Englands ehemaliger Nationalmannschaftskapitän Wayne Rooney ist mit einer Personalentscheidung von Three-Lions-Coach Thomas Tuchel überhaupt nicht einverstanden. Der langjährige Weltklassestürmer monierte in seinem 'Wayne Rooney Podcast', dass der deutsche Coach zuletzt Real Madrids Außenverteidiger Trent Alexander-Arnold nicht in seinen Kader berufen hatte.
AFP"Unfassbar": Wayne Rooney kann eine Personalentscheidung von Thomas Tuchel überhaupt nicht nachvollziehen
Der langjährige Weltklassestürmer monierte in seinem 'Wayne Rooney Podcast', dass der deutsche Coach zuletzt Real Madrids Außenverteidiger Trent Alexander-Arnold nicht in seinen Kader berufen hatte.
Rooney sagte: "Bei allem Respekt für Ben White, den ich für einen fantastischen Spieler halte, finde ich es unfassbar, dass er in der Mannschaft ist und den Vorzug gegenüber Trent erhält."
Getty Images SportThomas Tuchel setzt rechts hinten auf Ben White
Arsenal-Verteidiger White stand in den beiden enttäuschenden Freundschaftspartien der Engländer während der jüngsten Länderspielpause gegen Uruguay (1:1) und Japan (0:1) jeweils in der Startelf und bekleidete die Position des Rechtsverteidigers. Im Duell mit Uruguay markierte er einen Treffer.
Alexander-Arnolds erneute Nichtberücksichtigung ist in England seit Monaten ein großes Thema. Immerhin nominierte Tuchel für seinen jüngsten Kader 35 Spieler - Real-Star TAA war trotzdem nicht dabei. Stattdessen schafften es Tino Livramento (Newastle United), Djed Spence (Tottenham Hotspur) und Ezri Konsa (Aston Villa) neben White als mögliche Kandidaten für die rechte Abwehrseite in das englische Aufgebot.
Wegen einer Oberschenkelverletzung musste Chelseas Reece James passen, er ist Rooneys Favorit für die Position bei der WM im Sommer. Der 26-Jährige sei zwar "nicht der defensivstärkste", aber: "Wenn ich mir die Auswahl anschaue, dann ist keiner von ohne defensiv über alle Zweifel erhaben."
Wegen Alexander-Arnold: Lineker äußert brisanten Verdacht
Mangelnde Fähigkeiten in der Defensive werden auch bei Alexander-Arnold immer wieder moniert. Tuchel sprach sie auch öffentlich an. Ende März sagte er: "Es war eine sehr schwere Entscheidung, die wir getroffen haben. Keine Zweifel an seinem Talent, keine Zweifel an seiner Karriere und daran, was er einem Team geben kann. Es ist eine schwierige, vielleicht auch eine harte Entscheidung. Und vielleicht ist sie in gewisser Weise sogar unfair. Aber solche Entscheidungen müssen nun mal getroffen werden. Er muss das akzeptieren."
Tuchel führte aus, dass er das Spielsystem im Herbst geändert habe und die nun nominierten Spieler besser in dieses System passen würden. Der ehemalige Liverpooler Alexander-Arnold hat seit dem vergangenen Juni nicht mehr für England gespielt und wurde von Tuchel zuletzt viermal nicht berücksichtigt.
Das führte auch bei Ex-Nationalstürmer Gary Lineker zu Verwunderung: "Ich glaube, da ist etwas Persönliches im Spiel, denn fußballerisch gibt es keinen Grund dafür. Man hat Spieler auf seiner Position, bei allem Respekt, die nicht in derselben Liga spielen wie er, ganz sicher nicht mit dem Ball am Fuß."
Lineker ergänzte: "Ich vermute also, dass es etwas gibt, das Tuchel an Trent Alexander-Arnold nicht gefällt. Ich kann nur raten, was das sein könnte – ob es seine Einstellung ist oder ob er defensiv nicht brillant ist. Da muss etwas dahinterstecken, denn es ergibt absolut keinen Sinn."
England trifft bei der WM auf Kroatien, Ghana und Panama
Alexander-Arnold wechselte im vergangenen Sommer von Liverpool zu Real Madrid. Wie viele seiner Mannschaftskameraden erlebt der 27-Jährige eine schwierige Spielzeit. Bislang absolvierte er 27 Partien für die Blancos und lieferte dabei fünf Assists.
Nach der starken WM-Qualifikation und trotz der holprigen Testspielleistungen in den letzten Monaten ist Wayne Rooney derweil mit Tuchels Arbeit grundsätzlich zufrieden. Allerdings: "Da draußen herrscht eine Menge Druck. Mir gefällt Tuchels Arbeit. Trotzdem glaube ich, dass man zu diesem Zeitpunkt noch Fragezeichen hinter ein, zwei Spielern haben sollte. Stattdessen wirkt es, als überlege er noch, wie er zehn Positionen in seiner Startelf besetzt."
Die Engländer starten am 17. Juni gegen Kroatien in die WM-Endrunde. Die weiteren Gegner in der Gruppenphase sind Ghana und Panama.
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