Nils-Ole BookGetty

Großer Verlust und geringes Transferbudget! Verkaufsdruck beim BVB steigt - Ladenhüter werden zum Problem

Das schwache Abschneiden in der Champions League stellt den BVB offenbar vor große Probleme. Daher soll auch der Verkaufsdruck bei den Streichkandidaten steigen.

  • BVB: Drei Spieler stellen Book vor schwere Aufgabe

    Das frühe Aus in den Playoffs gegen Atalanta Bergamo hat zur Folge, dass Borussia Dortmund im laufenden Geschäftsjahr einen Verlust in Höhe von 27 Millionen Euro verkraften muss. Um wie geplant den Kader zu verjüngen und aufzuwerten, sollen Spielerverkäufe die geplanten Zugänge refinanzieren - zumal das Transferbudget derzeit bei "nur" 25 Millionen Euro liegen soll.

    Dabei rückt ein Trio in den Fokus, das laut der Bild-Zeitung keine Zukunft mehr im Verein hat und allen voran Sportdirektor Ole Book vor große Probleme stellen könnte.

    Die Rede ist von Yan Couto (23 Jahre alt) sowie den beiden verliehenen Flügelspielern Julien Duranville (19/FC Basel) und Cole Campbell (20/TSG Hoffenheim). Das Dreiergespann wird in dem Bericht zu einem "ungenutzten Kapital" in Höhe von 32 Millionen Euro umgerechnet. Allerdings sei es jeweils kein leichtes Unterfangen, einen Abnehmer zu finden. 

    Couto hat sich bislang als teures Missverständnis entpuppt, nachdem er 2024 für insgesamt 25 Millionen Euro an Leihgebühr und Ablöse von Manchester City zum BVB gewechselt war. Dazu gesellt sich ein jährliches Gehalt von fünf Millionen Euro bis 2030. Sowohl Spieler als auch Verein sollen mit der aktuellen Situation unzufrieden sein, heißt es bei der Bild-Zeitung. Es werde bereits über eine vorzeitige Trennung getuschelt. 

    Auch die Ruhr Nachrichten berichteten zuletzt von einer ungewissen Zukunft Coutos. Ein Verkauf würde jedoch aller Voraussicht nach mit einem gewaltigen Minusgeschäft einhergehen. Die Summe, die der BVB durch eine äußerst fragwürdige Kaufpflicht nach sieben Pflichtspielen und drei Startelfeinsätzen des Brasilianers auf den Tisch legte, werden die Dortmunder wohl kaum wieder einstreichen. Schließlich schaffte es der 23-Jährige nie zum Stammspieler und ist unter Trainer Niko Kovac aktuell sogar komplett außen vor. Dementsprechend gering ist das derzeitige Interesse von potenziellen Abnehmern. 

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  • Borussia Dortmund v FC Bayern München - BundesligaGetty Images Sport

    Werden Duranville und Campbell zu Ladenhütern?

    Ähnlich schwer vermittelbar sind Duranville und Campbell. Ersterer war 2023 für 8,5 Millionen Euro vom RSC Anderlecht ins Ruhrgebiet gewechselt, konnte sein zweifellos hohes Talent aufgrund mehrerer Verletzungen jedoch nie langfristig unter Beweis stellen. 

    Auch in Basel kann der junge Belgier sein Potenzial nicht abrufen. In elf Einsätzen seit seiner Ankunft im Winter sprangen lediglich zwei Torbeteiligungen heraus, zuletzt schmorte Duranville sogar zweimal über 90 Minuten auf der Bank. Bei einem Verkauf würde Dortmund obendrein nicht die komplette Summe einstreichen, da sich die Schweizer bei dem Leihgeschäft eine unübliche Klausel sicherten. Der FCB wird bei einer endgültigen Trennung beteiligt. 

    Dass die TSG Hoffenheim die vereinbarte Kaufoption in Höhe von zehn Millionen Euro für Campbell zieht, ist außerdem sehr unwahrscheinlich. Lediglich 25 Minuten stand der US-Amerikaner für die Kraichgauer auf dem Platz, der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wird. Zwar sei der Verein weiterhin von den Qualitäten des Flügelspielers überzeugt, eine Verpflichtung zu jenen Konditionen ist jedoch so gut wie ausgeschlossen. 

  • BVB muss gleich mehrere Baustellen schließen

    Sebastians Kehls Nachfolger Book und Geschäftsführer Lars Ricken müssen somit kreativ werden, um das dicke Minus einzudämmen. Gerüchten zufolge könnten auch Serhou Guirassy und Karim Adeyemi zu Geld gemacht werden, um das verhältnismäßig geringe Transferbudget aufzustocken. 

    Das Kapital wird nur schwer reichen, um die Baustellen in der Abwehr, im defensiven Mittelfeld und im Angriff zu schließen. Jeder Bereich soll dem Vernehmen nach verstärkt werden. Zudem müssten Guirassy und Adeyemi ohne größeren Qualitätsverlust ersetzt werden. 

    Im Falle eines Guirassy-Abgangs würde Fisnik Asllani in den Fokus rücken. Der 23-Jährige ist laut der Bild-Zeitung beim BVB "der heißeste Star auf der Liste". Der Vorteil: Book kennt den Kosovaren noch aus gemeinsamen Zeiten beim Zweitligisten SV Elversberg. Dazu stehen noch ein Innenverteidiger, ein Sechser und mindestens ein weiterer Kreativspieler, wie zum Beispiel Jadon Sancho, für den Angriff auf Dortmunds vermeintlicher Einkaufsliste.

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Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.