Im gigantisch großen MetLife Stadium in East Rutherford, der Heimat der NFL-Teams New York Giant und Jets, das nur spärlich besetzt war, erspielte sich Fluminense wesentlich mehr Abschlüsse. Dem BVB dagegen war die Wettkampfpause anzumerken: Exakt einen Monat nach dem 3:0 gegen Holstein Kiel im letzten Saisonspiel des Bundesliga fehlte es an Frische, Tempo und Spielwitz.
Zu Torchancen kamen die Dortmunder im ersten Durchgang nicht, auch nach der Pause wurde es nur unwesentlich besser. Die weiteren Gruppengegner Mamelodi Sundowns (Südafrika) und Ulsan HD (Südkorea) dürften zwar weniger Gegenwehr leisten als Fluminense, um beim erstmals mit 32 Teams ausgespielten Wettbewerb richtig weit zu kommen, muss sich Dortmund aber gehörig steigern.
Kovac, der zunächst auf den prominenten Neuzugang Jobe Bellingham verzichtete, hatte vor den Brasilianern gewarnt. Fluminense sei "eine Spitzenmannschaft" und deren Spieler "individuell sehr stark". Der BVB müsse bereit sein für eine große Aufgabe, und doch kam der Favorit zu Beginn nicht so recht in Schwung.
Das mag an der ungewohnt frühen Anstoßzeit um 12.00 Uhr Ortszeit gelegen haben - oder aber am Gegner aus Südamerika, der das Duell mit einem europäischen Spitzenteam entschlossen anging. Vor allem Rechtsaußen Jhon Arias stellte den BVB vor Schwierigkeiten, der erste Schuss des schnellen Kolumbianers flog übers Tor (4.), beim zweiten musste Gregor Kobel eingreifen (17.).