
Goal
Vor dem Finale der U21-EM: Deutschland und Spanien im Head-to-Head
GettyANTONIO SIVERA | Tor
Saß zunächst nur auf der Bank, rückte nach der 1:3-Auftaktpleite gegen Italien aber für Unai Simon in die Startelf und überzeugte auf Anhieb. Wehrte 80 Prozent der Schüsse auf sein Tor ab. Nur im Aufbauspiel hat er noch leichte Schwächen.
getty ImagesALEXANDER NÜBEL | Tor
Zeigt ungewohnte Schwächen im Aufbauspiel. Verursachte gegen Österreich einen Elfer und zeigte danach Schwächen beim Herauslaufen. Seitdem auf der Linie aber mit Weltklasse-Aktionen und ein sicherer Rückhalt. 1:1 Remis.
Getty ImagesMARTIN AGUIRREGABIRIA | Verteidigung
Er spielt etwas offensiver als Klostermann, ist defensiv aber trotzdem stark – gewinnt über 60 Prozent seiner Zweikämpfe. Auf der Kehrseite seines Offensivdrangs stehen jedoch einige Ballverluste.
gettyimagesLUKAS KLOSTERMANN | Verteidigung
Gilt als einer der Leistungsträger im deutschen Team, erfüllte die Erwartungen an ihn bisher aber nicht wirklich. Offenbarte einige Defizite im Zweikampf. Dank seines Tempos kann er viele Fehler aber wettmachen. 2:2 Remis.
Getty ImagesJESUS VALLEJO | Verteidigung
Spielt trotz seiner geringen Spielpraxis eine sehr starke EM. Vor allem im Eins-gegen-Eins zeigt Vallejo sein Talent. Dazu ist er ein sicherer Aufbauspieler – 93 Prozent seiner Pässe bringt er an den Mann.
GettyJONATHAN TAH | Verteidigung
Er hat sicherlich mehr Erfahrung, hatte in Zweikämpfen jedoch hier und da ein paar Wackler. In der Luft absolut sicher, schnell, passsicher und antizipationsstark: Tah überzeugt insgesamt – auch mit seiner Körpersprache. 3:3 Remis.
Getty ImagesUNAI NUNEZ | Verteidigung
Ähnlich zweikampfstark wie sein Nebenmann Vallejo. Spielte sich erst im Spiel gegen Polen in die Mannschaft und ist seitdem nicht mehr wegzudenken.
GettyTIMO BAUMGARTL | Verteidigung
Verursachte gegen Dänemark und Rumänien einen Elfmeter, leistete sich einige üble Fehlpässe und verschätzte sich bei einigen Bällen. Es ist bisher nicht die EM des Stuttgarters. 4:3 Spanien.
Getty ImagesJUNIOR FIRPO | Verteidigung
Seine größte Stärke ist seine Passsicherheit. Defensiv hat er jedoch Schwächen im Zweikampf. Gut möglich, dass statt ihm Aaron Martin in der Startelf spielt.
GettyBENJAMIN HENRICHS | Verteidigung
Fehlte im Halbfinale gelb-gesperrt. In der Gruppenphase eine wichtige Säule der DFB-Auswahl. Gewinnt über 60 Prozent seiner Zweikämpfe, schaltet sich ins Angriffsspiel ein und bringt seine gute Mentalität ein. 4:4 Deutschland.
GettyFABIAN RUIZ | Mittelfeld
Spielt eine überragende EM. Enorm ball- und passsicher, auch in der gegnerischen Hälfte. Schaltet sich nach Balleroberung auch in der Offensive ein und kreiert mit gutem Auge Chancen für seine Mitspieler.

MAXIMILIAN EGGESTEIN | Mittelfeld
Füllt seine Führungsrolle nicht optimal aus. Er ist kein lautstarker Leader, sondern lässt Taten sprechen. Bis auf seine Laufstärke brachte Eggestein aber nicht das auf den Platz, was er kann. 5:4 Spanien.
ImagoMARC ROCA | Mittelfeld
Sehr spielstark, überlässt den Ballvortrag aber meist Ruiz oder Ceballos. Dafür ein sicherer Ballverteiler, der durchaus Torgefahr ausstrahlt.
GettyMAHMOUD DAHOUD | Mittelfeld
Defensiv wie offensiv ein wichtiger Baustein der DFB-Junioren. Überzeugt mit seiner Kreativität und seinem Spielwitz. Mimt den Spielmacher und übernimmt immer wieder den Aufbau. 6:5 Remis.
GettyDANI CEBALLOS | Mittelfeld
Der Spieler des Turniers der EM 2017 ist schon wieder legitimer Anwärter auf den MVP-Titel. Ist überall auf dem Platz zu finden, extrem schwer vom Ball zu trennen und strahlt stets Torgefahr aus (12 kreierte Chancen, 2 Tore, 2 Assists).
getty ImagesFLORIAN NEUHAUS | Mittelfeld
Kam im Auftaktspiel in der Halbzeit für Maier ins Spiel und brachte seinen Spielwitz ein. Zeigte gegen Serbien eine überragende Partie, schwächelt seitdem jedoch ein wenig. Möglicherweise starten auch Maier oder Serdar. 7:5 Spanien.
GettyDANI OLMO | Mittelfeld
Im Klub wird er meist im Zentrum eingesetzt, bei der Seleccion spielt er auf der rechten Außenbahn. Lebt von seinem Tempo, seiner Dynamik und seiner Kreativität. Erzielte bereits zwei Tore und bereitete einen Treffer vor.
gettyimagesLEVIN ÖZTUNALI | Mittelfeld
Öztunali zeigt gute Ansätze, beweist sein Durchsetzungsvermögen und sein Gespür für den tödlichen Pass. Häufig fehlt seinen Aktionen jedoch ein kleiner Prozentsatz, wodurch er nur Mitläufer statt Unterschiedsspieler ist. 8:5 Spanien.
Getty ImagesPABLO FORNALS | Mittelfeld
Profitierte von Oyarzabals Wechsel in die Sturmspitze. Fügte sich mit seiner Dribbelstärke aber nahtlos in die Offensive der Spanier ein – mit zwei Toren und einer Vorarbeit.
getty ImagesNADIEM AMIRI | Mittelfeld
Kam angeschlagen zur EM nach Italien und wurde von Kuntz langsam ans Team herangef�hrt. Ging bei jedem seiner Eins�tze aber mit gutem Beispiel voran und verspr�ht einfach immer Torgefahr (2 Tore, 2 Assists). 9:6 Remis.
GettyMIKEL OYARZABAL | Sturm
Spielte die ersten beiden Spiele auf der linken Außenbahn, rückte dann aber für Borja Mayoral in die Spitze und bringt dort seine Spiel- und Dribbelstärke ein. Erzielte bisher zwei Treffer.
GettyLUCA WALDSCHMIDT | Sturm
Er ist DIE Überraschung dieser EM. Sieben Tore in vier Spielen – das ist Rekord. Lässt sich immer wieder fallen und übernimmt Spielmacher-Aufgaben. Kreiert im Schnitt vier Chancen pro Spiel. 9:7 Deutschland.
Getty ImagesERSATZBANK SPANIEN
Mikel Merino, Borja Mayoral, Carlos Soler, Rafa Mir, und, und, und. Ein Blick allein auf die Namen sollte reichen, um zu erkennen, dass die spanische Mannschaft auch in der Breite hervorragend besetzt ist.

ERSATZBANK DEUTSCHLAND
Kuntz hat sich seinen Werkzeugkasten zusammengestellt – je nach Spielsituation hat er die passende Alternative auf der Bank. Ein Leistungsabfall war bisher nicht erkennbar. 10:8 Remis.
GettyFAZIT
Spanien geht aufgrund der individuellen Klasse leicht favorisiert ins Finale. Ein großer Pluspunkt, der hier im Head-to-Head aber nicht berücksichtigt wurde, ist Deutschlands Teamgeist und Wille. Dieser Punkt geht klar ans DFB-Team.
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