Neymar hat sich bei Paris Saint-Germain schnell zurechtgefunden, aber das bedeutet nicht, dass er gewisse Dinge aus Barcelona nicht vermisst.
Der 222-Millionen-Euro-Neuzugang war am Freitag mit dabei, als PSG den perfekten Start in die neue Saison in der Ligue 1 mit einem 3:0-Sieg gegen Saint-Etienne im Parc des Princes ausbaute.
Es war das erste Spiel, in dem Neymar kein Tor und keine Vorlage für seinen Klub verzeichnete, obwohl er wieder zu den herausragenden Spielern auf dem Platz gehörte. Vor dem Spiel schickte er eine Botschaft über seinen Instagram-Account: "Freunde, die ich vermisse."
Diese Freunde waren seine Ex-Teamkollegen Lionel Messi und Luis Suarez, mit denen er das gefürchtete MSN-Trio bildete.
Aber nicht nur die ehemaligen Mannschaftskameraden vermisst der 25-Jährige. Er dachte auch an Espanyol-Stürmer Leo Baptistao, der seinen 24. Geburtstag feierte.
Der Ex-Spieler von Atletico Madrid ist ein enger Freund von Neymar. "Heute ist der Geburtstag meines kleinen Bruders. Wir haben uns vor langer Zeit getroffen, eine der besten Sachen in Barcelona war, dass ich ihn kennengelernt habe. Glückwunsch, Bruder, Gott möge immer mit Dir sein. Und weißt Du was? Das hast Du Dir verdient. Ich liebe Dich, @leobaptistao", postete Neymar.
Aber der Superstar war nicht nur mit Rückblicken in dieser Woche beschäftigt.
Am Freitag traf er Basketball-Superstar Stephen Curry, der in Paris war, um sich Neymar auf dem Platz anzuschauen.
Der Brasilianer hatte sich Spiel 2 der NBA-Finals im Juni angesehen - und nun startete der Mann von den Golden State Warriors den Gegenbesuch. Neymar würdigte das und postete ein Bild mit seinem "Idol" auf seinem Instagram-Account.
Neymars Interessen gehen aber über Fußball und Basketball hinaus. Wie Millionen andere Menschen weltweit schaute er sich auch den Boxkampf von Floyd Mayweather gegen UFC-Star Conor McGregor an.
Der Brasilianer würdigte Mayweather, der seinen 50. Profikampf mit einem Sieg abschloss, indem er den Iren in der zehnten Runde bezwang.
Währenddessen wurde Neymars PSG-Teamkollege Dani Alves auf Instagram philosophisch: "Das Leben ist das größte Geschenk, das wir auf dieser Welt haben. Wir wissen nicht, wie lange es dauert. Die, die gesund sind und die Möglichkeit haben, es intensiv zu erleben, dürfen ihre Zeit nicht vergeuden. Die Zeit bekommen sie nicht zurück, wenn das Leben einmal zu Ende geht", teilte er mit.
"Beschleunigt nicht die Lebensprozesse. Überlasst das dem Leben. Seid nicht die Sklaven in einer mittelmäßigen Gesellschaft. Mit Waffen bringt ihr euch gegenseitig um. Erleuchtet sie, sodass sie in Frieden und voller Menschlichkeit leben."
Patrice Evra hatte nach den Terrorattacken in Katalonien auch eine Botschaft, die er via Social Media los wurde. Er wollte Frieden und Lieben verbreiten.
Nizzas Star Mario Balotelli suchte ebenfalls nach dem tieferen Sinn. Er war von Trainer Lucien Favre nach dem Aus in der Champions League kritisiert worden. Nizza hatte zuhause 0:2 gegen Napoli unter der Woche verloren.
Danach bekräftigte der Italiener jedoch, dass er stärker zurückkommen wird, auch wenn er das Spiel in Amiens am Wochenende verpasste. "Ich werde mein Bestes geben, um @ogcnice aus dieser schlechten Phase herauszuhelfen. Beim letzten Spiel, das ich gemacht habe, war ich immer noch verletzt. Ich habe mich um ein schnelles Comeback bemüht, aber ich war noch nicht einmal bei 50 Prozent. Ich wollte schnell zurückkehren, denn ich wollte wirklich helfen. Aber, wie Ihr gesehen habt, hat das nicht geklappt", schrieb Balotelli.
"Jetzt habe ich noch eine Grippe, die ich schon vorher vier Tage hatte. Deshalb war ich in Amiens nicht mit dabei", erklärte er.
"Ich weiß, dass ich immer ein leichtes Ziel bin, wenn es mal nicht läuft. Das macht mich traurig und gleichzeitig stolz, denn es bedeutet, dass die Leute immer noch an mich glauben. Alles, was ich machen kann, ist zu beweisen, dass die, die mich ausgepfiffen haben, falsch lagen", sagte Balotelli.
"Kinder fallen hin, Männer stehen wieder auf. Wir sind Männer. Deshalb sollten wir uns nicht ärgern, sondern nach vorne schauen", so Balotelli. Wem das zu pathetisch ist, der sollte sich an Memphis Depay halten: "Vergesst nicht, heute zu lachen, meine jungen Könige und Königinnen", teilte der Star von Olympique Lyon seinen Followern mit.




