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Lamine Yamal getty

"Um ehrlich zu sein ...": Verstecktes Kompliment von Lamine Yamal an den FC Bayern?

Auf die Frage im Gespräch mit Movistar, ob er die Spiele der absoluten Topklubs auf dem Bildschirm verfolgen würde, schloss der junge Spanier den deutschen Rekordmeister aus. Beispielsweise bei Real Madrid oder PSG würde er deutlich häufiger einschalten.

"Um ehrlich zu sein, schaue ich mir Bayern-Spiele wirklich nicht gerne an. Denn in ihrer Liga weiß ich bereits, dass sie immer sehr dominant sein werden", sagte Yamal und betonte: "Selbst in der Gruppenphase der Champions League schaue ich mir ihre Spiele nicht an, weil sie so dominant sind. Das Spiel gegen PSG danach war großartig. Aber in der Gruppenphase schaue ich mir ihre Spiele nicht gerne an, weil sie den Gegner stark dominieren."

Was auf den ersten Blick nach Kritik klingt, kann auch als Kompliment gewertet werden. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany strotzt derart vor Dominanz, dass es sich für Yamal offenbar nicht lohnt, zuzuschauen. Das Ergebnis stünde schließlich schon vorher fest.

Ein eindrucksvolles Beispiel für ihre Überlegenheit gegenüber der heimischen Konkurrenz lieferten die Bayern am Freitag. Mit 7:0 überrollten die Münchner ein chancenloses Union Berlin. Überragender Mann auf dem Platz war Michael Olise mit fünf direkten Torbeteiligungen, woraufhin ihn Sportvorstand Max Eberl nach Abpfiff in den Kreis der möglichen Ballon d'Or-Gewinner hievte.

Wie haben Kane und Eberl auf Yamal reagiert?

Harry Kane, der zwei Tore erzielte, attestierte er sowieso große Chancen. Yamal sieht das hingegen anders. Seiner Meinung nach sollte die Auszeichnung "an den besten Fußballer der Welt gehen" und "nicht an einen Spieler gehen, der 80 Tore geschossen hat", sagte er ebenfalls in besagtem Interview mit Movistar. Eine klare Spitze gegen Kane, der in der vergangenen Spielzeit auf 73 Treffer gekommen war.

Eberl bezog Stellung zu den Aussagen und konterte eiskalt: "Es muss Wahlkampf gemacht werden. Am besten sind die Spieler, die keinen Wahlkampf brauchen." Kane, ebenfalls nach Abpfiff auf die Thematik angesprochen, bestätigte Eberls Worte mit einer nüchternen Antwort. "Jeder hat das Recht, so zu sprechen, wie er möchte. Ihr kennt mich, ich lasse lieber meine Leistung auf dem Platz für mich sprechen", sagte der Engländer.

Sogar Union Berlin hatte auf die Aussagen von Yamal reagiert. In einem launigen Social-Media-Post schrieben die Eisernen: "Hätte dieser 19-jährige Lausbub aus Barcelona nicht einfach seinen Mund halten können? Kane und Olise sind heute richtig on fire und beweisen, dass sie Ballon d'Or-Material sind."

FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN MUNICH-UNION BERLINGetty Images
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