"Ich hätte den HSV sehr gerne durch diese Krise geführt, muss aber akzeptieren, dass der Aufsichtsrat sich für einen anderen Weg entschieden hat", sagte Hoffmann.
Wiederholt hatte es zuletzt offene Differenzen in der HSV-Führung um Hoffmann, Finanzchef Wettstein und den im sportlichen Bereich verantwortlichen Boldt gegeben. Das Verhältnis zwischen Hoffmann und Wettstein sowie Boldt galt zuletzt als zerrüttet, der Klubboss besitzt einen Vertrag bis 2021.
Nach Hoffmann-Aus: Zwei HSV-Aufsichtsräte treten zurück
Nach der Entscheidung traten der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Max-Arnold Köttgen und Vereins-Vizepräsident Thomas Schulz von ihren Aufsichtsratsämtern zurück. Köttgens Nachfolger wird der frühere HSV-Profi und aktuelle Vereinspräsident Marcell Jansen.
"Wir können uns in dieser schwersten Krisenzeit des gesamten Profifußballs keine Energieverluste und belasteten Vertrauensverhältnisse leisten. Der volle Fokus muss auf die HSV-Interessen gerichtet sein", sagte Jansen.
Köttgen erklärte, er halte Veränderungen im Vorstand aus seiner Sicht und "vor dem Hintergrund der aktuell zu bewältigenden Anforderungen" für "verfehlt". Die "mehrheitlich gegen mein Votum getroffene Entscheidung des Aufsichtsrates, sich vom Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann zu trennen, bedeutet für mich, dass ich der HSV Fußball AG weder als Aufsichtsratsvorsitzender noch als normales Mitglied des Kontrollgremiums weiter zur Verfügung stehe", sagte er.
Hoffmann stieg nach dem Bundesliga-Abstieg des HSV im Mai 2018 zum zweiten Mal zum Klubchef der Hanseaten auf. Bereits von Februar 2003 bis März 2011 hatte er den Traditionsklub geführt.


