Im Angriff des BVB könnte sich im Sommer eine Menge tun. Vor allem, sollte Torjäger Serhou Guirassy den Tabellenzweiten der Bundesliga nach dieser Spielzeit verlassen. Bei seiner möglichen Nachfolge gibt es wohl auch Gedankenspiele um eine Rückholaktion von England-Legionär Nick Woltemade. Dies berichtet die Bild.
Getty ImagesFalls Serhou Guirassy geht: Spektakuläre BVB-Gerüchte um Nick Woltemade und einen Bundesligatorjäger
Bereits Ende vergangener Woche hieß es, Guirassy plane bei einem passenden Angebot trotz eines bis 2028 gültigen Vertrags seinen Abflug von Borussia Dortmund. Entsprechend rüsten sich die Schwarz-Gelben nun.
Man beobachte in diesem Zuge Woltemades Situation bei Newcastle United ganz genau. Der deutsche Nationalstürmer hat nach gutem Start auf der Insel mittlerweile Probleme und wird von Trainer Eddie Howe nur noch selten im Sturmzentrum eingesetzt. Angesichts der 95 Millionen Euro Ablöse, welche die Magpies 2025 an den VfB Stuttgart überwiesen sowie Woltemades langfristigen Vertrags (läuft bis 2031), sei aber einzig ein Leihgeschäft realistisch.
Allerdings denke der 24-Jährige derzeit nicht über einen vorzeitigen Abschied aus Newcastle nach. Stattdessen wolle Woltemade sich einzig auf Newcastle und die Weltmeisterschaft mit der deutschen Nationalelf im Sommer fokussieren.
Getty ImagesBVB: Transfer von Fisnik Asllani ist realistischer als der von Nick Woltemade
Der "heißeste Name", wenn es um eine mögliche Guirassy-Nachfolge zur neuen Spielzeit geht, soll laut des Berichts aber der von Fisnik Asllani von Dortmunds Bundesligarivale 1899 Hoffenheim sein.
Der 23-Jährige steht bei der TSG noch bis 2028 unter Vertrag, darf den Klub aber dank einer festgeschriebenen Ablösesumme im Sommer verlassen. Diese soll für den BVB 30 Millionen Euro betragen.
Asllani sammelte in dieser Saison bereits 16 Scorerpunkte in 27 Partien und weckte damit Begehrlichkeiten. Beim FC Barcelona wird er seit längerer Zeit gehandelt, ebenso sollen die englischen Erstligisten FC Chelsea und Tottenham Hotspur interessiert sein. Ein Verbleib in Hoffenheim sei allerdings auch "eine ernsthafte Option".
BVB-Boss Ole Book kennt Fisnik Asllani bestens
Womöglich hilft der Borussia bei ihrer Überzeugungsarbeit der gute Draht des neuen Sportdirektors Ole Book zu Asllani. Book holte den Angreifer in der vergangenen Spielzeit auf Leihbasis zur SV Elversberg, wo er in der 2. Bundesliga durchstartete.
Asllani selbst erklärte am Wochenende nach dem 1:2 der TSG gegen Mainz 05 zu den Spekulationen um seine Zukunft: "Das war letzte Saison genauso, als ich noch in Elversberg war, hat auch jeder geredet: 'Oh, wie geht es weiter?' Nächste Saison Vertrag, dies, das. Ich hab einfach gesagt: 'Lasst mich in Ruhe, lasst mich Fußball spielen, lasst mich Spaß haben.' Und genauso mache ich das dieses Jahr auch."
Er betonte, man werde "am Ende sehen, was passiert". Er könne "nur das beeinflussen, was auf dem Platz ist: Weiter meine Leistungen bringen, versuchen der Mannschaft zu helfen, ob es mit Toren, Vorlagen, was auch immer ist. Und was drumherum ist, das muss ich ehrlich sagen, interessiert mich nicht. Jeder redet und redet."
Die Rekordtransfers des BVB
- Ousmane Dembele: 2016 für 35,5 Millionen Euro von Stade Rennes
- Sebastien Haller: 2022 für 31 Millionen Euro von Ajax Amsterdam
- Mats Hummels: 2019 für 30,5 Millionen Euro vom FC Bayern
- Jobe Bellingham: 2025 für 30,5 Millionen Euro vom AFC Sunderland
- Jude Bellingham: 2020 für 30,15 Millionen Euro von Birmingham City