Wie die Bild berichtet, hätten sich die BVB-Bosse durchaus kontrovers über eine mögliche zweite Rückholaktion Sanchos unterhalten. Bedarf für die Offensive bestand ja in diesem Sommer, zuletzt nach der schweren Verletzung von Giannis Konstantelias, der nach seinem gegen den HSV erlittenen Kreuzbandriss viele Monate fehlen wird. Der Grieche wurde jedoch durch Ethan Nwaneri - auf Leihbasis vom FC Arsenal geholt - ersetzt.
Der Zusammenbruch von Konstantinos Karetsas beim Champions-League-Auftakt gegen den FC Villarreal am Dienstag tauchte unwillkürlich die Frage auf: Wer würde den zweiten jungen Griechen ersetzen, sollte er wie Konstantelias eine Zwangspause einlegen müssen.
Getty ImagesZweite Rückholaktion von Jadon Sancho?
Und genauso unwillkürlich muss man im BVB-Kosmos an Sancho denken, der einst in Dortmund seinen Durchbruch vom Mega-Talent zum 85-Millionen-Euro-Transfer in die Premier League feierte. Der Kontakt riss nie ganz ab und so kehrte Sancho Anfang 2024 für ein halbes Jahr zum BVB zurück und half mit, ins Finale der Champions League einzuziehen.
Könnte nicht auch eine zweite Rückholaktion klappen? Vorteil: Sancho, immer noch erst 26 Jahre jung, ist derzeit vereinslos und demzufolge ablösefrei zu bekommen.
Doch offenbar, so die Bild, überwogen in den Überlegungen der BVB-Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Lars Ricken, Sportdirektor Ole Book, Geschäftsführer Carsten Cramer, Präsident Hans-Joachim Watzke und Berater Matthias Sammer die Nachteile in Bezug auf den 23-maligen englischen Nationalspieler.
Getty ImagesJadon Sancho: Stagnation seit Dortmund-Abschied
Sanchos Karriere stagniert seit seinem ersten Abschied aus Dortmund. Bei Manchester United konnte er sich nie nachhaltig durchsetzen. Dreimal wurde er von den Red Devils verliehen, doch die Abnehmer, neben dem BVB noch der FC Chelsea und Aston Villa, konnten oder wollten Sancho nicht behalten.
Seine sportlichen Leistungen oder die finanziellen Rahmenbedingungen oder beides zusammen überzeugten einfach nicht. Zudem bestehen Zweifel an Sanchos Professionalität und Disziplin.
Diese Abwägung soll dazu geführt haben, dass man intern beim BVB eine Entscheidung getroffen und das Thema Jadon Sancho ein für allemal ad acta gelegt hat.
Sancho kam im Sommer 2017 als 17-Jähriger aus der Jugend von Manchester City zum BVB. Dort nahm der Flügelspieler einen steilen Aufstieg, verzeichnete überragende 53 Tore und 67 Assists in 158 Pflichtspielen und wurde mit Dortmund 2021 Pokalsieger. In England wurde er den hohen Erwartungen bislang nicht gerecht. Seit dem 1. Juli ist er vereinslos, nachdem sein Vertrag bei Manchester United ausgelaufen war.



