Der FSV Mainz 05 wird sich offenbar unabhängig vom Ausgang des DFB-Pokal-Spiels gegen den VfL Bochum von Trainer Jan-Moritz Lichte trennen. Das berichtet die Bild-Zeitung am Montag. Einen Kandidaten für die Nachfolge nennt das Blatt nicht.
Demnach sei die Entscheidung über die Trainer-Zukunft in Mainz schon nach dem schwachen Auftritt der Rheinhessen beim 0:1 gegen Werder Bremen gefallen. Der ursprünglich als Co-Trainer vorgesehene Lichte hatte im September Achim Beierlorzer als Cheftrainer beerbt, seitdem jedoch mit den Mainzern nur sechs Punkte aus elf Spielen geholt.
Jan-Moritz Lichte soll wohl entweder wieder Co-Trainer werden oder Mainz 05 verlassen
Damit liegen die Nullfünfer nur zwei Punkte vor Schlusslicht Schalke 04 und sind wieder einmal akut abstiegsgefährdet. In der Bild kündigte Vorstandschef Stefan Hoffmann "einschneidende Maßnahmen" nach dem Pokalspiel gegen Bochum am Mittwoch an: "Danach kommt alles auf den Tisch, wird es klare Entscheidungen geben - so kann es sicher nicht weitergehen, wir werden nicht tatenlos zuschauen, sondern versuchen, noch einmal alles für den Ligaverbleib zu mobilisieren."
Lichte soll nach Angaben der Bild nach dem Spiel am Mittwoch entweder wieder zum Co-Trainer degradiert werden oder den Klub gänzlich verlassen. Bevor er bei den Rheinhessen als Co-Trainer unter Beierlorzer angeheuert hatte, war er Leiter der Nachwuchsabteilung von Hannover 96.
Im Zuge der sportlichen Talfahrt und dem gescheiterten Trainer-Experiment mit Lichte soll auch der Stuhl von Sportvorstand Rouven Schröder (45) wackeln. "Das ist sehr frustrierend und enttäuschend", sagte Schröder noch nach der Pleite gegen Werder Bremen am Wochenende: "Das gilt es klar anzusprechen und aufzuarbeiten, denn in der Form wird es in der Bundesliga sehr schwer."


