerung eine vierte Einwechslung eingeräumt . Das gab die DFL am Montag bekannt. Die zusätzliche Einwechslung ist im DFB-Pokal bereits gängig und könnte in der Relegation nur in den beiden Rückspielen zum Tragen kommen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat für die anstehenden Relegationsspiele die Richtlinien angepasst und den Teams für den Fall einer Verlängerung eine vierte Einwechslung eingeräumt. Das gab die DFL am Montag bekannt. Die zusätzliche Einwechslung ist im DFB-Pokal bereits gängig und könnte in der Relegation nur in den beiden Rückspielen zum Tragen kommen.

In dieser Saison müssen Union Berlin und der VfB Stuttgart in der Relegation für die Bundesliga antreten. Das Hinspiel steigt am Donnerstag um 20.30 Uhr (im LIVE-TICKER), dass Rückspiel findet am Montag statt.


VfB Stuttgart: Tim Walter wird neuer Cheftrainer


Noch ist nicht klar, ob der VfB Stuttgart kommende Saison in der 1. oder in der 2. Bundesliga spielt. Sicher ist: Tim Walter wird neuer Cheftrainer.

Tim Walter wird ab kommender Saison neuer Cheftrainer des VfB Stuttgart. Das gaben die Schwaben, die in der Relegation gegen Union Berlin noch um den Verbleib in der Bundesliga kämpfen müssen, am Montagmittag offiziell bekannt. Der 43-jährige Walter kommt von Zweitligist Holstein Kiel und erhält beim VfB einen Zweijahresvertrag, der bis Juni 2021 datiert ist.

VfB-Sportvorstand Thomas Hitzlsperger sagte: "In unseren gemeinsamen Gesprächen wurde sehr schnell deutlich, dass Tim Walter mit seiner Art und mit seiner Idee vom mutigen, offensiven Fußball hervorragend zum VfB passt. Gemeinsam wollen wir künftig den Blick verstärkt auf den eigenen Nachwuchs richten, auch dafür bringt Tim Walter einen großen Erfahrungsschatz und vor allem die absolute Überzeugung mit."

Mehr zum neuen VfB-Trainer Tim Walter, seiner Vergangenheit und seiner Zeit beim FC Bayern München gibt's in der ganzen News .

Tim Walter Holstein Kiel

Der VfB Stuttgart vor der Relegation: "Wir glauben total an uns"


Nach der tristen Nullnummer auf Schalke schaltete Nico Willig umgehend in den Relegationsmodus. Doch bevor sich der Interimstrainer des VfB Stuttgart in die detaillierte Vorbereitung auf die zwei wichtigsten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte stürzte, nutzte der junge Coach die Gunst der Stunde - und blickte rüber zu Huub Stevens. "Er ist einfach der Retter. Ich hoffe, er gibt mir noch einen kleinen Tipp, wie man das zu machen hat", sagte Willig lachend.

Das wenig spektakuläre 0:0 bei Schalke 04 dürfte die möglichen Relegations-Gegner SC Paderborn oder Union Berlin kaum in Angst und Schrecken versetzt haben. Aber der stolze Traditionsverein geht mit einer gewissen Portion Selbstbewusstsein in die Spiele gegen den Dritten der 2. Bundesliga, das spürt Willig. "Wir glauben total an uns", sagte der 38-Jährige. Sieben Punkte aus vier Spielen unter Willigs Regie machen die Schwaben - unabhängig vom Gegner - zum großen Favoriten. 

"Wir müssen da jetzt durch", sagte Torhüter Ron-Robert Zieler und ergänzte trotzig: "Entschuldigung, wir sind Leistungssportler. Ich erwarte, dass jeder weiß, um was es geht. Das muss einfach möglich sein." Noch nach der Rückkehr in Stuttgart am Samstagabend ordnete Willig eine Regenerationseinheit an. Nach dem freien Sonntag soll es ab Montag nur noch um den Klassenerhalt gehen.

Die Einschätzung von VfB-Kapitän Christian Gentner vor der Relegation gibt es in der kompletten News .

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