Rassige Zweikämpfe, umstrittene Elfmeter und ein verdienter Sieger im 110. Nordderby: Tabellenführer Werder Bremen hat das umkämpfte Spitzenspiel beim Erzrivalen Hamburger SV für sich entschieden und einen großen Schritt im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga gemacht. Das Team von Trainer Ole Werner setzte sich im Volksparkstadion 3:2 (1:0) durch und distanzierte den direkten Konkurrenten am 24. Spieltag vorerst um vier Punkte.
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Marvin Ducksch (10., 76.) und Niclas Füllkrug (51.) sorgten vor 25.000 Fans im Volksparkstadion für die Entscheidung zugunsten der Gäste. Die ersten beiden Treffer erzielten Werders Torjäger per umstrittener Handelfmeter, die Schiedsrichter Daniel Siebert nach Ansicht der Videobilder gab.
Die HSV-Treffer von Jonas Meffert (46.) und Robert Glatzel (80.) verhinderten Werders achten Sieg im neunten Spiel unter Trainer Ole Werner nicht. Bremen liegt mit 45 Punkten vor Darmstadt 98 und dem FC St. Pauli (beide 44), der HSV ist Vierter vor Schalke 04 (beide 41).
Werder Bremen bezwingt den HSV im Nord-Derby: GOAL liefert Euch alle Infos zum Spiel im TICKER zum Nachlesen
HSV (Hamburger SV) vs. Werder Bremen heute live im TICKER: Das Derby im Überblick
Hamburger SV - Werder Bremen | Endstand: 2:3 |
Tore | 0:1 Ducksch (10., Elfmeter), 1:1 Meffert (46.), 1:2 Füllkrug (51., Elfmeter), 1:3 Ducksch (76.), 2:3 Glatzel (80.) |
Aufstellung HSV | Heuer Fernandes - Muheim (81. Wintzheimer), Vuskovic, Schonlau, Heyer (82. Vagnoman) - Meffert, Reis (72. Kinsombi) - Alidou (46. Chakvetadze), Kittel, Jatta - Glatzel |
Aufstellung Werder | Pavlenka - Veljkovic, Toprak, Friedl - Weiser (90.+1 Agu), Gross, Bittencourt (71. Rapp), Jung - Schmid - Ducksch (83. Dinkci), Füllkrug |
Gelbe Karten | Schmid (Werder, 45.), Jatta (HSV, 51.), Heyer (HSV, 61.) |
Fazit | Somit gewinnt der SV Werder Bremen das Nordduell beim Hamburger SV mit 3:2. Mit Blick auf die erste Hälfte und angesichts der viel besseren Torchancen ist der Gästesieg sicherlich nicht unverdient. Die Grün-Weißen hätten bereits zur Pause viel klarer führen können. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der HSV, stellte neben dem ohnehin schon vorhandenen Ballbesitz nun auch mehr in Richtung Tor auf die Beine. An die Durchschlagskraft des Gegners aber kamen die Rothosen kaum heran. Dennoch gelang unmittelbar nach Wiederbeginn der Ausgleich. Doch die Bremer Antwort folgte beinahe auf dem Fuß. Natürlich hatte Werder heute auch etwas Glück mit den zwei Handelfmetern nach VAR-Eingriff, doch darüber hinaus war das Team von Ole Werner die gefährlichere Mannschaft.
ABPFIFF | HSV vs. Werder Bremen heute live im TICKER | Endstand: 2:3
90.+7. | Dann beendet Schiedsrichter Daniel Siebert das Treiben auf dem Platz.
90.+6. | Noch eine Flanke segelt in den Bremer Strafraum. Robert Glatzel holt sich den Kopfball und fordert Jiri Pavlenka zu einer weiteren Flugeinlage heraus. Mit beiden Fäusten befördert der Keeper die Kugel aus der Gefahrenzone.
90.+5. | In der gegnerischen Hälfte schaltet sich Daniel Heuer Fernandes in den Spielaufbau ein, spielt einen starken Steilpass rechts in der Box auf Sonny Kittel. Dieser passt in die Mitte. Und Manuel Wintzheimer stochert die Kugel ins Tor. Anerkennung findet der Treffer nicht, Kittel stand bereist knapp im Abseits.
90.+3. | Dauerhaft hält sich der HSV in der gegnerischen Hälfte auf. Doch da ist nicht genug Zug drin. In den Sechzehner schafft man es zu selten. Und gefährliche Schüsse sind erst recht rar gesät.
90.+1. | Bei den Gästen macht Mitchell Weiser Feierabend. Dafür soll nun Felix Agu helfen, die knappe Führung zu verteidigen. Damit schöpft Ole Werner seine Wechselmöglichkeiten aus.
90. | Soeben läuft die reguläre Spielzeit ab. Dem HSV werden sechs Minuten Gnadenfrist eingeräumt.
89. | Aus Nähe des linken Strafraumecks zieht Giorgi Chakvetadze ab. Der Rechtsschuss fliegt nicht platziert genug aufs lange Eck zu. Jiri Pavlenka ist zur Stelle und hält den Ball sicher.
87. | Vielleicht ergibt sich etwas über eien Standardsituation. Bakery Jatta tritt eine Hamburger Ecke vond er rechten Seite. Diese beschwört allerdings keine Gefahr herauf.
85. | Noch brennen die Rothosen hier kein Feuerwerk ab. Worauf wartet der HSV? Die Hausherren sollten alles nach vorn werfen. Werde rmacht jetzt natürlich auch die Räume dicht.
83. | Aufseiten der Gäste hat Marvin Ducksch sein Tagwerk nach zwei Toren verrichtet. Dafür bestreitet Eren Dinkci die Schlussphase.
82. | Ferner räumt Moritz Heyer das Feld zugunsten von Josha Vagnoman.
81. | Plötzlich scheint doch noch etwas drin zu sein für den HSV. Tim Walter bringt frische Kräfte. Für Miro Muheim spielt fortan Manuel Wintzheimer.
80. | Tooooor! HAMBURGER SV - SV Werder Bremen 2:3. Auf der rechten Seite schieben sich Bakery Jatta und David Kinsombi die Kugel zu. Letzterer dreht sich dann, spielt den Ball flach und scharf in die Mitte. Dort reagiert Robert Glatzel schneller als Anthony Jungs, stellt den linken Fuß rein und drückt die Pille aus etwa vier Metern ins rechte Eck. Für den Stürmer ist das der 15. Saisontreffer.
80. Minute | TOOOOOOOOOOOOOOR für den HSV! Glatzel zum 2:3
76. | Tooooor! Hamburger SV - SV WERDER BREMEN 1:3. Im Vorwärtsgang bleibt Bakery Jatta noch in der Hamburger Hälfte an Marvin Ducksch hängen. Dieser wartet dann auf die nachrückenden Mitspieler, bedient auf links Romano Schmid. Nach dessen Hereingabe behält Nicolai Rapp die Übersicht, legt zurück an die Strafraumgrenze. Dort taucht Ducksch auf und schießt mit der rechten Innenseite sehr präzise unten ins linke Eck.
76. Minute | TOOOOOOOOOOOOOOR für Werder! Ducksch trifft per zum 1:3
74. | Naturgemäß erlangt der HSV jetzt noch größere Feldvorteile. Dabei gehen die Gastgeber jetzt auch stringenter zu Werke. So tut sich etwas mehr in Richtung Tor. Noch aber ist das nicht genug.
72. | Bei den Hausherren wird Ludovit Reis durch David Kinsombi ersetzt.
71. | Dann wird getauscht. Aufseiten der Gäste verlässt Leonardo Bittencourt den Rasen, den dafür Nicolai Rapp betritt.
69. | Rechts im Sechzehner zieht Moritz Heyer ab. Den Linksschuss aufs lange Eck faustet Jiri Pavlenka nach einer schönen Flugeinlage zur Seite weg.
66. | Der HSV hat seit Wiederbeginn schon genauso häufig aufs Tor geschossen wie im gesam ten ersten Durchgang. Allein das deutet bereits auf eine Leistungssteigerung hin. Noch ist für die Hausherren nichts verloren.
64. | Bakery Jatta bringt einen langen Ball gut unter Kontrolle und legt klug zurück. Halbrechts von der Strafraumgrenze feuert Robert Glatzel mit dem rechten Fuß. Den Flachschuss aufs kurze Eck hält Jiri Pavlenka sicher.
61. | Wegen eines Fouls an Romano Schmid holt sich Moritz Heyer seine fünfte Gelbe Karte ab und wird am kommenden Spieltag gesperrt fehlen.
59. | Offenbar sind zu deftige Worte von der Hamburger Bank in Richtung der Ohren von Daniel Siebert vorgedrungen. Oder der vierte Offizielle hat ihm etwas gesteckt. In jedem Fall zeigt der Unparteiische vor der Gästebank die Gelbe Karte.
58. | Aus der zweiten Reihe zieht Marvin Ducksch mit dem rechten Fuß ab. Der Ball springt links am Gehäuse von Daniel Heuer Fernandes vorbei.
56. | Eine direkte Antwort kann der HSV nicht auf die Beine stellen. So beruhigt sich das Geschehen erst einmal. Das dürfte ganz nach dem Geschmack von Werder sein.
53. | Kaum war dem HSV der Ausgleich gelungen, laufen die Rothosen nun wieder hinterher. Mit dem Erfolgserlebnis im Sinn sollte es den Hamburgern nun aber doch flüssiger von der Hand gehen. Die Jungs von Tim Walter wissen doch jetzt, wo das Tor steht.
51. | Tooooor! Hamburger SV - SV WERDER BREMEN 1:2. Diesmal tritt Niclas Füllkrug zum Handelfmeter an und verwandelt genauso souverän wie der Kollege Marvin Ducksch zu Beginn der Partie. Während Daniel Heuer Fernandes auf die rechte Seite unterwegs ist, fliegt der Ball ins linke Eck. Für den Stürmer bedeutet das den elften Saisontreffer.
51. Minute | TOOOOOOOOOOOOOOR für Werder! Füllkrug trifft per Elfmeter zum 1:2
51. | Bakery Jatta kassiert für das Handspiel seine zweite Gelbe Karte der Saison.
50. | Schon wieder muss ein VAR-Entscheid her. Bakery Jatta bekommt einen Schussversuch von Mitchell Weiser im Strafraum an die Hand. Daniel Sieber geht raus an den Monitor. Bei seiner Rückkehr deutet der Referee auf den Punkt. WIeder Handelfmeter für Werder!
47. | In der Tat befindet sich der linke Fuß von Mitchell Weiser näher zum Tor. Und da Sonny Kittel zwischendurch den Ball nicht noch berührt, ist alles sauber. Der erste Saisontreffer von Jonas Meffert findet Anerkennung.
46. | Tooooor! HAMBURGER SV - SV Werder Bremen 1:1. Noch ist keine Minute gespielt, da liegt der Ball im Bremer Tor. Jonas Meffert steht nach einem abgefälschten Schussversuch von Robert Glatzel goldrichtig und schiebt die Kugel aus kurzer Distanz ins rechte Eck. Jubel mag zunächst nicht aufkommen. Aller vermuten eine klare Abseitsposition. Die ist es aber nicht, es folgt eine Überprüfung.
46. Minute | TOOOOOOOOOOOOOOR für den HSV! Meffert zum 1:1
46. | Ohne personelle Veränderungen schickt Ole Werner seine Mannschaft in den zweiten Spielabschnitt.
46. | Jetzt rollt der Ball wieder im Volksparkstadion.
46. | Tim Walter wechselt zur Pause. Faride Alidou bleibt in der Kabine. Dafür spielt fortan Giorgi Chakvetadze.
ANPFIFF 2. HALBZEIT | HSV vs. Werder Bremen heute live im TICKER | Pausenstand: 0:1
Halbzeit | Nach 45 Minuten liegt der Hamburger SV im Nordduell gegen den SV Werder Bremen mit 0:1 zurück. Vor 25.000 Zuschauern im Volksparkstadion verdienten sich die Gäste die Führung durch ihre um so vieles größere Zielstrebigkeit. Natürlich hatte die Mannschaft von Ole Werner Glück mit der etwas umstrittenen Handelfmeterentscheidung. Darüber hinaus jedoch strahlten beinahe nur die Grün-Weißen bisher Gefahr aus. Dagegen verbuchte der HSV einzig die größeren Spielanteile für sich. Doch damit wussten die Hausherren kaum etwas anzufangen. Zwei kümmerliche Torschüsse und ein richtigerweise wegen eines Fouls abgepfiffenes Tor kamen zu Stande. Das ist zu wenig, da muss von den Rothosen nach der Pause mehr kommen.
HALBZEIT | HSV vs. Werder Bremen heute live im TICKER | Pausenstand: 0:1
45.+4 |
Dann bittet Schiedsrichter Daniel Siebert die Akteure erst einmal zur Pause in die Kabinen.
45.+1 | Soeben ist die reguläre Spielzeit des ersten Durchgangs abgelaufen. Drei Minuten soll es noch obendrauf geben.
44. Minute | Nach einem Einwurf auf der rechten Seite bekommt Bakery Jatta den Ball von Sonny Kittel zurück, bringt die Kugel flach in die Mitte. Im Torraum rutscht Robert Glatzel in die Hereingabe und lenkt das Spielgerät am langen Eck vorbei.
42. Minute | Nach einem Zuspiel von Marvin Ducksch schlägt Mitchell Weiser halbrechts an der Strafraumgrenze noch einen Haken zur Mitte, lässt Miro Muheim mühelos stehen und schießt mit dem linken Fuß am kurzen Eck vorbei.
39. Minute | Jetzt ist der HSV mal im Pressing erfolgreich, erobert den Ball, doch dann geht es erst einmal hintenrum. So können sich die Gäste stellen - in Erwartung des nächsten zaghaften Hamburger Vorwärtsdringens.
37. Minute | Einmal mehr bleibt ein HSV-Angriff stecken, weil die Akteure nicht gut abgestimmt erscheinen. Die Rothosen kommen einfach nicht durch. Werder arbeitet defensiv überragend, lässt hier gar nicht zu.
35. Minute | Inzwischen kann der HSV von Glück sagen, dass es nur 0:1 steht - bei diesen prächtigen Gelegenheiten der Gäste. Dennoch sollten die Hausherren alsbald mehr mit dem Ball anfangen. Nach wie vor ist das ganz dünn, was die Hamburger spielerisch anbieten.
33. Minute | Durchs Zentrum zieht Marvin Ducksch jetzt selbst zum Tor, kommt im Sechzehner an und versucht den Heber mit dem linken Fuß. Den Braten riecht Daniel Heuer Fernandes und vereitelt damit die nächste Bremer Großchance.
Getty30. Minute | Jetzt geht Werder früh drauf. Links an der Seitenlinie fängt Anthony Jung einen Aufbaupass des Kontrahenten ab, spielt sofort nach vorn auf Marvin Ducksch. Der hat frei Bahn, zieht in den Strafraum und passt flach in die Mitte zu Leonardo Bittencourt. Aus etwa neun Metern schießt der direkt. Daniel Heuer Fernandes reagiert phänomenal. Da zuckt die Hand reflexartig nach oben. Welch eine sensationelle Parade!
27. Minute | Hamburg erlaubt sich viele Ungenauigkeiten. Dadurch bleiben die eigenen Angriffe immer wieder stecken und führen nicht zu einer Abschlusshandlung. Natürlich stört der Gegner auch immer wieder geschickt.
25. Minute | Am Ball ist der HSV häufiger. Auch das Zweikampfverhalten stimmt. Beides jedoch wissen die Rothosen noch nicht gewinnbringend einzusetzen. Lediglich ein Torschuss wurde bislang registriert. Da stellen die Gäste deutlich mehr auf die Beine und führen daher nicht unverdient.
23. Minute | Trotz der Führung bleiben die Bremer aktiv, starten immer wieder eigene Aktionen. Und da ist stets Zug drin, womit die Szenen viel mehr Gefahr versprechen. Jetzt bringt Christian Groß mit dem rechten Fuß einen Distanzschuss aus ziemlich zentraler Position an. Der Ball streicht knapp am linken Pfosten vorbei.
20. Minute | An der Seitenlinie winkt Tim Walter wiederholt ab. Der HSV-Trainer war natürlich auch schon mit der Handelfmeter-Entscheidung zuungunsten seiner Mannschaft nicht einverstanden und versteht die Welt nicht mehr.
19. Minute | Dann liegt der Ball doch tatsächlich im Bremer Tor. Allerdings meldet der Unparteiische Einwände an. Robert Glatzel soll nach der Flanke von der linken Seite mit beiden Händen gegen Ömer Toprak gestoßen haben. Inwieweit das so viel Intensität dabei ist, darüber lässt sich streiten. In jedem Fall hat der Stürmer seine Hände im Einsatz, womit das keine Fehlentscheidung ist. Die VAR-Kollegen von Siebert schreiten somit nicht ein. Es bleibt beim 0:1.
Getty18. Minute | Nach wie vor entwickeln die Gäste mehr Zielstrebigkeit. Jetzt taucht Niclas Füllkrug halblinks im Strafraum auf und fackelt nicht langer. Der flache Linksschuss rollt am langen Eck vorbei.
15. Minute | Die Hamburger bemühen sich also um eine Antwort. Viel mehr aber kommt fürs Erste nicht dabei heraus.
13. Minute | Jetzt erarbeiten sich die Hamburger ihren ersten Eckstoß.
10. Minute | Marvin Ducksch übernimmt die Verantwortung, verlädt Daniel Heuer Fernandes und schießt den Handelfmeter mit dem rechten Fuß überlegt ins rechte Eck. Für den Stürmer und Bremer Toptorschützen bedeutet das den 13. Saisontreffer.
10. Minute | TOOOOOOOOOOOOOOR für Werder! Ducksch trifft per Elfmeter zum 0:1
9. Minute | Natürlich wird das Abseitstor von Bittencourt überprüft. Dabei geht es dann aber noch um etwas anderes - ein Handspiel von Jonas Meffert im Strafraum. Daher dauert das ein Weilchen. Daniel Siebert wird an den Monitor gebeten. Als die Schiedsrichter zurückkehrt, gibt es Elfmeter.
7. Minute | Jetzt erarbeiten sich die Gäste den ersten Eckstoß dieser Begegnung. Nach der Hereingabe von Niclas Füllkrug haut Romano Schmid halbrechts in der Box am Ball vorbei. Danach findet Christian Groß mit einem Diagonalball Leonardo Bittencourt. Dieser köpft aus ganz kurzer Distanz ein, steht aber klar im Abseits.
5. Minute | Jetzt versuchen es auch die Hausherren mal etwas zielgerichteter. Über die linke Seite nähert man sich dem Sechzehner. Doch auch hier wir der Angriff nicht zu Ende gebracht. Es bleibt beisderseits bei Stückwerk.
3. Minute | Während der HSV eher darauf aus ist, am Ball Ruhe reinzubringen, gehen die Werderaner zielstrebiger zu Werke und verscuhen etwas zu kreieren. Allerdimgs führen Ungenauigkeiten dazu, dass sich bisher nichts Nennenswertes ergibt.
ANPFIFF | Los geht's, das Derby läuft!
Vor Beginn | Kurz vor Spielbeginn blicken wir auf das Unparteiischengespann. An der Pfeife agiert Daniel Siebert. Der 37-jährige FIFA-Referee kommt zu seinem 79. Einsatz im deutschen Fußball-Unterhaus. Zur Hand gehen ihm dabei die Assistenten Jan Seidel und Richard Hempel. Als vierter Offizieller fungiert Franz Bokop.
Vor Beginn | Übrigens ging die Hinrundenpartie vom 7. Spieltag mit 2:0 an den HSV. Es handelte sich um den ersten Vergleich überhaupt in der 2. Liga. In all den Jahren zuvor begegnete man sich überwiegend eine Etage höher - in Hamburg letztmals im September 2017 (0:0). Auch in der Spielzeit davor wurden die Punkte im Volkspark geteilt (2:2). Der letzte Hamburger Heimsieg geht auf April 2016 zurück (2:1). Bremen gelang der letzte Dreier beim ewigen Nordrivalen im September 2013 (2:0). Seither sind die Grün-Weißen beim HSV in vier Partien ohne Sieg.
Vor Beginn | Werder ist seit acht Pflichtspielen unbezwungen. Letztmals mit leeren Händen stand man Ende November in Kiel da (1:2). Seither bestritt man unter anderem vier Auswärtspartien, die allesamt gewonnen wurden - in Regensburg (3:2), Hannover (4:1), Paderborn (4:3) und Rostock (2:1).
Vor Beginn | Zu Hause hat der HSV in dieser Saison noch gar kein Pflichtspiel verloren, musste allerdings auch schon in sechs Fällen mit einem Zähler zufrieden sein. Saisonübergreifend ist man im Volksparkstadion seit 15 Partien ungeschlagen. Die letzte Niederlage auf heimischer Wiese setzte vor beinahe elf Monaten. Anfang April unterlagen die Hanseaten dem SV Darmstadt 98 mit 1:2.
Vor Beginn | Ein Remis würde dafür keinem genügen. Die Unentschieden-Könige aus Hamburg (11) sollten also voll punkten. Dabei bauen die Rothosen auf die mit Abstand beste Defensive der Liga. Mit 21 Gegentreffern kassierte der HSV zehn weniger als Werder. Das kompensieren die Grün-Weiß offensiv nur bedingt, haben lediglich zwei Tore mehr erzielt als die Hamburger. Interessanterweise trifft hier die zweitstärkste Heim- auf die zweitbeste Auswärtsmannschaft.
GettyVor Beginn | Das Nordduell der alten Bundesligarivalen ist in der Tat ein Spitzenspiel. Der Vierte empfängt den Dritten. Beide ringen um den Aufstieg und sind lediglich durch einen Punkt voneinander getrennt. Als zusätzlicher Anreiz gilt, dass der heutige Sieger die Tabellenspitze erklimmen wird.
Vor Beginn | Aufseiten der Gäste tauscht Ole Werner einen Spieler aus, setzt Nicolai Rapp auf die Bank, um Leonardo Bittencourt nach abgesessener Gelbsperre wieder in die Bremer Startelf beordern zu können.
Vor Beginn | Für den SV Werder Bremen stehen anfangs diese elf Akteure auf dem Rasen: Pavlenka - Veljkovic, Toprak, Friedl - Weiser, Groß, Jung, Bittencourt, Schmid - Füllkrug, Ducksch.
Vor Beginn | Verstärkt fällt in dieser Phase der Saison auf, dass die Trainer ihre Stammformation gefunden haben und dieser regelmäßig ihr Vertrauen schenken. Das gilt heute auch für Tim Walter, der sein Team um Vergleich zum letzten Punktspiel unverändert auf den Rasen schickt.
Vor Beginn | Gleich mit Beginn der Berichterstattung widmen wir uns den personellen Angelegenheiten des Nachmittags und dabei zuvorderst den beiderseitigen Mannschaftsaufstellungen. Der Hamburger SV geht die heutige Aufgabe in dieser Besetzung an: Heuer Fernandes - Heyer, Vuskovic, Schonlau, Muheim - Meffert, Reis, Kittel - Jatta, Glatzel, Alidou.
Vor Beginn | Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 24. Spieltages zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen.
HSV vs. Werder Bremen heute im LIVE-TICKER: Die Aufstellung
Das ist die Aufstellung des HSV:
Heuer Fernandes - Muheim, Vuskovic, Schonlau, Heyer - Meffert, Reis - Alidou, Kittel, Jatta - Glatzel
Bremen setzt auf folgende Aufstellung:
Pavlenka - Veljkovic, Toprak, Friedl - Weiser, Gross, Bittencourt, Jung - Schmid - Ducksch, Füllkrug
HSV (Hamburger SV) vs. Werder Bremen im LIVE-TICKER: Die Opta-Fakten vor dem Derby heute
- Der Hamburger SV trifft seit BL-Gründung zum 120. Mal in einem Pflichtspiel auf Werder Bremen, gegen keinen anderen Verein traten die Rothosen seitdem so oft an. Werder traf im Profifußball nur auf den FC Bayern noch öfter (124-mal) als auf den HSV.
- Werder Bremen feierte im Profifußball nur gegen den FC Schalke mehr Siege (47) als gegen den Hamburger SV (45). Die Rothosen kassierten nur gegen den FC Bayern mehr Niederlagen im Profifußball (74) als gegen Werder.
- Erstmals seit dem 27. Spieltag 2019/20 (damals Bielefeld als Erster gegen den HSV) kommt es wieder zum Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer (Werder Bremen) und dem Tabellenzweiten (Hamburger SV). Der Tabellenführer gewann nur eins dieser letzten 11 Duelle: (6U 4N): im Oktober 2019 siegte der HSV zu Hause mit 6-2 gegen den VfB Stuttgart.
- Der Hamburger SV verlor in der 2. Liga keins seiner sieben Duelle gegen den jeweiligen Tabellenführer (4S 3U). Innerhalb von fünf Spieltagen tritt der HSV zum dritten Mal gegen einen Tabellenführer an: am 20. Spieltag gab es zu Hause ein 2-1 gegen St. Pauli, am 21. Spieltag ein 5-0 beim SV Darmstadt.
- Der Hamburger SV verlor seit einem 1-2 gegen Darmstadt Anfang April 2021 keins seiner 15 Pflichtspiele zu Hause (8S 7U) – eine solche Serie war dem HSV zuvor in diesem Jahrtausend nur von Mai 2007 bis März 2008 gelungen (damals sogar 22 Heimspiele).
- Werder Bremen gewann zuletzt vier Liga-Auswärtsspiele in Folge – das ist eingestellter Vereinsrekord für Werder im Profifußball und war dem SVW zuvor nur 1981 in der 2. Liga Nord unter Otto Rehhagel gelungen. Genau wie jetzt unter Ole Werner waren es damals die ersten vier Gastspiele in Rehhagels Amtszeit.
- Ole Werner verlor keins der ersten acht Pflichtspiele seiner Amtszeit bei Werder Bremen (7S 1U) – nur Otto Rehhagel war im Profifußball zuvor bei Werder mit so vielen ungeschlagenen Spielen in eine Amtszeit gestartet, erst im 12. Spiel kassierte er damals die erste Niederlage (2-3 bei Fortuna Köln).
- Mit dem Hamburger SV (49.5 xG) und Werder Bremen (45.5 xG) treffen die beiden Teams aufeinander, die in dieser Zweitliga-Saison auf den höchsten Expected-Goals-Wert kommen. Werder hat zugleich den niedrigsten Expected-Goals-Against-Wert (26.1, HSV mit 33.6 auf Platz Acht).
- Mit Hamburgs Robert Glatzel (6) auf der einen und Bremens Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug (jeweils 5) auf der anderen Seite treffen die drei besten Torjäger dieser Zweitliga-Rückrunde aufeinander. Mit seinem fünften Rückrunden-Tor im sechsten Spiel gegen Ingolstadt egalisierte Füllkrug zuletzt bereits seine Ausbeute aus der gesamten Hinrunde (in 16 Spielen).
- Sonny Kittels sechs Torbeteiligungen in der Zweitliga-Rückrunde (3 Tore, 3 Assists) werden nur von Marvin Ducksch noch überboten (10). 17 Torbeteiligungen (7 Tore, 10 Assists) in einer Zweitliga-Saison überbot der Hamburger Kittel nur 2017/18 für den FC Ingolstadt (23).
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In der 2. Bundesliga wird heute der 24. Spieltag gespielt. In einem separaten Artikel auf unserer Seite erfahrt Ihr, wer das Derby HSV vs. Werder Bremen heute live im TV oder LIVE-STREAM überträgt.
Getty ImagesHSV vs. Werder Bremen heute live im TICKER: Der Vorbericht zum Nord-Derby
Einst ging es um die Qualifikation für das Endspiel um den UEFA-Cup, den Sprung ins DFB-Pokalfinale oder zumindest um einen Platz in der Champions League. Ein Spitzenspiel ist das 156. Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) auch mehr als ein Jahrzehnt später noch - allerdings lediglich in der 2. Bundesliga.
Was aber der ganz speziellen Rivalität überhaupt keinen Abbruch tut. "Für unsere Region ist es das wichtigste Spiel in dieser Saison", sagt Bremens Leiter Profifußball Clemens Fritz.
Und der Ex-Nationalspieler weiß, wovon er spricht. Der mittlerweile 41-Jährige stand selbst bei den legendären fünf Partien zwischen dem 22. April und 10. Mai 2009 auf dem Rasen, als der HSV auf drei verschiedenen Ebenen letztlich das Nachsehen hatte.
An diese denkwürdigen Begegnungen kann sich auch Werder-Trainer Ole Werner noch bestens erinnern, vor allem an die Emotionalität. "So gesehen ist es mein erstes richtiges Nordderby und eine Aufgabe, auf die ich mich extrem freue", sagte der Coach am Freitag.
Für den HSV war die Misserfolgsserie vor 13 Jahren ein schwarz-weiß-blaues Trauma, das aber mittlerweile überwunden ist. Der letzte Werder-Sieg im Volkspark ist jetzt mehr als acht Jahre her, und der verdiente 2:0-Sieg in der Vorrunde im Weserstadion beendete eine sportliche Derby-Durststrecke von fünf Jahren.
Dennoch sieht HSV-Coach Tim Walter die Gäste in einer leichten Favoritenrolle. "Werder hat mehr Bundesligaerfahrung und vielleicht ein bisschen mehr individuelle Klasse. Aber dem werden und müssen wir uns als Kollektiv entgegenstellen", äußerte der 46-Jährige.
Tatsächlich sind die Grün-Weißen längst in der neuen Liga angekommen und in der Tabelle am HSV vorbeigezogen. "Ole Werner holt nun das aus dem Kader heraus, was er individuell einfach hergibt", beschreibt HSV-Sportvorstand Jonas Boldt die derzeitige Situation am Osterdeich.
Sieben Siege, ein Unentschieden - der Nachfolger des mittlerweile wegen der Nutzung eines gefälschten Impfausweises zu einer Geldstrafe verurteilten Trainers Markus Anfang hat den Doublegewinner von 2004 wieder auf Kurs gebracht.
Das Ziel der sofortigen Bundesliga-Rückkehr ist somit wieder eine realistische Vorgabe. Aber kein Selbstläufer, wie der rivalisierende Rautenklub von der Elbe bekanntlich leidvoll erfahren musste. Dreimal nach dem Bundesliga-Abstieg 2018 reichte es nur zum undankbaren vierten Platz, die Enttäuschung der Fans war und ist groß.
Aber sie wird spätestens zum Saisonende wieder in Begeisterung umschlagen, daran glaubt zumindest Thomas Wüstefeld. Der noch neue HSV-Boss blickt dem Prestigeduell jedenfalls optimistisch entgegen: "Ich sehe den Teamgeist in der Mannschaft und die positive Stimmung."
Quelle: SID
HSV vs. Werder Bremen heute im LIVE-TICKER: Das Derby im Überblick
- Partie: Hamburger SV - Werder Bremen
- Anpfiff: Sonntag, 27. Februar, 13.30 Uhr
- Ort: Volksparkstadion (Hamburg)




