Zahlreiche namhafte französische Stars haben sich auf Twitter gegen Rassismus und Polizeigewalt ausgesprochen. Zum Beispiel schrieb Weltmeister Kylian Mbappe von Ligue-1-Meister Paris Saint-Germain: "Mein Frankreich hat Werte, Prinzipien und Kodexe. Mein Frankreich lebt nicht in Lügen."
Der 21-Jährige ergänzte: "Mein Frankreich ist ein Regenbogen. Schluss mit dem Rassismus."
Auslöser für Mbappes Tweet: Am Donnerstagmorgen tauchten online Videos einer Überwachungskamera auf, die zeigen, wie ein Musikproduzent von französischen Polizisten verprügelt wird. Das Opfer soll gerade in sein Pariser Studio zurückgekehrt sein, als drei Beamte ihn gegen eine Wand drängten und mit einem Stock auf ihn einschlugen.
Mendy: "Was wäre ohne die Videos mit ihm passiert?"
"Ich hatte Angst. Ich dachte, es sei mein letzter Tag", erklärte das als Michel identifizierte Opfer in einem Video auf Twitter: "Ich sagte immer wieder: 'Ich habe nichts getan', und sie riefen mir immer wieder zu, ich solle mich auf den Boden legen." Zudem habe er währenddessen mehrere rassistische Beleidigungen über sich ergehen lassen müssen.
Mbappes Nationalmannschaftskamerad Antoine Griezmann (FC Barcelona) teilte das Video mit den Worten "Mein Frankreich tut weh" und Manchester Citys Benjamin Mendy fragte: "Was wäre ohne die Videos mit Michel passiert? Hätten wir es vorgezogen, der Version der Polizei unter Eid zu glauben?" Ein Tweet von Arsenal-Stürmer Alexandre Lacazette bestand aus wütenden Emojis.
Frankreichs Innenminister Gerald Darmanin hat bereits bestätigt, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde und die drei beteiligten Beamten suspendiert worden seien.
