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Matthias Sammer 2025Getty Images

"Es war richtig, sich zu trennen": Matthias Sammer spricht Klartext zum BVB-Hammer um Sebastian Kehl

Matthias Sammer befürwortet, dass Sportdirektor Sebastian Kehl und Borussia Dortmund ab sofort getrennte Wege gehen. Der externe BVB-Berater kann die Trennung aus vielerlei Hinsicht nachvollziehen und nennt dabei pikante Details zum Verhältnis in der Vereinsführung. Außerdem ist er von Nachfolger Nils-Ole Book begeistert. 

  • Sammer nennt pikante Details zum Kehl-Aus

    "Ich glaube, dass es richtig war, sich zu trennen. Beide Parteien waren nicht mehr so nah beieinander. Dann ist es konsequent", sagte der 58-Jährige zunächst in der Sky-Sendung "Sammer & Basile - der Hagedorn-Talk" und deutete Spannungen zwischen den Verantwortlichen an: "Ich glaube - und das sage ich wirklich in respektvoller Art und Weise - da hat man sich ein bisschen aneinander abgearbeitet."

    Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge soll es "unüberbrückbare Differenzen" innerhalb der Chefetage gegeben haben, die zu Kehls Aus führten. Allen voran habe der langjährige BVB-Profi ein schwieriges Verhältnis zu seinem direkten Vorgesetzten, Sport-Geschäftsführer Lars Ricken, gehabt. Die Ursache geht auf das Frühjahr 2024 zurück, als Ricken anstelle von Kehl seinen aktuellen Posten von Hans-Joachim Watzke übernommen hatte. Kehl habe schon länger ein Auge auf das Amt geworfen und sei dementsprechend enttäuscht gewesen. 

    Laut Sammer seien derartige "Reibungspunkte" hin und wieder der Lauf der Dinge. "Es ist die richtige Entscheidung für alle Beteiligten. Der Verein hat die Möglichkeit, eine Veränderung zu tätigen. Es ist wichtig, stilvoll und mit Haltung auseinanderzugehen."

  • Sebastian KehlBorussia Dortmund

    Sebastian Kehl beim HSV gehandelt - und Tottenham?

    Bei seiner nächsten Station könnte Kehl nun ins erste Glied rücken, dahingehend wird insbesondere die Nachfolge von Stefan Kuntz beim HSV als Option genannt. Etwaige Gerüchte hatte es bereits Anfang des Jahres gegeben. Doch auch Tottenham Hotspur zeigt angeblich Interesse. Sammer ist sich derweil sicher, dass Kehl "eine gute Position finden wird", äußerte aber den Rat: "Sebastian sollte jetzt ein bisschen durchschnaufen."

    Für Book hatte Sammer indes nur lobende Worte übrig. "Also auch dieses Prädikat der Teamfähigkeit, Persönlichkeiten neben der Expertise zu haben, war dem Klub sehr, sehr wichtig", sagte er und betonte: "Und als ich das dann alles zusammengetragen habe, habe ich gesagt: Lars, es ist eine fantastische Idee. Die ist nicht nur gut, die ist fantastisch. Sie ist mutig, sie ist eine Herausforderung, aber sie ist analytisch."

  • Kehl-Nachfolger Book war Rickens "Wunschkandidat"

    Der 40-Jährige hatte zuvor seit 2017 bei der SV Elversberg gearbeitet und den kleinen Klub aus dem Saarland mit einer Reihe von entdeckten Talenten aus der Viertklassigkeit bis ans Tor zur Bundesliga geführt. Unter anderem holte Book Fisnik Asllani (heute TSG Hoffenheim) und Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt) zur SVE, Ebnoutalib wurde darauf mit großem Gewinn verkauft.

    Book wird bereits am Mittwoch seinen neuen Job antreten und erhält einen Vertrag bis 2029. Laut Ricken sei er der "Wunschkandidat" für die Kehl-Nachfolge gewesen. "Ich verfolge seine hervorragende Arbeit in Elversberg zunächst als Sportdirektor und zuletzt als Sportvorstand schon lange und bin absolut überzeugt, dass Ole fachlich und menschlich sehr gut zu uns passt."

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  • BVB, Spielplan: Die nächsten Spiele von Borussia Dortmund

    TerminSpiel
    4. April, 18.30 UhrVfB Stuttgart - BVB (Bundesliga)
    11. April, 15.30 UhrBVB - Bayer Leverkusen (Bundesliga)
    18. April, 15.30 UhrTSG Hoffenheim - BVB (Bundesliga)

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (35 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft.