Um Rodri von Manchester City loszueisen und unter Vertrag zu nehmen, muss sich der FC Barcelona offenbar mächtig strecken. Das Gesamtpaket soll sich auf eine unfassbare Summe belaufen. Wie aus einer Rechnung der spanischen Zeitung as hervorgeht, würde der spanische Welt- und Europameister die Katalanen insgesamt stolze 210 Millionen Euro kosten. Die Summe kommt durch Ablöse, Beraterprovision, Gehalt und Prämien zustande.
Das Blatt geht dabei von einer 80 Millionen Euro schweren Ablösesumme aus, die ManCity übereinstimmenden Medienberichten zufolge mindestens für Rodri fordern soll. Dem Vernehmen nach hatten die Skyblues auch die jüngste Barca-Offerte abgelehnt, die bei 64 Millionen Euro gelegen haben soll.
Rodris Gehaltsvorstellungen würden hingegen bei mindestens 15 Millionen Euro netto plus Prämien liegen. Unterschreibt der 30-Jährige also einen Vierjahresvertrag, was angesichts seines Standings trotz seines fortgeschrittenes Alters üblich in der Branche wäre, würden also über 60 Millionen Euro obendrauf kommen. Die restliche Diskrepanz zu den angeblichen 210 Millionen wird in dem Bericht nicht genauer aufgedröselt.
Neben Rodri buhlt Barca dem Vernehmen nach auch weiterhin um die Dienste von Julian Alvarez, für den Atletico Madrid 150 Millionen Euro fordern soll. Dementsprechend drängt sich die Frage auf, wie sich der seit Jahren hochverschuldete Verein derartige Ausgaben überhaupt leisten kann.
Woher hat Barca das viele Geld?
Zum einen könnte mit Rodris Ankunft der erneut verletzte Frenkie de Jong das Weite suchen. Ferran Torres steht indes vor einem Wechsel zu PSG. Zum anderen haben in Robert Lewandowski und Marcus Rashford zwei Großverdiener die Blaugrana verlassen.




Auch hilft Barca die Rückkehr zur 1:1-Regel. Jene besagt, dass jeder Euro, der dem Verein zufließt, reinvestiert werden kann. Zuvor durfte nur ein Teil der Einnahmen wieder für Transfers verwendet werden, weil mit dem Rest überhöhte Gehaltskosten und anderweitige Schulden beglichen werden mussten.
Außerdem spült das Camp Nou bald wieder deutlich mehr Geld in die Kassen. Die Renovierung soll Ende 2026 oder Anfang 2027 endgültig fertiggestellt werden. Folglich kann mit deutlich mehr Ticketeinnahmen gerechnet werden. Der Verkauf von VIP-Sitzen, wovon es nun deutlich mehr gibt, bringt weitere Millionen ein.
Getty ImagesDarüber hinaus bleibt das umstrittene Geschäftsmodell auf Pump weiterhin bestehen. Im Juli verkündete der Verein, dass er sich erneut 105 Millionen Euro von Investoren geliehen hat.
Etwaige Anleihen sind für Barca längst keine Seltenheit mehr. Gleichwohl ist der Kredit freilich mit Zinsen verbunden. Zurückgezahlt werden muss das Geld bis Oktober 2036. Bis dahin fließen jedes Jahr 5,14 Prozent Zinsen an die Investoren, größtenteils aus den USA. Umgerechnet also jährlich über fünf Millionen Euro.
