Tottenham Hotspur steht im Finale der Champions League und kann sich gegen den FC Liverpool für eine aufregende Saison auf internationalem Parkett belohnen. Anstoß der Partie ist am Samstag, den 1. Juni, um 21 Uhr. Wie Ihr die Partie live sehen könnt, erfahrt Ihr in einem eigenen Artikel auf unserer Seite zur Übertragung des Champions-League-Finals.
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Doch wie oft wurde Tottenham schon Champions-League-Sieger und wie oft standen die Spurs schon im Finale? Goal beantwortet Euch die wichtigsten Fragen zu Tottenhams Historie in der Königsklasse.
Wie oft wurde Tottenham schon Champions-League-Sieger?
Tottenham hat am Samstag zum erstem Mal in der Vereinsgeschichte die Chance, Champions-League-Sieger zu werden.
Bisher gewannen die Spurs 1963 den Europapokal der Pokalsieger, den zweithöchsten Wettbewerb nach dem Europapokal der Landesmeister (seit 1992 die Champions League).
Zudem holte Tottenham 1972 und 1984 den UEFA-Pokal, der 2000 mit dem aufgegebenen Europapokal der Pokalsieger zusammengelegt wurde und seit der Saison 2008/09 unter dem Namen Europa League ausgetragen wird.
Der Gewinn der Champions League wäre für den englischen Verein daher der bisher größte Erfolg. Um sich diesen Traum zu erfüllen, muss Tottenham heute (21 Uhr bei DAZN und im LIVE-TICKER) den FC Liverpool schlagen.
Im Finale kann die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp jedoch auf ihre Erfahrung setzen.
Wie oft stand Tottenham schon im Champions-League-Finale?
Der Einzug ins Champions-League-Finale stellt ebenfalls ein Novum in der Historie von Tottenham dar. Die beste Platzierung erzielte der englische Verein in der Saison 1961/62, als man im Europapokal der Landesmeister bis ins Halbfinale gekommen war, sich dort aber Benfica Lissabon geschlagen geben musste.
Ab 2010 ist Tottenham in jeder Saison in den europäischen Wettbewerb eingezogen, in der Champions League sind die Spurs jedoch erst seit 2016 regelmäßig vertreten. Der Grund dafür? Trainer Mauricio Pochettino, der 2014 übernommen hat und den englischen Verein seitdem stetig weiterentwickelte. Was den Spurs-Coach prägte, wie er spielte und wie er heute arbeitet erfahrt Ihr in einem spannenden Multimedia-Artikel auf Goal.

Nach mehreren Jahren in der Europa League sind die Lilywhites in der Saison 2016/17 in der Gruppenphase der Champions League gegen die AS Monaco, Bayer Leverkusen und ZSKA Moskau ausgeschieden. Für Tottenham ging es danach einen Wettbewerb tiefer weiter, doch bereits in der Zwischenrunde der Europa League war auch gegen die KAA Gent Schluss.
In der letzten Saison wagten die Spurs einen neuen Versuch. Diesmal ging es bis ins Achtelfinale der Champions League, nach dem Unentschieden im Hinspiel beendete ein 1:2 gegen Juventus aber erneut die Hoffnungen.
Am Samstag kann Trainer Mauricio Pochettino nun ausgerechnet in der Champions League gegen den Ligakonkurrenten Liverpool seinen ersten Titel mit Tottenham gewinnen. Es wäre nach dem zweiten Platz in der Premier League in der Saison 2016/17 - die beste Leistung von Tottenham in der 1992 gegründeten Liga - ein weiterer Erfolg für den 47-Jährigen.
Wie lief die bisherige Saison von Tottenham in der Champions League?
Der Weg von Tottenham ins Finale der Champions League 2019 war kein einfacher: In der Gruppe B mit Inter Mailand und der PSV Eindhoven qualifizierten sich die Spurs trotz zweier Niederlagen hinter dem FC Barcelona für die nächste Runde.
Im Achtelfinale der Königsklasse ging es nun gegen Borussia Dortmund. Bereits im Hinspiel (3:0) sorgten Heung-min Son, Jan Vertonghen und Fernando Llorente vor heimischen Publikum für eine gute Ausgangslage. Im Rückspiel genügte daher ein 1:0 durch Harry Kane, um den Einzug ins Viertelfinale perfekt zu machen.
Tottenham Hotspur wirft Manchester City und Ajax aus der Champions League
Dort wartete mit Manchester City nicht nur ein Ligakonkurrent, sondern auch einer der Favoriten in der Champions League. In der 78. Minute brachte Son die Spurs mit seinem Treffer zum 1:0 auf die Siegerstraße, der im Rückspiel noch von großer Bedeutung sein sollte.
Nach nur vier Minuten gestaltete Raheem Sterling das Viertelfinale wieder offen, ehe Son mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten für scheinbar klare Verhältnisse sorgte. Doch Bernardo Silva (11.) und Sterling (21.) lieferten die direkte Antwort, beim Treffer von Sergio Agüero (59.) hatte Tottenhams Torwart Hugo Lloris das Nachsehen.
Tottenham war dadurch ausgeschieden, in der 73. Minute verkürzte Llorente allerdings zum 4:3. Damit aber nicht genug des Nervenkitzels: Sterling gelang in der Schlussphase (90.+3) das vermeintliche 5:3, das ManCity ins Halbfinale befördert hätte. Die Hausherren machten ihre Rechnung jedoch ohne den Videobeweis, der bei Vorlagengeber Agüero eine Abseitsposition erkannt hatte.

Die Spurs standen durch diese Entscheidung im Halbfinale und trafen in der nächsten Runde auf Ajax Amsterdam, das zuvor bereits Real Madrid und Juventus Turin aus dem Weg geräumt hatte. Gegen Tottenham sollte die Reise der jungen Mannschaft jedoch zuende gehen.
Durch das 1:0 durch Donny van de Beek stand Ajax nach dem Hinspiel bereits mit einem Bein im Finale, im Rückspiel verbesserten Matthijs de Ligt (5.) und Hakim Ziyech (35.) sogar die Chancen. Doch Tottenham glaubte noch an die Wende.
Mit zwei Toren (55., 59.) drehte Lucas Moura das 0:2 im Alleingang. Nur ein Treffer fehlte Tottenham zum Einzug ins Finale, aber zehn Minuten vor Schluss war der Gegner dem dritten Tor näher. Ziyech (79.) scheiterte jedoch am Pfosten und verpasste somit die Entscheidung.
Es war eine Szene, die sich den Anhängern von Ajax nach der Partie ins Gedächtnis einbrennen sollte. Denn die Spurs warfen noch mal alles nach vorne und sollten belohnt werden - mit seinem dritten Treffer des Abends schoss Moura Tottenham ins Finale. In der 90.+6. Minute!





