Ole BookGetty Images

"Enormes sportliches Entwicklungspotenzial": BVB macht ersten großen Sommer-Transfer offiziell

Wie Borussia Dortmund verkündete, ist der Transfer von Innenverteidiger-Juwel Joane Gadou in trockenen Tüchern. Der 19-Jährige kommt von RB Salzburg, nachdem er am Montag den Medizincheck bestanden hatte. 

  • BVB solte für Gadou nochmal tiefer in die Tasche greifen

    Gerade an diesem Tag hatte die Bild jedoch noch vermeldet, dass der österreichische Bundesligist noch einmal deutlich mehr für die Dienste von Gadou verlange, als die zuvor vereinbarten 20 Millionen Euro. Demnach wollte Salzburg rund 25 Millionen Euro Sockelablöse plus Bonuszahlungen in Höhe von vier bis sechs Millionen Euro für Gadou einstreichen. Doch dem schoben Sportdirektor Ole Book und Lars Ricken offenbar entschieden einen Riegel vor. Laut Bild habe man sich nun mit Salzburg auf eine Ablösesumme in Höhe von 19,5 Millionen Euro geeinigt. Maximal 4,5 Millionen Euro an Boni können noch fließen. Gadou unterschreibt einen Fünfjahresvertrag.

    "Wir kennen Joane schon sehr lange und haben ihn bereits während seiner Zeit bei Paris Saint-Germain beobachtet. Joane wird uns verstärken und direkt mit Beginn der neuen Saison eine wichtige Rolle bei uns einnehmen. Wir sind von seinen Qualitäten überzeugt und sehen in ihm enormes sportliches Entwicklungspotenzial", erklärte Ricken in der Pressemitteilung. "Joane ist ein moderner und physisch starker Innenverteidiger. Er verfügt über einen guten Spielaufbau, ist extrem schnell und gleichzeitig auch noch entwicklungsfähig. Mit seinen Fähigkeiten ist Joane eine optimale Ergänzung für unsere Defensive“, betonte Book.

    Gadou selbst erklärte: "Ich freue mich riesig, künftig Teil der BVB-Familie zu sein, und kann es kaum erwarten, zum ersten Mal das schwarzgelbe Trikot zu tragen. Gemeinsam mit meinen Mitspielern, dem ganzen Verein und unseren unglaublichen Fans möchte ich in den nächsten Jahren erfolgreich sein."

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  • Joane Gadou Red Bull Salzburg 2024-25Getty Images

    Gadou beim BVB: "Unglaublich gute Anlagen und ein riesiges Potenzial"

    Gadou hatte sich zuvor schon von den Salzburg-Fans verabschiedet. "Ich gehe mit bleibenden Erinnerungen, Momenten, die ich nie vergessen werde und vor allem mit den wunderbaren Menschen, die ich kennenlernen durfte. Mein Dank gilt den Trainern, den Mitarbeitern, meinen Teamkollegen und allen im Verein, die direkt oder indirekt Teil meiner Zeit hier waren", schrieb er auf Instagram.

    Der 1,95 m große Gadou war 2024 aus der Jugend von Paris Saint-Germain nach Österreich gewechselt. Für Salzburg stand der französische Junioren-Nationalspieler in dieser Saison in 33 Pflichtspielen auf dem Feld, in der Europa League sammelte er internationale Erfahrung.

    In Dortmund soll der 19-Jährige die personell unterbesetzte Innenverteidigung verstärken. Aufgrund des Karriereendes von Niklas Süle, der langwierigen Verletzung von Emre Can und der nach wie vor ungewissen Zukunft von Nico Schlotterbeck sucht der BVB händeringend nach Verstärkungen in der Defensivzentrale.

    Geht es nach Michael Unverdorben, stellvertretender Ressortleiter Sport bei den Salzburger Nachrichten, bekommt der BVB in Gadou einen Abwehrspieler, der "in diesem Alter schon weiter ist als es damals Dayot Upamecano war".

    "Er ist sicher Salzburgs bester Innenverteidiger. Man hat schon immer gewusst, dass er ein großer Transfer werden wird, weil er einfach wirklich unglaublich gute Anlagen und ein riesiges Potenzial hat. Er ist zweikampf- und kopfballstark und bringt alles mit, was ein Verteidiger von internationalem Format braucht", sagte Unverdorben im Gespräch mit SPOX Anfang Mai.