Der ehemalige deutsche Nationalspieler Kevin Behrens hat mit einem unfassbaren Ausraster während eines Testspiels des schweizer Erstligisten FC Lugano für einen Eklat gesorgt.
Getty ImagesUnglaublicher Eklat mitten im Spiel: Ehemaliger deutscher Nationalspieler attackiert und beschimpft eigenen Mitspieler
"Kleine Missgeburt!" Behrens sorgt für Eklat beim Testspiel
Bei einer Pressingsituation in der 72. Spielminute beim Freundschaftsspiel gegen Viktoria Pilsen brach der 34-Jährige seinen direkten Sprint auf den Innenverteidiger der Tschechen ab, lief im vollen Tempo auf Mitspieler Georgios Koutsias los und stieß diesen wutentbrannt zu Boden. Anschließend beschimpfte er ihn auch noch lautstark.
Auf den Aufnahmen des Livestreams ist zu hören, wie Behrens Koutsias als "kleine Missgeburt" bezeichnet und ihn auffordert, leise zu sein. Der FC Lugano verurteilte den Vorfall in einer Stellungnahme "in aller Deutlichkeit". Der Klub kündigte an, die Angelegenheit intern aufzuarbeiten und über eine mögliche Disziplinarmaßnahme zu entscheiden. Eine Reaktion von Behrens gab es zunächst nicht. Was genau zu Behrens Ausraster geführt hatte, ist noch unklar.
Getty ImagesBehrens sorgte schon beim VfL Wolfsburg für einen Skandal
Behrens war nach recht unerfolgreichen eineinhalb Jahren beim VfL Wolfsburg (32 Spiele, 2 Tore, 2 Vorlagen) im Sommer 2025 ablösefrei nach Lugano gewechselt und hatte dort durchaus zu überzeugen gewusst. In 23 Spielen erzielte er sechs Treffer und bereitete zudem zwei vor.
Schon bei den Wölfen hatte der einmalige deutsche Nationalspieler (Drei Minuten im Testspiel gegen Mexiko am 18.10.2023) für einen Skandal gesorgt. Gemeinsam mit der Mannschaft sollte er bei einer Veranstaltung Trikots signieren. Doch Behrens weigerte sich, das Sondertrikot in Regenbogenfarben zu signieren. "So eine schwule Scheiße unterschreibe ich nicht", soll er gesagt haben. Später entschuldigte er sich und kam mit einer Geldstrafe davon. Sein Ruf war jedoch anschließend ruiniert.
Kevin Behrens galt mal als Kultprofi
Dabei war Behrens besonders durch seine Zeit bei Union Berlin und seinen ungewöhnlichen Aufstieg über die Bremenliga in die Bundesliga fast schon eine Art Kultspieler geworden, spätestens als er zum Auftakt der Saison 2023/24 nach einem Dreierpack gegen Mainz 05 mit dem Rad nach Hause fuhr und dabei gefilmt wurde. Sein guter Saisonstart damals bei den Eisernen (4 Tore in den ersten zwei Spielen) bescherte ihm dann auch im Oktober seine erste und letzte iInladung von Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Behrens Vertrag in Lugano läuft noch bis 2027. Ob er nach seinem Ausraster und Angriff auf einen Mitspieler aber noch tragbar ist, wird der Klub entscheiden. Das Testspiel verlor Lugano zumindest mit 2:4.