Der BVB könnte ziemlich gebeutelt aus der Länderspielpause gehen. Neben Nico Schlotterbeck droht nun auch noch der Ausfall von Julian Ryerson. Beim Spiel der norwegischen Nationalmannschaft gegen Wales (1:2) war der Arbeitstag des Rechtsverteidigers bereits nach rund einer Viertelstunde schon wieder beendet.
Ryerson hatte sich ohne sichtbare Gegnereinwirkung auf den Rasen gesetzt und wurde anschließend behandelt. Sein Ersatz, Marcus Pedersen, machte sich schon währenddessen bereit und wurde in Minute 16 für ihn eingewechselt. Über die Art und Schwere der Verletzung machte Norwegen oder der 28-Jährige selbst zunächst keine Angaben.
Durchaus brisant ist aber die Tatsache, dass Ryerson den Platz bereits am Sonntag beim Duell mit Portugal vorzeitig hatte verlassen müssen. Seinerzeit blieb eine Diagnose jedoch aus, ehe er gegen Wales wieder in der Startelf stand und offenbar nicht mehr über Schmerzen klagte.
Dementsprechend ist unklar, ob es sich bei der erneuten Verletzung um die selbe Verletzung handelt. Ebenso, ob Ryerson die vorzeitige Heimreise nach Dortmund antreten muss oder am Sonntag im Rückspiel gegen Portugal womöglich schon wieder auf dem Rasen steht.
Getty ImagesAbwehrsorgen beim BVB: Wer könnte Ryerson ersetzen?
Niko Kovac dürfte die Situation zumindest beunruhigen. Schließlich plagen den BVB-Coach aufgrund der Sprunggelenksverletzung von Schlotterbeck, die sich der Innenverteidiger vor wenigen Tagen im DFB-Training zugezogen hatte, ohnehin schon Abwehrsorgen. Einen Ausfall von Ryerson kann die Borussia aber noch schlechter kompensieren.
Schließlich ist der Norweger nach dem Sommer-Abgang von Yan Couto zu Como 1907 der einzige gelernte Rechtsverteidiger im aktuellen Kader. Die Verpflichtung eines Back-Ups blieb aus - wohl auch, weil sich der angebliche Wunschkandidat Hector Fort für einen Wechsel vom FC Barcelona zu Real Sociedad entschied.
In der laufenden Saison verpasste Ryerson noch kein einziges Pflichtspiel für die Schwarzgelben. In wettbewerbsübergreifend sieben Einsätzen steuerte Ryerson drei Vorlagen bei. Ersatzweise könnte Daniel Svensson von der linken auf die rechte Schiene rücken. Auch Maximilian Beier könnte aushelfen. Der gelernte Offensivspieler war in der jüngeren Vergangenheit aber ebenfalls eher anstelle von Svensson auf dem Platz gestanden, wenn er nicht im Angriff gebraucht wurde.
Nach der Länderspielpause hat Kovac jedenfalls nicht viel Zeit, um seine Mannschaft auf die nächste Aufgabe vorzubereiten. Bereits am Freitag wartet der SV Werder Bremen.

