GFX Neymar Lok MoskauGetty/Goal

Warum Lok Moskau einst Neymar nicht wollte


HINTERGRUND

222 Millionen Euro. Diese unfassbare Summe überwies der französische Spitzenklub Paris Saint-Germain im Sommer 2017 an den FC Barcelona, um den brasilianischen Superstar Neymar von den Katalanen loseisen zu können. Dort spielte er bereits seit 2013, es war seine erste Station in Europa. 

Auch Barca nahm für den Offensivkünstler schon reichlich Geld in die Hand, fast 90 Millionen Euro flossen an dessen Heimatverein FC Santos. Dabei hätte er seinen Jugendklub einige Jahre vorher fast schon verlassen - für einen Bruchteil der Summe.

Es war das Jahr 2008, als Neymar mit Santos am Mediterranean Cup teilnahm. Dort erreichten die Kicker aus der Hafenstadt in der Nähe Sao Paulos das Finale. Der Gegner dort war Lok Moskau, denen Neymar während des Turniers ins Auge stach.

Lok Moskau hätte Neymar für rund zwölf Millionen Euro kaufen können

"Wir haben uns Gedanken gemacht, ob es es wert wäre, ihn zu kaufen", verriet der damalige Lok-Präsident Nikolai Naumov dem Sport-Express einige Zeit später. "Wir waren an einem Kauf interessiert, unsere Scouts haben ihn beobachtet", fuhr er fort.

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Laut dem Moskauer Verantwortlichen lag die Santos-Forderung damals bei "etwas um 10 Millionen Euro herum. Ja, ein Dutzend muss es gewesen sein". Dennoch entschied man sich letztlich dagegen - gleich aus mehreren Gründen.

Lok-Talent "spielte genauso gut wie Neymar"

Ein Kontra-Argument war die große Ungewissheit, ob Neymar in Russland einschlagen würde. "Erstmal war er zu jung. Zweitens war nicht klar, wie er in Russland zurechtkommen würde. Er war so fragil, so ein kleiner Kerl. Deshalb haben wir uns zurückgezogen", erklärte Naumov.

Doch es gab noch einen weiteren Grund. Mit Alan Gatagov hatte man einen Spieler in den eigenen Reihen, der "genauso gut wie Neymar spielte". Folglich setzte man die Hoffnungen in ihn und ging das Millionenrisiko nicht ein - Neymar wäre zu diesem Zeitpunkt ohne Profieinsatz der teuerste Spieler der Klubgeschichte gewesen.

Während Neymar mittlerweile einige Titel in Europa einheimste und mit PSG nach seinem zweiten Triumph in der Champions League lechzt, hat Gatagov bereits vor drei Jahren seine Karriere beendet, nachdem er zuvor in Kasachstan und Estland aktiv war. 

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