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Louis van Gaal adelt Thomas Müller

(eln) München. Bemerkenswert, dass Louis van Gaal dabei nicht Mark van Bommel, den Kapitän des FC Bayern München, meinte. Nein, das Extra-Lob galt Angreifer Thomas Müller, der die Bayern beim Champions League-Auftakt gegen den AS Rom (2:0) mit seinem erlösenden Führungstreffer auf die Siegerstraße gebracht hatte. Nach Vorlage von Daniel van Buyten hatte Müller von rechts mit wunderbarem Außenrist-Schuss ins lange Eck getroffen.

Van Gaal: Müller ist immer da“

„Thomas ist der Chef, ich bin nicht mehr der Chef“, sagte van Gaal im Journalistengespräch nach der Partie augenzwinkernd in Bezug auf Müllers Auswechslung kurz vor Spielende - um die der nach seinem unermüdlichen Einsatz erschöpfte WM-Torschützenkönig offenbar selbst gebeten hatte. „Wir können immer ein Tor von Müller erwarten. Er ist immer da, das ist es, (...) warum er immer spielt“, ergänzte van Gaal seine Lobeshymne auf den 21-Jährigen.  Und wenn Müller ausgewechselt werden wolle, nehme er ihn eben raus, so der Coach lapidar.

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FC Bayern zweieinhalb Spiele lang ohne Torerfolg

Für den FC Bayern kam Müllers 1:0 in der 79. Minute einem kleinen Befreiuungsschlag gleich, nachdem der Mannschaft in den vergangenen Bundesliga-Spielen beim 1. FC Kaiserslautern (0:2) und gegen Werder Bremen (0:0) jeweils kein eigener Treffer gelungen war. Dank Müller sowie des zweiten Treffers durch Miroslav Klose (83. Minute) gelang dem Vorjahresfinalisten schließlich doch noch ein erfolgreicher Start in die neue Champions League-Saison, nachdem das Defensiv-Bollwerk der Römer lange Zeit unüberwindlich schien.

So schnell ändern sich die Zeiten, auch für Müller: Noch bei der Niederlage in Kaiserslautern, als der Shootingstar der letzten Saison beim Stande von 0:0 eine Großchance vergeben und seine mitgelaufenen Mitspieler übersehen hatte, wurde er von van Gaal im Fernsehinterview bei Sky für seine fehlende Orientierung kritisiert.
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