Zum neuen Jahr tritt Jürgen Klopp seinen Job als "Head of Global Soccer" bei Red Bull an. Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hat nun Details zu den Verhandlungen verraten.
Getty Images Sport"War die einfachste Verhandlung": RB-Boss packt über Gespräche mit Jürgen Klopp aus
WAS WURDE GESAGT?
"In den letzten 20 Jahren habe ich im Fußball viele Verhandlungen erlebt, mitgestaltet und mitverhandelt. Ich muss sagen, als das Ja da war, war das die einfachste. Nicht, weil wir ihm ein unfassbar finanzielles Package geboten haben, im Gegenteil", sagte Mintzlaff bei "BILD SPORT" auf Welt TV und betonte: "Wir haben über das Finanzielle 20 Sekunden gesprochen, weil er gesagt hat, ich habe Bock auf die Aufgabe."
Der RB-Boss ergänzte: "Ich hoffe, dass er das jetzt nicht hört, weil dann denkt er, dass er und sein Berater schlecht verhandelt haben. Aber nein, finanziell ging das 20 Sekunden. Als das Ja da war, war das eine der einfachsten Verhandlungen, die ich in den 20 Jahren geführt habe.“
WAS IST DER HINTERGRUND?
Klopp hatte im Laufe der vergangenen Spielzeit überraschend seinen Abschied vom FC Liverpool zum Saisonende verkündet, um eine Pause einzulegen. Sein Engagement bei dem Brausehersteller glich einer noch größereren Überraschung.
Der Deal habe sich sich jedoch über Jahre angebahnt, so Mintzlaff: "Es hat lange gedauert. Es war ein sehr, sehr langer Prozess. Die erste Idee liegt mehr als zwei Jahre zurück, als ich mit Jürgen das erste Mal darüber gesprochen habe. Da hat er gesagt: Ich finde das klasse, ich finde das beeindruckend. Nicht nur, was im Fußball passiert, sondern auch in welchen Sportarten Red Bull sich engagiert, wie viel für den Nachwuchs getan wird."
Aufgrund der geteilten Begeisterung sei der Kontakt nie abgerissen. "Aber irgendwann hat er mir dann gesagt, ich verlängere in Liverpool und das war dann für mich natürlich eine gefühlte Enttäuschung, weil diese kleine Tür dann verschlossen war", sagte der 49-Jährige.
Als Klopp dann bei den Reds zurücktrat, kam es zu einem erneuten Treffen. Mintzlaff habe ihm von der "spannenden Aufgabe" erzählt. "Und dann hat er gesagt: 'Alles klar, machen wir.‘ Da musste ich mich selber ohrfeigen. Dann hat er zugesagt und ich habe schnell die Verträge aufgesetzt."
WUSSTEST DU DAS?
Klopp kümmert sich fortan im Hintergrund um die Vereine RB Leipzig (Deutschland), den New York Red Bulls (USA), Bragantino (Brasilien) und Omiya Ardija (Japan). Eine Minderheitsbeteiligung hat Red Bull außerdem bei Paris FC und Leeds United.
WIE GEHT ES WEITER?
Offiziell beginnt Klopps neuer Lebensabschnitt am 1. Januar. Die offizielle Vorstellung folgt im Rahmen einer Pressekonferenz am 14. Januar.
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