WAS IST PASSIERT? Hans-Joachim Watzke hat sich zum Gespräch mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundestrainer Hansi Flick geäußert und dabei klargestellt, dass ein Aus des 57-Jährigen nie zur Debatte gestanden habe.
WAS WURDE GESAGT? "Es ist vielleicht auch durch das Statement von Hansi Flick, das ich komplett nachvollziehen kann, ein falscher Zungenschlag entstanden. Eine Trennung von Hansi stand überhaupt nicht zur Diskussion, weder vor noch während des Gesprächs", stellte Watzke klar.
Und der Geschäftsführer von Borussia Dortmund weiter: "Es ging um die Analyse, was bei der WM gut und was schlecht war. Es war nicht alles schlecht, aber nicht gut genug. Das Gespräch war sehr konstruktiv, sehr in die Tiefe gehend und es herrschte eine sehr gute Atmosphäre. Am Ende haben wir klar festgehalten, dass wir ein paar Dinge ändern, aber alle an einem Strang ziehen. Das Gespräch hat mir Hoffnung und Kraft gegeben."
WAS IST DER HINTERGRUND? Am Mittwoch hatte sich das Trio erstmals nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Katar zusammengesetzt. Anschließend war auch offiziell klar, dass Flick im Amt bleibt. DFB-Direktor Oliver Bierhoff war zuvor zurückgetreten.
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GettyWIE GEHT ES WEITER? Über die Nachfolge von Bierhoff sei nur ganz am Rande gesprochen worden, erklärte Watzke: "Es wäre schön, wenn wir vor Weihnachten eine Lösung hätten. Aber ich weiß nicht, ob das realistisch ist. Wahrscheinlich ist der Zeitrahmen zu kurz. Genauigkeit geht vor Schnelligkeit." Allerdings, betonte der Westfale, liege diese Personalie in erster Linie in der Verantwortung von Neuendorf.
Man müsse außerdem über Veränderungen in der Talentförderung nachdenken, meinte Watzke: "Dass wir beispielsweise nicht mehr so eine Auswahl an Mittelstürmern haben, ist schlecht. Da müssen sich auch die Vereine fragen, was sie tun können. Und wir müssen das als DFB hinterfragen."