News Spiele
Exklusiv

FC Bayern München: Ancelottis Plan mit James und Müller

12:42 MESZ 18.07.17
*NO GALLERY* Carlo Ancelotti Thomas Müller FC Bayern München
Viele sehen in James Rodriguez einen direkten Konkurrenten für Thomas Müller. Nun äußert sich Carlo Ancelotti zu seinen Plänen beim FC Bayern.

HINTERGRUND

Mit zugekniffenen Augen und breitem Grinsen saß Thomas Müller auf der Pressekonferenz im Bauche des Shanghai Stadiums. Der Weltmeister des FC Bayern München präsentiert sich in diesen Tagen sichtlich gut gelaunt. Dass er nach dem Transfer von James Rodriguez einen zusätzlichen Konkurrenten hat, scheint ihn mehr zu beflügeln als zu stören. 

Kommentar: Verzicht auf Lewy-Backup plausibel, aber riskant

Schon am vergangenen Wochenende hatte Müller beim Telekom-Cup in Mönchengladbach ein Ausrufezeichen gesetzt. Im Nachgang des Turniers schwärmte Trainer Carlo Ancelotti: "Thomas war der beste Mann auf dem Platz. Er hat sich fantastisch bewegt, für die Mannschaft gespielt und ein tolles Tor geschossen."

Müller indes gab das Lob an seinen neuen Teamkollegen weiter: "Man sieht, dass James die Kombination sucht, einen super linken Fuß und das Auge für den Mitspieler hat." Gleichzeitig versicherte er: "Ich schaue aber nicht, dass ich jetzt mehr glänze als meine Mitspieler, das ist nicht mein Ansinnen."

ICC 2017 auf DAZN: Alle Infos

Dennoch dürfte der 27-Jährige zumindest vor einer komplizierten Saison stehen. Nach der mit neun Toren in 42 Pflichtspielen für seine Verhältnisse schwachen vergangenen Spielzeit hat Karl-Heinz Rummenigge ihn bereits angezählt. "Er wird eine stärkere Saison hinlegen müssen", erklärte der Vorstandsboss zuletzt gegenüber dem Münchner Merkur .

Ancelotti: "Keine Garantie für James"

Auch viele Fans und Experten vermuteten bereits, Müller könne nach der James-Verpflichtung einen schweren Stand haben. Der Kolumbianer, der zunächst für zwei Jahre auf Leihbasis von Real Madrid zum FCB gewechselt ist, war schließlich Ancelottis Wunschspieler. Der Italiener stellte am Dienstag jedoch klar, dass sein Ex-Schützling keine Sonderbehandlung genießen werde. "Wir haben James nicht geholt, um irgendjemanden zu ersetzen, Wir haben ihn geholt, um das Team besser zu machen. Er weiß: "Verdient er es zu spielen, spielt er. Verdient er es nicht, dann sitzt er auf der Bank. Es gibt natürlich keine Spielgarantie für ihn."

Zudem sieht Ancelotti James keineswegs ausschließlich als Zehner und damit einzig als direkten Konkurrenten Müllers. Erneut unterstrich der 58-Jährige die Vielseitigkeit des Neuzugangs. Ähnlich sieht Müller selbst die Situation: "James erhöht unsere Qualität. Mit ihm haben wir in den wichtigen Spielen eine gute Option mehr für das Mittelfeld. Er ist ein guter Spieler und erhöht den Konkurrenzkampf. Wer am Ende spielen wird, das muss der Boss entscheiden. Er kann sich nun glücklich schätzen, über solch ein Angebot zu verfügen."

Beim Telekom-Cup standen James und Müller im Finale gegen Werder Bremen (2:0) gemeinsam in der Startelf. Am Mittwoch hat Ancelotti erneut die Qual der Wahl, dann treffen die Bayern im International Champions Cup (ICC) auf den FC Arsenal (13.20 Uhr live bei DAZN).