Gianni Agnelli, der Besitzer von Juventus Turin und Boss des Automobil-Herstellers Fiat, war von Platinis Talent begeistert und wollte ihn unbedingt für seine Mannschaft haben. Juve dominierte zu der Zeit zwar in Italien, konnte aber außer dem UEFA-Pokal-Triumph 1977 keine europäischen Titel vorweisen. Juve-Präsident Giampiero Boniperti erfüllte Agnelli schließlich den Wunsch und holte Platini in eine Mannschaft, in der schon die polnische Legende Zbigniew Boniek und sechs italienische Weltmeister von 1982 versammelt waren: Dino Zoff, Claudio Gentile, Antonio Cabrini, Gaetano Scirea, Marco Tardelli und Paolo Rossi.
In Turin benötigte Platini einige Monate zur Eingewöhnung, doch dann entwickelte er sich zum Star des Teams. In seinen fünf Jahren bei Juventus gewann der Zehner zwei Scudetti, eine Coppa Italia, einen Europapokal, einen Interkontinentalpokal, einen Europapokal der Pokalsieger und einen UEFA-Supercup. Er bestritt 224 Spiele für die Bianconeri und erzielte dabei 104 Tore. Der Franzose war der Dreh- und Angelpunkt des Teams und hob es auf internationales Top-Niveau. Platini erzielte seine Tore für die Bianconeri auf jede erdenkliche Art und Weise: mit Freistößen, Elfmetern, Kopfbällen, mit dem rechten oder dem linken Fuß, mit Kraft oder mit Präzision.