Trainer Urs Fischer vom 1. FSV Mainz 05 hat sich mit überraschenden Worten zur Nichtnominierung von Nadiem Amiri für die deutsche Nationalmannschaft geäußert.
Der Coach der Nullfünfer erhofft sich nämlich einen positiven Nebeneffekt vom Fehlen des Mittelfeldspielers im DFB-Team. "Ich hoffe, dass Nadiem enttäuscht war. Jetzt muss er mit seinen Leistungen zeigen: Jetzt erst recht! Die Einstellung ist doch das Wichtigste", sagte er im Vorfeld der Partie gegen den FC Bayern München am Samstag.
Amiri hinkt, wie die komplette Mainer Mannschaft, derzeit seiner Top-Form hinterher. Zuletzt kassierten die Rheinhessen drei Niederlagen in Folge, darunter auch das bittere Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Zweitligist VfL Bochum. Mit einer Ausbeute von zehn Punkten aus acht Spielen befindet sich das Fischer-Team vor dem Duell mit dem deutschen Rekordmeister aber noch im gesicherten Tabellen-Mittelfeld der Bundesliga (10.).
Nadiem Amiri stand im ersten Kader von Jürgen Klopp
Nach seiner fulminanten Saison 2025/26 (17 Tore, vier Assists), woraus eine Berufung für den WM-Kader von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann resultierte, hat Amiri in dieser Saison bislang vor allem in der Bundesliga deutlich weniger offensiven Output. Gerade einmal eine Torvorlage sprang in acht Einsätzen heraus. Beim Pokal-Aus in Bochum fehlte er mit Knieproblemen, nachdem der Kapitän beim 9:0-Sieg gegen den unterklassigen VfB Krieschow in Runde eins mit vier Scorerpunkten geglänzt hatte.
Nagelsmann-Nachfolger Jürgen Klopp hatte Amiri bei seinem ersten Lehrgang noch für seinen ersten Kader berücksichtigt. Der Mittelfeldspieler stand beim 1:1 bei der Niederlande, gleichzeitig das Debüt des Bundestrainers, 80 Minuten lang auf dem Platz. Beim 0:1 gegen Griechenland schmorte er 90 Minuten auf der Bank.
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Für die anstehende Länderspielpause, wenn Deutschland zum Abschluss der Nations-League-Gruppenphase auf Serbien (13. November) und die Niederlande (16.11.) trifft, beschränkte sich Klopp auf einen Kader mit 24 Spielern.
Anstelle von Amiri bekamen im zentralen sowie offensiven Mittelfeld Joshua Kimmich, Tom Bischof, Aleksandar Pavlovic (alle FC Bayern München), Felix Nmecha (BVB), Brajan Gruda (RB Leipzig), Florian Wirtz (FC Liverpool), Lennart Karl (ebenfalls FC Bayern München) und Neuling Wael Mohya (Borussia Mönchengladbach) den Vorzug.
Getty ImagesDFB-Team: Der Kader von Jürgen Klopp im Überblick
Position | Spieler |
Tor | Marc-Andre ter Stegen (Ajax Amsterdam) |
Tor | Alexander Nübel (Besiktas Istanbul) |
Tor | Jonas Urbig (FC Bayern München) |
Abwehr | Waldemar Anton (Borussia Dortmund) |
Abwehr | Finn Jeltsch (VfB Stuttgart) |
Abwehr | Jonathan Tah (FC Bayern München) |
Abwehr | Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart) |
Abwehr | Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund) |
Abwehr | Philipp Treu (SC Freiburg) |
Abwehr | Nathaniel Brown (FC Bayern München) |
Abwehr | Malick Thiaw (Newcastle United) |
Mittelfeld | Brajan Gruda (RB Leipzig) |
Mittelfeld | Lennart Karl (FC Bayern München) |
Mittelfeld | Joshua Kimmich (FC Bayern München) |
Mittelfeld | Felix Nmecha (Borussia Dortmund) |
Mittelfeld | Tom Bischof (FC Bayern München) |
Mittelfeld | Aleksandar Pavlovic (FC Bayern München) |
Mittelfeld | Said El Mala (1. FC Köln) |
Mittelfeld | Derry Scherhant (SC Freiburg) |
Mittelfeld | Florian Wirtz (FC Liverpool) |
Mittelfeld | Wael Mohya (Borussia Mönchengladbach) |
Angriff | Kai Havertz (FC Arsenal) |
Angriff | Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt) |
Angriff | Niclas Füllkrug (SV Werder Bremen) |








