Erst in dieser Saison kommt der von Grund auf erneuerte Modus in der Champions League zum ersten Mal zum Einsatz. Für die nächste Spielzeit könnten offenbar jedoch noch weitere drastische Änderungen vorgenommen werden.

WAS IST PASSIERT?
Wie die Sport Bildberichtet, holt sich der europäische Fußballverband UEFA aktuell bei den Vereinen die Meinungen über den neuen Modus ein. Am 30. Mai könnte es daher in München dazu kommen, dass die Klubwettbewerbs-Kommission dem Exekutivkomitee der UEFA einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet.
Demnach soll es bei dem Vorschlag um drei wichtige Punkte gehen: Um die Belastung der Spieler zu verringern, könnten Verlängerungen in den K.-o.-Runden abgeschafft werden. Stattdessen soll bei Gleichstand nach 180 Minuten direkt ein Elfmeterschießen über Gewinner und Verlierer entscheiden.
Im zweiten Punkt gehe es darum, die besten acht Mannschaften der Ligaphase, die den direkten Sprung ins Achtelfinale schaffen, zu belohnen. Aktuell ist es so, dass die Top 8 nur in der Achtelfinalrunde gegen schlechter platzierte Mannschaften im Rückspiel Heimrecht haben. Dies könnte man auch auf das Viertel- und Halbfinale ausweiten.
Kritik an der aktuellen Heimrechtsregelung habe es vor allem vom FC Arsenal gegeben. Die Gunners hatten die Ligaphase auf Rang drei beendet und mussten im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid, das den Weg über die Playoffs gehen musste, im zweiten Duell auswärts ran. Im bevorstehenden Halbfinale gegen Paris Saint-Germain, das ebenfalls die Playoffs brauchte, wird dieser Fall erneut eintreten.
Der dritte Punkt betreffe den sogenannten "Länderschutz": In der aktuellen Saison durften Vereine aus demselben Verband bereits in den Playoffs gegeneinander antreten - so beispielsweise bei PSG gegen Stade Brest. Da solche Spiele weder für Fans noch für TV-Sender attraktiv seien, könnte man wieder zur alten Regelung zurückkehren, bei der Duelle zwischen Vereinen aus demselben Verband erst ab dem Viertelfinale möglich sind.
AFPWAS IST DER HINTERGRUND?
Vor Beginn der Saison 2024/25 hatte die UEFA einen neuen Modus implementiert. Anstelle einer Vorrunde mit acht Vierer-Gruppen wird von nun an in einem Ligamodus gespielt, bei dem sich die besten acht Mannschaften direkt fürs Achtelfinale qualifizieren und die Plätze neun bis 24 in Playoffs mit Hin- und Rückspiel um die verbliebenen Tickets kämpfen. Alle anderen Teams scheiden aus dem Wettbewerb aus, ein Abstieg in die Europa League ist nicht mehr möglich. Darüber hinaus wurde die Anzahl der Teilnehmer von 32 auf 36 erhöht. Pro Ligaphase bestreitet jedes Team acht Spiele - vier Heim- und vier Auswärtsspiele.
Nach den Playoffs geht es wie gehabt mit dem Achtelfinale weiter. Auch am restlichen Ablauf bis ins Finale wurde nicht gerüttelt, lediglich bei der Bildung der Paarungen und den jeweiligen Pfaden bis zum Endspiel.