GFX Michael Hector Eintracht Frankfurt 25052017

Frankfurts Hector spricht über seine Zeit bei Chelsea und Terry


EXKLUSIV

Michael Hector ist einer von vielen Leihspielern des FC Chelsea. Bei den Londonern schaffte er den großen Sprung nicht, darum folgte eine Leihe in die Bundesliga zu Eintracht Frankfurt. Nun spricht er exklusiv bei Goal über seine Zeit an der Stamford Bridge und über die Hilfe von Kapitän John Terry.

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"Terry half mir sehr, als ich bei Chelsea unterschrieben habe. Zum Einstand musste ich vor ihm singen und er nahm mich gemeinsam mit Carlo Cudicini mit zum Golf spielen. Es war schön zu sehen, dass jemand, den man so sehr respektiert, noch dermaßen bodenständig ist", gerät der Verteidiger in schwärmen. "Er ist so ein netter Typ. Er lebt den Fußball und kümmert sich immer um die neuen Spieler. Es ist eine Ehre auf so jemanden aufzusehen."

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Dabei gab es auch von der Blues-Legende lobende Worte: "Er sagte mir, dass ich ein guter Verteidiger sei. Als ich mein erstes Tor erzielte, schrieb er mir eine SMS mit 'gut gemacht, ich zähle auf dich'. Ich war nur einen Monat mit ihm unterwegs und er schickt mir so eine Nachricht. Seine Nachrichten bedeuten mir eine Menge und es zeigt mir, was er für ein Typ ist."

Die Zeit bei Chelsea hat ihn nicht nur sportlich einiges gelehrt: "Ich bin nun kein Fan mehr - Ich habe es nicht nur geschafft mit der Mannschaft zu trainieren, ich habe die Chance bekommen dort zu spielen."

GFX Michael Hector Eintracht Frankfurt 25052017

Auch während der schwierigen Anfangszeit in Frankfurt stand ihm Terry mit Rat und Tat beiseite: "Als ich zu Beginn die zwei Roten Karten bekommen habe, schrieb er mir 'das ist Fußball' und 'es ist Teil unseres Jobs als Verteidiger und solche Dinge passieren eben'."

"Deutsche Mentalität hat mich geprägt"

Seinen Wechsel in die Bundesliga bereut er nicht, immerhin brauchte er diese Art von Veränderung. "Es war ein Weckruf für mich, von zu Hause wegzugehen. Ich bin nun älter, reifer und treffe bessere Entscheidungen als damals. Die deutsche Mentalität hat mich sehr geprägt."

"Ich habe hier viel gelernt und werde am Ende meiner Karriere gerne an diese Zeit denken. Ich lerne mich in einer anderen Kultur besser kennen. Es ist die höchste Liga in der ich bisher gespielt habe und wenn du einen Fehler machst, wirst du gnadenlos bestraft", resümiert er seine Zeit in Frankfurt.

Das Tagesgeschäft in der Bundesliga ist eigentlich nicht so sein Ding. Er beschreibt sich selbst eher als "Faulpelz in der Freizeit, aber harter Arbeiter auf dem Feld".

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"Ich bin ein Gewinner und ich will immer gewinnen, egal ob im Training oder im Spiel. Die deutsche Mentalität bedeutet 100 Prozent und das jeden Tag", so Hector weiter. "In England wird teilweise unter der Woche nicht so hart trainiert um sich für das Wochenende zu schonen."

Wie seine Zukunft aussieht, weiß der 24-Jährige noch nicht: "Sie (Chelsea, Anm. d. Red.) sind auf mich zugekommen und haben meine Spiele gesehen. Sie sind zufrieden, aber möchten, dass ich noch mehr spiele. Es gibt noch viele Bereiche in denen ich mich verbessern muss. Als Innenverteidiger brauchst du Erfahrung um besser zu werden. In den entscheidenden Spielen konstant Leistung zu bringen. Ich habe ein neues Level erreicht und bin nun ein besserer Spieler."

Der Jamaikaner wechselte im vergangenen Sommer für ein Jahr auf Leihbasis von Chelsea nach Frankfurt und hatte mit seinen Leistungen einen großen Anteil an der erfolgreichen Hinrunde der Eintracht. 

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