Vierschanzentournee SkispringenGetty Images

Wann beginnt die Vierschanzentournee 2022/23? Die Daten und Termine zu allen Springen

Der Start der Vierschanzentournee steht kurz bevor. Für alle Skispringer und Skisprung-Fans ist dieses Event der Höhepunkt der Saison. Letztes Jahr konnte Ryoyu Kobayashi den Gesamtsieg holen.

Jedes Springen der Vierschanzentournee live bei DAZN erleben!

Bereits 2018/2019 gewann der Japaner, damals konnte er sogar alle vier Springen für sich entscheiden. Diesen Coup konnte er letztes Jahr nicht wiederholen, für den Gesamtsieg reichte es aber trotzdem. Der Top-Favorit auf den Sieg der 71. Tournee ist aktuell allerdings Dawid Kubacki. Der Pole befindet sich schon seit einiger Zeit in absoluter Topform.

Für Deutschland gehen u.a. Markus Eisenbichler, Karl Geiger und Andreas Wellinger an den Start. Wie weit es für die DSV-Adler geht, sehen wir dann ab dem 29. Dezember. Dann steht nämlich das erste Springen in Oberstdorf an.

Hier bei GOAL findet Ihr alle Termine und Daten zur Vierschanzentournee 2022/23.

Die Vierschanzentournee 2022/23 im Überblick

Wir fassen für Euch einmal alle wichtigen Termine der Tournee zusammen:

DatumEventOrt
28. Dezember - 16:30 UhrQualifikationOberstdorf
29. Dezember - 16:30 Uhr 1. SpringenOberstdorf
31. Dezember - 14:00 UhrQualifikationGarmisch-Partenkirchen
01. Januar - 14:00 Uhr2. SpringenGarmisch-Partenkirchen
03. Januar - 13:30 UhrQualifikationInnsbruck
04. Januar - 13:30 Uhr3. SpringenInnsbruck
05. Januar - 16:30 UhrQualifikationBischofshofen
06. Januar - 16:30 Uhr4. SpringenBischofshofen

Skispringen live: Wo wird die Vierschanzentournee im TV übertragen?

Neben den konkreten Terminen der Vierschanzentournee ist es jetzt natürlich auch wichtig zu wissen, wo die TV-Übertragungen der Springen zu sehen sind.

Zuständig für die Übertragung im Free-TV sind die ARD, das ZDF und Eurosport. ARD und ZDF wechseln sich bei der Berichterstattung ab. Die zwei öffentlich-rechtlichen Sender findet Ihr logischerweise ganz bequem im frei empfangbaren und kostenlosen Fernsehen.

Bei Eurosport1 könnt Ihr die Vierschanzentournee übrigens auch live verfolgen. Den Sport-Sender findet Ihr ebenfalls im regulären Free-TV-Programm.

Ryoyu Kobayashi Skispringen Ski jumpingGetty images

Skispringen: Kann man die Vierschanzentournee per LIVE-STREAM sehen?

Eine LIVE-STREAM-Übertragung der einzelnen Springen gibt es natürlich auch. Sowohl die ARD als auch das ZDF bieten parallel zur TV-Übertragung auch immer einen LIVE-STREAM an. Diesen findet Ihr auf den jeweiligen Websites und Ihr könnt Euch dort völlig kostenfrei reinklicken.

So unkompliziert könnt Ihr bei Eurosport1 nicht im STREAM zusehen. Die TV-Übertragung ist zwar kostenlos, für den LIVE-STREAM von Eurosport1 müsst Ihr allerdings bezahlen. Dieser ist nämlich bei discovery+ einsehbar, und dafür braucht Ihr ein kostenpflichtiges Abo. Genaueres dazu erfahrt Ihr noch einmal hier.

DAZN zeigt als weltweit größter Sport-Streamingdienst die Vierschanzentournee ebenfalls per LIVE-STREAM. Das ist aufgrund einer Kooperation von Eurosport und DAZN möglich, die es jedem DAZN-Kunden ermöglicht, dort auf die LIVE-STREAMS von Eurosport zugreifen zu können, ohne noch ein Abo bei discovery+ abschließen zu müssen.

Dieser LIVE-STREAM der Vierschanzentournee ist natürlich nur ein kleiner Teil des riesigen Programms, das Euch bei DAZN erwartet. Ihr könnt dort die Bundesliga und Champions League live verfolgen sowie die spanische, italienische oder französische Liga.

Außerdem überträgt DAZN z.B. die NBA, NFL, UFC, MotoGP oder die Darts-WM. Hier wird also garantiert jeder Sportfan fündig. Kostenmäßig müsst Ihr Euch bei DAZN auf Ausgaben von 29,99 Euro pro Monat einstellen. Wenn Ihr Euch für das Jahresabo entscheidet, müsst Ihr monatlich nur 24,99 Euro bezahlen.

Hier gibt es mehr Infos zu DAZN:

Wann beginnt die Vierschanzentournee 2022/23? Der Vorbericht zum Top-Event im Skispringen

Karl Geiger? Gewann 2020 in Oberstdorf und griff vergeblich nach dem Goldadler. Martin Schmitt? Siegte dreimal nacheinander im Allgäu und gewann nie die Vierschanzentournee. Christof Duffner? Triumphierte am Schattenberg und dann nie wieder. Jens Weißflog? Holte seinen letzten Tourneesieg, als der unschlagbar scheinende Mika Laitinen einen Tag nach dem Auftaktsieg schwer stürzte.

Die Skisprung-Geschichte zeigt: Wer nach dem Tourneestart vorne liegt, muss sich ernsthaft Sorgen machen. Erstaunlich oft brach der Dominator der ersten von vier Schanzen teils dramatisch ein - und erholte sich teilweise niemals davon.

"Vom Mentalen her ist Oberstdorf immer wichtig", sagte Sven Hannawald im SID-Gespräch: "Du weißt, wenn du nicht in den zweiten Durchgang kommst, vielleicht stürzt, fehlen dir am Ende wichtige Punkte." Hannawald gewann 2001/02 in Oberstdorf, danach auch auf den drei anderen Bakken und sicherte sich so seinen historischen Tournee-Grand-Slam.

Aus deutscher Sicht war er die Ausnahme, für die DSV-Adler ist Oberstdorf gewissermaßen eine Fluchschanze. Zehn deutsche Siege gab es dort seit 1991, zuletzt eben Geiger beim Geisterspringen im ersten Corona-Winter, einzig Hannawald holte nach dem ersten seiner zwei Oberstdorf-Siege dann auch den Tournee-Adler. Das liegt deutlich unter der schon mickrigen Gesamtquote: Nur zwölf der jüngsten 30 Auftaktsieger jubelten auch nach Bischofshofen.

Es ist auch der Druck, der gerade für Deutsche in und nach Oberstdorf oft übermächtig wird. "Natürlich fehlt der Tournee-Sieg in meiner Sammlung", sagte Schmitt vor dem Auftakt 2000: "Aber wenn ich jetzt sage, ich will gewinnen, dann fehlt mir die Lockerheit." Schmitt gewann zwar wie 1998 und 1999 in Oberstdorf, erlebte dann aber wiederholt ein Garmisch-Debakel - dem Tournee-Sieg lief er bis zum Karriereende 2014 vergeblich nach.

Schmitts Schwarzwälder "Landsmann" Duffner pflegte in unnachahmlicher Mundart sein Motto "Muesch cool bliiiebe". Nach seinem Überraschungserfolg 1992 in Oberstdorf war es aber mit der Coolness dahin: Wie das Allgäuer Anzeigeblatt schrieb, wurde "Duffi" von seinem Fanklub "in die Gaststätte Schießstätte entführt und entsprechend abgefüllt". Bundestrainer Rudi Tusch fuhr seinen angeschossenen Springer nach Garmisch, dort musste Duffner das Training auslassen und kam im Wettkampf auf Platz 32, gewann nicht die Tournee und nie wieder einen Weltcup

Es geht noch schlimmer: Österreichs einstiges Toptalent Reinhard Schwarzenberger siegte 1994 in Oberstdorf in seinem allerersten Weltcup-Springen - zu viel für den 17-Jährigen: 24., 21., 19. wurde er auf den nächsten drei Stationen, 16. im Gesamtklassement - selten fiel ein Auftaktsieger tiefer.

Wohl aber schmerzhafter: Der Finne Laitinen kam 1995 aus dem Nichts, gewann zwischen dem 3. und 30. Dezember fünf Weltcups. Es waren die einzigen seiner Karriere, der in Oberstdorf blieb der letzte - an Silvester brach er sich in Garmisch sieben Rippen plus Schlüsselbein. Laitinens Tournee war beendet, der Weg frei für Weißflog.

Der Sachse reagierte kühl. "Ich bedauerte seinen Sturz, doch ich bedauerte nicht, dass mir sein Ausscheiden den Weg zum vierten Tournee-Erfolg etwas erleichterte", schrieb Weißflog in seiner Autobiografie: "Das sind die Regeln des Sports. Wenn jemand Pech hat, hat ein anderer Glück." (SID)

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