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Special: Inter Mailands beste Elf aller Zeiten

Mailand. Um Euch die Wartezeit bis zum „Derby della Madonnina“ zwischen dem AC Milan und Inter Mailand am Wochenende zu verkürzen, werfen wir auf einen Blick auf die illustren Spieler, die einen Großteil ihrer Karrieren im schwarz-blauen Dress verbracht haben. Die beste Inter-Elf aller Zeiten:

Walter Zenga (1982-1994)

Walter Zenga, der als einer der besten Keeper gilt, die Italien je hervorgebracht hat, stand elf Jahre lang bei Inter zwischen den Pfosten. Zenga verfügte über bemerkenswerte Reflexe und verstand es, der Hintermannschaft durch seine Ausstrahlung Sicherheit einzuflößen. Bei der WM im eigenen Land hütete er 1990 das Tor der Nationalelf und blieb dabei fünf Partien in Folge ohne Gegentreffer. Diese 518 Minuten ohne Gegentor sind eine Bestmarke, die noch bis heute Bestand hat. Wegen seiner akrobatischen Paraden bekam er den Spitznamen „Spiderman“ verpasst.

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Javier Zanetti (1995-heute)

Der bescheidene Argentinier kam 1995 von Atletico Banfield zu Inter. Er verkörpert seit mehr als einem Jahrzehnt Weltklasse und ist seit 1999 Kapitän der „Nerazzurri“. Der gelernte Außenverteidiger ist mittlerweile ein echter Defensiv-Allrounder und auch im Alter von 37 Jahren lässt er noch immer nicht nach. Er krönte seine Laufbahn in Mailand mit dem Champions-League-Gewinn im letzten Mai. „El Tractor“ hat Giuseppe Bergomi als Inters Rekordspieler abgelöst und ist auch in der argentinischen Nationalmannschaft der Akteur mit den meisten Einsätzen.

Giuseppe Bergomi (1980-1999)

Der Abwehrchef mit dem markanten Schnäuzer war lange Jahre das Symbol Inters. Der gleichermaßen elegante wie knallharte Verteidiger spielte in seiner Karriere nur für Inter und war mit 758 Einsätzen lange Zeit Rekordspieler des italienischen Meisters, ehe er von Zanetti überholt wurde. Bergomi gewann unter anderem einen Meistertitel und drei Mal den UEFA-Cup.
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Tarchisio Burgnich (1962-1974)

Trainer Helenio Herrera verordnete seiner Mannschaft Mitte der 1960er Jahre das berühmte „Catenaccio“-System und Verteidiger Tarcisio Burgnich war wie geschaffen für diese Version des Defensivfußballs. Der umgemein aggressive und zweikampfstarke Vorstopper gewann mit Inter alle erdenklichen Titel.

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Mario Corso (1958-1973)

Bereits im Alter von 17 Jahren gelang „Mariolino“ der Sprung in Inters erste Mannschaft. Corso verkörperte eine enorme Laufstärke, gepaart mit bemerkenswerter Torgefahr (75 Ligatreffer für Inter). Insgesamt 15 Jahre lang schnürte er seine Stiefel für Inter und gehörte zu der Mannschaft, die unter dem großen Helenio Herrera Mitte der 1960er Fußball-Europa dominierte.

Lothar Matthäus (1988-1992)


Einen kompletteren Mittelfeldspieler als Lothar Matthäus hatte es zuvor nicht gegeben. 1988 kam er vom FC Bayern nach Italien und führte Inter auf Anhieb zum Meistertitel. Gemeinsam mit Napolis Diego Maradona galt er Ende der 1980er Jahr als bester Spieler der Serie A. Matthäus war in Angriff und Verteidigung brillant, er übte eine bemerkenswerte Dominanz auf das Spiel seiner Mannschaft aus und wurde 1991 im Dress von Inter zum Weltfußballer gekürt.

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Giacinto Facchetti (1960-1978)

Facchetti WAR Inter. Zu seinen Ehren wird die Trikotnummer 3 bei den Mailändern nicht mehr vergeben. Er spielte für die Mannschaft, die noch bis heute als "La Grande Inter" bekannt ist. Der 94-fache italienische Nationalspieler gewann alles, was es im Klubfußball zu gewinnen gab und setzte auf seiner linken Seite sowohl defensiv, als auch offensiv, neue Maßstäbe.

Luis Suarez (1961-1970)

Es gibt nicht viele Spanier, die in Italien erfolgreich waren. Luis Suarez ist da die große Ausnahme. Der offensive Mittelfeldspieler wechselte 1961 als teuerster Spieler der Welt vom FC Barcelona nach Mailand und führte Inter zu zwei Europapokalsiegen und drei Meisterschaften. Suarez war ein echter Spielgestalter und er wurde zweifach mit dem Ballon D'Or ausgezeichnet.

Giuseppe Meazza (1927-1940)

Italiens Weltmeistertrainer von 1934 und 1938 sagte über Giuseppe Meazza einst: „Wenn er spielte, bedeutete es, das Spiel mit einer 1:0-Führung zu beginnen.“ Meazza war der erste Superstar des Calcio, ein technisch brillanter, eiskalter Torjäger. In 348 Spielen für Inter erzielte er sagenhafte 245 Tore und gewann drei Scudetti. Als er 1979 verstarbe, wurde das Mailänder Stadion nach ihm benannt.

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Sandro Mazzola (1960-1977)

Mazzola verbrachte seine gesamte (erfolgreiche) Laufbahn im schwarz-blauen Dress. Der Sohn des großen Valentino Mazzola begann seine Karriere als reiner Stürmer, rückte im Laufe seiner Karriere allerdings zurück ins Mittelfeld. Mazzola sprühte vor Kreativität, war stets torgefährlich und mit überragender Technik ausgestattet. Als er seine Karriere 1977 beendete, hatte er zwei Mal den Europapokal der Landesmeister, zwei Mal den Weltpokal und vier Meisterschaften gewonnen. Mit Italien wurde er 1968 Europameister, drei Jahre zuvor schnappte er sich die Torjägerkanone der Serie A.

Die Top-Ten-Torjäger der Serie-A-Geschichte

Alessandro Altobelli (1977-1988)

„Spillo“ (Die Nadel) war einer der kaltschnäuzigsten Angreifer seiner Zeit. Der schmächtige Angreifer mit der unverkennbaren Lockenpracht kam aus Brescia zu Inter. Dort erzielte er in 466 Pflichtspielen 209 Tore, 1982 gewann er mit der „Nazionale“ den WM-Titel. Im Finale gegen Deutschland traf er als Einwechselspieler.

Formation:

Zenga

Zanetti - Bergomi - Burgnich

Suarez - Corso - Matthäus - Facchetti

Mazzola - Meazza - Altobelli

Ersatzbank: Francesco Toldo, Julio Cesar, Armando Picchi, Riccardo Ferri, Lennart Skoglund, Roberto Boninsegna, Christian Vieri, Ronaldo.
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