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Man liegt offenbar "sehr weit auseinander"! Verliert der BVB bald einen Offensivstar?

Wie die Sport Bild berichtet, herrscht im Poker um die sportliche Zukunft von Karim Adeyemi aktuell massive Funkstille, was eine Einigung mit Borussia Dortmund betrifft. Die Verhandlungen über eine vorzeitige Ausdehnung seines bis 2027 laufenden Arbeitspapiers liegen demnach "in weiter Ferne".

  • Für den neuen Sportdirektor Ole Book entwickelt sich die Personalie des Nationalspielers damit bereits kurz nach seinem Amtsantritt zur absoluten Reifeprüfung. Dabei ließ Book nichts unversucht und suchte unmittelbar nach seinem Dienstbeginn am 23. März den Kontakt zur Gegenseite. 

    Es kam zum direkten Austausch mit keinem Geringeren als Jorge Mendes, dem einflussreichen Chef der Agentur "Gestifute", die das Management von Adeyemi unterstützt. In den Telefonaten zwischen BVB und Mendes wurden die Eckpfeiler abgesteckt, die Book zuvor intern mit Sport-Boss Lars Ricken definiert hatte. Doch die Harmonie hielt sich in Grenzen: Auch Mendes legte seine Vorstellungen offen dar - und das Resultat dieser ersten Annäherungsversuche ist ernüchternd.

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  • KARIM ADEYEMI BORUSSIA DORTMUNDGetty Images

    Knackpunkt bei Adeyemi: Gehalt und Ausstiegsklausel

    Die Probleme liegen dabei tief im Detail begraben. "Beide Parteien liegen momentan sehr weit auseinander", heißt es in dem Bericht. 

    Knackpunkt ist einerseits das künftige Salär des Offensivspielers, andererseits herrscht Uneinigkeit über die Gestaltung von Ausstiegsklauseln, die ab dem Sommer 2027 wirksam werden könnten. Interessanterweise ist eine kurzfristige Flucht mittels einer Klausel bereits in diesem Sommer - ein Modell, das auch bei Teamkollege Nico Schlotterbeck existiert - bei Adeyemi bisher kein Thema in den Gesprächen gewesen.

  • Verkauft der BVB Adeyemi im Sommer?

    Der BVB verfolgt zwar weiterhin das Ziel, den Vertrag langfristig zu verlängern, doch sollte sich in den nächsten Wochen keine deutliche Annäherung abzeichnen, sind die Dortmunder Bosse bereit, die Daumenschrauben anzuziehen. Ein Szenario, in dem Adeyemi ohne Planungssicherheit in sein letztes Vertragsjahr geht, will man an der Strobelallee unter allen Umständen verhindern.

    Die Konsequenz aus den stockenden Gesprächen ist ein drohendes Ultimatum: Unterschreibt Adeyemi nicht zeitnah, soll er im kommenden Sommer verkauft werden, um noch eine marktgerechte Ablöse zu generieren. Sportlich wäre dieser Schritt zwar ein herber Verlust an Geschwindigkeit, doch die nackten Zahlen der letzten Zeit sprechen eine andere Sprache. Unter Trainer Niko Kovac war der Flügelstürmer zuletzt keinesfalls unumstritten und fand sich häufiger auf der Bank wieder, als es seinem eigenen Anspruch und seinem Marktwert entspricht.

  • VfB Stuttgart v Borussia Dortmund - BundesligaGetty Images Sport

    Karim Adeyemi: Leistungsdaten beim BVB

    PflichtspieleToreVorlagenGelbe KartenRote Karten
    1443624271

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.