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Eintracht Frankfurts Alexander Meier im Interview: "Werde weiterspielen und hoffe, dass es hier ist"

09:00 MESZ 06.05.18
Alex Meier Eintracht Frankfurt
Fanliebling Alex Meier war beim Sieg der Eintracht aus Frankfurt der gefeierte Held. Anschließend sprach er über das Traum-Comeback und seine Zukunft.

MIXED-ZONE-INTERVIEW

Es war eine der Geschichten des vorletzten Spieltags in der Bundesliga, als Alex Meier in seinem womöglich letzten Heimspiel für Eintracht Frankfurt kurz vor Schluss gegen den Hamburger SV eingewechselt wurde und dann standesgemäß noch zum 3:0-Endstand einnetzte.

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Sein Coach Niko Kovac sprach anschließend von einem "tollen Erlebnis" für den Publikumsliebling, dessen Einsatz in den Plänen des künftigen Bayern-Trainers schon im Vorfeld eine Rolle spielte. "So etwas gönne ich jedem Spieler. Das hat er sich verdient", schwärmte Kovac auf der Pressekonferenz. "Alex Meier ist Eintracht Frankfurt."

Aus Sicht der Hessen lief der Tag perfekt, die Chance auf eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb wurde gewahrt. Anschließend stand "Alex Meier 'Fußballgott", wie er noch Minuten nach Abpfiff von den Fans gefeiert wurde, den Reportern Rede und Antwort.

Alex, nach langer Verletzungspause zurückgekommen, eingewechselt, Tor erzielt - haben Sie mit solch einem Traum-Comeback gerechnet?

Alex Meier: Nein, damit konnte man wirklich nicht rechnen. Aber wie man sehen konnte, ist alles gut gelaufen. Das war heute natürlich ein sehr schöner Schlusspunkt.

Was war das für ein Gefühl, so spät reinzukommen und mit dem 3:0 den Deckel draufzumachen?

Meier: Zunächst einmal war es ein grandioser Empfang von den Fans. Dafür möchte ich auch danke sagen, für die Art und Weise, wie ich begrüßt wurde. Natürlich habe ich gehofft, dass irgendwann vielleicht eine Chance kommt. Bei meinem Tor hat David (Abraham, Anm. d. Red.) eine ganz gute Flanke geschlagen, ich habe ihn dann ganz gut getroffen und der Ball war drin.

So eine Flanke wird von Abraham wohl nie wieder kommen?

Meier: Das glaube ich auch. (lacht) Nein, das hat er echt super gemacht.

Der Spielball verließ den Platz in ihren Händen. Kommt dieses Souvenir ins private Museum?

Meier: Den Ball haben mir die Fans überreicht, also nehme ich ihn jetzt auch mit nach Hause.

Hat man in dieser Situation Zeit, zu überlegen, wenn man die Flanke in den Sechzehner hereinfliegen sieht?

Meier: Man versucht, sich zu konzentrieren und den Ball gut zu treffen. Ich habe einfach die lange Ecke anvisiert, das hat ganz ordentlich geklappt.

In welcher Phase des Spiels wurde Ihnen bewusst, dass es durchaus möglich ist, eingewechselt zu werden?

Meier: Nach dem 2:0 habe ich dann gehofft, dass es - sofern wir nicht sofort den Anschlusstreffer kassieren - zu einem Einsatz reichen kann.

Wie viel Gänsehaut gab es denn bereits vor dem Spiel? Die Fans haben ja schon beim Aufwärmen ständig Ihren Namen skandiert.

Meier: Da habe ich es gar nicht so mitbekommen, weil wir uns warmgemacht haben. Aber als ich während der zweiten Halbzeit vom Aufwärmen zurück zur Bank lief, um mich umzuziehen, da habe ich es natürlich deutlich wahrgenommen.

Wie wichtig war es auch für die ganze Mannschaft, diese Sieglos-Serie in der Liga zu beenden?

Meier: Es war extrem wichtig, da wir es weiterhin in der eigenen Hand haben, nach Europa zu kommen, und nicht auf Hilfe angewiesen sind. Ich denke, dass jede Mannschaft mal eine schwächere Phase hat, aber heute haben wir prima gekämpft und mit großer Leidenschaft gespielt. Die nötigen Tugenden für solche Phasen haben wir glücklicherweise an den Tag gelegt und schließlich verdient gewonnen.

Hoffen Sie jetzt auch noch auf einen Einsatz am letzten Spieltag und im Pokalfinale?

Meier: Ich hoffe immer auf einen Einsatz, dafür ist man Fußballer und trainiert und quält sich jeden Tag, aber am Ende liegt es nicht in meiner Hand.

War dieser späte Einsatz abgesprochen oder in Aussicht gestellt?

Meier: Ja, es wurde schon gesagt, dass ich noch einmal spielen darf, wenn der Spielstand es hergibt. Der Trainer hat mir gestern mitgeteilt, dass ich dabei bin und er mir gerne einen Einsatz ermöglichen würde.

Das war aber ein vergleichsweise "schlechtes Comeback", beim letzten Mal haben Sie drei Tore erzielt.

Meier: Da hatte ich auch mehr Zeit. (lacht)

Für zehn Minuten kann man Sie also auf jeden Fall wieder problemlos vorne reinwerfen.

Meier: Ich bin endlich schmerzfrei, natürlich habe ich jetzt noch keine Kraft für 90 Minuten. Nichtsdestotrotz werde ich nächste Saison weiterspielen und hoffe natürlich, dass es hier ist, aber das werden wir demnächst alles sehen.

Wie groß sind die Chancen auf einen Verbleib?

Meier: Dazu kann ich keine Prozentzahl nennen, da müssen Sie andere Leute fragen.