Rachid Alioui hatte einen schwierigen Start in die Saison 2018/19. Am 15. Spieltag war er aber laut dem Opta Performance Index, der die Leistung jedes Spielers der Liga bewertet, der überragende Akteur der Ligue 1.
Der Stürmer von Nimes erlitt am letzten Spieltag der vergangenen Saison, an deren Ende der Klub in die erste Liga aufstieg, eine schwerwiegende Verletzung, die ihn bis Ende September auf Eis legte.
Seitdem kam der 26-Jährige zu mehreren Joker-Einsätzen - allerdings nie mit einem solch spektakulären Effekt wie am Samstag, als er seiner Mannschaft zu einem 3:0-Sieg gegen Amiens verhalf.
Nimes war dank eines Treffers von Denis Bouanga bereits in Front, als Alioui 27 Minuten vor Schluss auf den Rasen kam und den Dreier mit zwei Toren in der Schlussphase sicherstellte.
GoalIm Performance Index erhielt er dafür eine Wertung von 97,6, schnitt damit deutlich besser ab als jeder andere Ligue-1-Profi.
Ein Anderer, dessen Jahr 2018 von Verletzungen gepflastert war, ist PSG-Star Neymar. Dessen Einsatz am Wochenende gegen Bordeaux stand lange sogar infrage.
Doch nach dem Gala-Auftritt beim wichtigen Sieg gegen Liverpool in der Champions League unter der Woche war der Brasilianer auch in Bordeaux wieder in Topform. Er erzielte beim 2:2 das Führungstor für Paris, musste später jedoch angeschlagen ausgewechselt werden.
Andreas Cornelius war der Mann, der den 15. Sieg für PSG im 15. Spiel verhinderte. Der Däne erzielte ein sehenswertes Kopfballtor zum Endstand und sicherte Bordeaux damit sieben Minuten vor dem Ende noch einen Punkt. Cornelius wurde in dieser Woche Fünfter beim Performance Index.
Vor ihm lagen zwei Spieler, die beim spektakulären 2:2 zwischen Toulouse und Dijon Hauptrollen einnahmen. Naim Sliti trieb Dijon zu einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung an, lieferte den Assist für den Treffer von Mehdi Abeid. Toulouse kam in der Schlussphase jedoch zurück, obwohl das Team schon seit der fünften Minute in Unterzahl agieren musste.
Ein brillantes Tor von Max Gradel gab Toulouse wieder Hoffnung, der Ivorer wurde Dritter beim Performance Index, direkt hinter ihm landete Sliti. Saint-Etiennes klarer 3:0-Erfolg gegen Nantes am Samstag hatte derweil viel mit Joker Robert Beric zu tun. Der slowenische Stürmer traf 18 Minuten vor Schluss zur Führung für Saint-Etienne, später stellte Wahbi Khazri abermals seinen Torriecher unter Beweis.

Es ist daher keine Überraschung, dass Beric (Sechster) und Khazri (Achter) in den Top-10 zu finden sind. Zwischen ihnen rangiert Loic Remy, der in Lille einen komplizierten Start hatte. Das Tor beim 2:2 gegen Lyon am Freitag war Remys erstes für LOSC.
Moussa Dembele hatte es ebenfalls nicht leicht, seit er im Sommer von Celtic nach Lyon gewechselt war. Doch gegen Lille gelang ihm der späte und wichtige Ausgleich, was Dembele Platz neun im Performance Index beschert.
Abgerundet werden die Top-10 von Adrien Thomasson, dessen hervorragende Leistung bei Straßburgs 4:1-Sieg in Rennes das Aus für Gastgeber-Trainer Sabri Lamouchi bedeutete, der nach der Partie entlassen wurde.
Viel Zeit zur Erholung haben die Stars der Ligue 1 nun nicht, eine englische Woche steht an. Am Dienstag und am Mittwoch geht der 16. Spieltag in Frankreichs Oberhaus über die Bühne.
