(fb) Berlin. „In der Bayern-Kabine Mensch zu sein, ist gar nicht so leicht. Du schaffst es nur, wenn du dir sagst, ich bin der Größte. Du baust dich auf und unterdrückst deine Gefühle. Du definierst dich über dein Ego und deinen Stolz. Ich habe mich nie über die Leute gestellt, deshalb haben mich die Menschen auch gemocht, aber deshalb bekam ich auch Probleme“, verriet Sebastian Deisler in der Zeit. Der heute 29-jährige hatte seine Laufbahn vor knapp drei Jahren beendet. Er litt unter dem „Burnout“-Syndrom und Depressionen.
Vorwüfe gegen Hoeneß und Magath
Die schwierigste Zeit seiner Karriere habe er erlebt, nachdem sein Wechseln von Hertha BSC Berlin zum FC Bayern öffentlich wurde. Vor allem Manager Dieter Hoeneß kommt nicht gut weg: „Vor dem Wechsel nach München erhielt ich Morddrohungen. Hoeneß hat mich mit der öffentlichen Stimmung allein gelassen. Stattdessen hat er zugesehen, wie ich aus Berlin hinausgeprügelt wurde. Das ist es, was mir den Fußball versaut hat. Das war mein Genickschuss. Heute weiß ich, dass ich damals hätte aufhören müssen.“ Auch den ehemalige Bayern-Trainer Felix Magath hat Deisler nicht in guter Erinnerung: „Mein Eindruck war, dass Magaths Philosophie damals auf Angst gründete, auf Macht. Er misstraute den Spielern. Er schürte Angst, damit sie sich den Arsch aufrissen. Das habe ich aber sowieso gemacht.“
„Sie nannten mich Deislerin“
Nachdem sein Comeback im Jahr 2007 scheiterte, erklärte er endgültig seinen Rücktritt vom Profi-Fußball. „Ich habe lange gehofft, dass meine Freude am Spiel selbst so groß ist, dass ich alles andere wegdrücken kann. Aber das ging nicht. Ich bin nie mehr Teil des Ganzen geworden, ich war so weit weg von der Mannschaft. (...) Einige haben mich hinter vorgehaltener Hand 'die Deislerin' genannt. Die konnten mich nicht mehr ertragen“, schildert Deisler.
Vorwüfe gegen Hoeneß und Magath
Die schwierigste Zeit seiner Karriere habe er erlebt, nachdem sein Wechseln von Hertha BSC Berlin zum FC Bayern öffentlich wurde. Vor allem Manager Dieter Hoeneß kommt nicht gut weg: „Vor dem Wechsel nach München erhielt ich Morddrohungen. Hoeneß hat mich mit der öffentlichen Stimmung allein gelassen. Stattdessen hat er zugesehen, wie ich aus Berlin hinausgeprügelt wurde. Das ist es, was mir den Fußball versaut hat. Das war mein Genickschuss. Heute weiß ich, dass ich damals hätte aufhören müssen.“ Auch den ehemalige Bayern-Trainer Felix Magath hat Deisler nicht in guter Erinnerung: „Mein Eindruck war, dass Magaths Philosophie damals auf Angst gründete, auf Macht. Er misstraute den Spielern. Er schürte Angst, damit sie sich den Arsch aufrissen. Das habe ich aber sowieso gemacht.“
„Sie nannten mich Deislerin“
Nachdem sein Comeback im Jahr 2007 scheiterte, erklärte er endgültig seinen Rücktritt vom Profi-Fußball. „Ich habe lange gehofft, dass meine Freude am Spiel selbst so groß ist, dass ich alles andere wegdrücken kann. Aber das ging nicht. Ich bin nie mehr Teil des Ganzen geworden, ich war so weit weg von der Mannschaft. (...) Einige haben mich hinter vorgehaltener Hand 'die Deislerin' genannt. Die konnten mich nicht mehr ertragen“, schildert Deisler.
