Montenegros ehemaliger Nationalspieler Filip Stojkovic hat sich über sein umstrittenes Fernbleiben beim Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft gegen den Kosovo im Sommer 2019 geäußert.
"Dieses Spiel konnte ich nicht spielen. Als Mensch fühle ich mich glücklich, nicht angetreten zu sein. Aus professioneller Sicht muss ich aber dazu sagen, dass alle Partien für Profis sehr wichtig sind. Letztlich bin ich aber stolz auf meine Entscheidung und ich würde es wieder so tun", sagte der Rechtsverteidiger Goal und SPOX (lest hier das komplette Interview).
Der aus Serbien stammende Stojkovic sorgte im Sommer 2019 für einen Eklat, als er, sein Mitspieler Mirko Ivanic und der damalige Nationaltrainer Ljubisa Tumbakovic nicht zum Qualifikationsspiel gegen den Kosovo angetreten waren. Hinter dem Boykott steckten offenbar politische Motive. Kosovo erklärte im Jahr 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien, welches seitdem den kleinen Staat nicht offiziell anerkennt.
Filip Stojkovic: "Bereue nicht, mich für Montenegro entschieden zu haben"
Anschließend trennte sich der montenegrinische Verband FSCG von Trainer Tumbakovic , Stojkovic und Ivanic wurden seitdem nicht mehr für die Nationalmannschaft berufen.
Dass er sich nach dem Durchlaufen sämtlicher Jugendnationalmannschaften Serbiens für Montenegro entschied, bereut Stojkovic aber nicht. "Montenegro gab mir sehr viele positive Erinnerungen und hat mir einiges Gutes getan. Ich bereue es nicht, für das Land gespielt zu haben", erklärte Stojkovic und fügte an: "Allerdings bedauere ich, nicht länger auf einen Anruf des serbischen Verbandes gewartet zu haben. Schließlich werde ich nicht mehr die Gelegenheit bekommen, mit meinem Trauzeugen Aleksandar Mitrovic in der Nationalmannschaft zu spielen."
