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"Habe schon vor langer Zeit aufgegeben": Pep Guardiola äußert deutliche Kritik am englischen Fußball

Grund für Guardiolas Ärger ist die Ansetzung von Manchester Citys Spiel in der fünften FA-Cup-Runde gegen Newcastle United. Während der FC Liverpool bereits am Freitagabend gegen die Wolverhampton Wanderers (3:1) spielen durfte, wurde Citys Match auf Samstag 20 Uhr terminiert.

  • Dadurch bliebe seiner Mannschaft zu wenig Zeit, um sich für das wichtige Spiel in der Champions League gegen Real Madrid am kommenden Mittwoch zu regenerieren, argumentiert Guardiola, der dem englischen Verband vorwirft, nationale Pokalwettbewerbe gegenüber internationalen Wettbewerben höher zu werten.

    "Hier ist es für die englischen Mannschaften wichtiger, was im Carabao Cup passiert ist, als wie man in der Champions League abschneidet. Das war von Anfang an so. Es ist also keine Überraschung", sagte der Spanier auf einer Pressekonferenz vor der Partie. "Ich schenke dem keine große Beachtung. Ich habe schon vor langer Zeit aufgegeben. Als wir das Triple gewonnen haben, war es genau dasselbe."

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    Guardiola will keinen Protest einlegen

    Dagegen vorgehen wolle er nicht, auch weil die Erfolgsaussichten äußert gering seien. "Ich werde nicht anrufen, auch wenn ich weiß, dass viele meiner Kollegen das in den letzten zehn Jahren hier getan haben. Ich verlange nichts. Wenn wir um 20 Uhr spielen, spielen wir um 20 Uhr. Wenn wir abends spielen, können wir am Samstag reisen. Das ist der Vorteil. Der Nachteil ist, dass die Erholungszeit für Madrid kürzer ist."

    Während in anderen Ligen, etwa in Spanien oder Frankreich, Spiele teilweise verschoben werden, um Teilnehmern am internationalen Geschäft ausreichend Pausen zwischen ihren Matches zu gewähren, hält man in England am ohnehin schon straffen Zeitplan fest. Diesbezüglich verwies Guardiola auf das Spiel von Real Madrid gegen Celta Vigo, welches auf Freitagabend vorverlegt wurde.

Häufig gestellte Fragen

Pep Guardiola kam am 18. Januar 1971 zur Welt – in Santpedor, einem kleinen Ort in Katalonien. Nicht gerade ein Weltfußballzentrum, aber genau dort nahm alles seinen Anfang. Seit 2007 trägt sogar der örtliche Sportplatz seinen Namen. Das sagt einiges.

Ja, und zwar als Stratege auf dem Platz. Pep war kein Dribbler, kein Sprinter – er war das Gehirn im Mittelfeld. Als defensiver Spielmacher lenkte er das Spiel, las Situationen wie ein Schachmeister. Genau das hat ihn später auch als Trainer geprägt.

Sein Herzensklub war der FC Barcelona. Dort wurde er Teil des legendären "Dream Teams" unter Johan Cruyff. Später ging's noch nach Italien (Brescia, Roma), dann Katar und Mexiko – nicht die größten Stationen, aber alle hatten Einfluss auf seine Sicht aufs Spiel.

Die Liste ist lang – richtig lang. Zweimal das Triple (Barcelona & City), drei Champions-League-Titel, sechs Premier-League-Meisterschaften, unzählige nationale Pokale. Was ihn besonders macht: Er gewinnt nicht nur – er prägt das Spiel seiner Teams komplett um.

Dreimal. 2009 und 2011 mit Barca, dann 2023 mit Manchester City. Letzterer war vielleicht der wichtigste – nach zwölf Jahren Warten, viel Kritik und dem Etikett "kann's nur mit Messi". Da hat er einfach geantwortet: mit Pokal.

Wo soll man anfangen? Messi, Xavi, Iniesta. Dann Robben, Lewandowski, Lahm. Und in den letzten Jahren: De Bruyne, Haaland, Gündogan. Es ist eine Mischung aus Weltstars und Spielern, die unter ihm den nächsten Schritt gemacht haben. Genau das ist sein Ding.

Sein Vermögen liegt laut Schätzungen bei rund 80 Millionen Euro. Und sein Gehalt bei City? Zwischen 20 und 23 Millionen pro Jahr – plus Boni. Genauer weiß man’s natürlich nicht, aber eins ist klar: Pep gehört zu den absoluten Topverdienern im Fußballgeschäft.

Drei. Maria, Marius und Valentina. Sie wurden 2001, 2003 und 2008 geboren. Man sieht sie immer wieder bei Events an seiner Seite – ob bei Preisverleihungen oder Sportveranstaltungen. Die Familie hält sich sonst eher aus der Öffentlichkeit raus.

Cristina Serra ist seine Frau – sie kennen sich schon seit seiner Jugendzeit, haben 2014 geheiratet. Es gab zuletzt Spekulationen rund um eine Trennung, aber aktuelle gemeinsame Auftritte lassen das eher unwahrscheinlich erscheinen. Bestätigt ist davon jedenfalls nichts.

Dreimal, laut IFFHS: 2009, 2011 und 2023. In allen drei Jahren hat er mit seinem Klub die Champions League gewonnen – zwei Mal mit Barcelona, einmal mit City. Es sind genau diese Jahre, die auch seinen Ruf als Jahrhunderttrainer untermauern.

"Pep" – das ist keine Erfindung, sondern einfach die katalanische Kurzform von "Josep". So nennt ihn jeder: Medien, Spieler, Fans. Und obwohl’s ganz simpel klingt, ist der Name längst zu einer Art Marke geworden – man weiß sofort, wer gemeint ist.

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