Auch sechs Wochen nach dem LaLiga-Duell mit Real Madrid ist der Ärger von Getafes Diego Rico (33) auf Nationalspieler Antonio Rüdiger (33) nicht verflogen.
Getty Images"Die Grenzen überschritten": Gegenspieler ätzt erneut gegen Antonio Rüdiger
"Muss ich mich etwa noch entschuldigen, dass er mich am Leben gelassen hat?", ätzte Rico im Podcast 'La Otra Grada' in Richtung des Real-Verteidigers. Rüdiger sei "ein sehr aggressiver Spieler", der in einem schlagzeilenträchtigen Zweikampf "die Grenzen überschritten" habe.
Besagte Szene ereignete sich Anfang März bei der 0:1-Niederlage Reals gegen Getafe. Der deutsche Verteidiger traf den am Boden liegenden Rico nach knapp einer halben Stunde mit dem Knie im Gesicht. Dieser schrie laut auf, das Spiel lief jedoch weiter. Rüdigers Aktion wurde von Schiedsrichter Alejandro Muniz Ruiz nicht geahndet. Auch der VAR schaltete sich nicht ein, um das Ganze auf eine mögliche Tätlichkeit oder ein grobes Foulspiel zu überprüfen.
Für Rico bereits direkt im Nachgang der Partie völlig unverständlich: "Wenn er mich schlecht trifft, lässt er mich direkt auf dem Rasen liegen. Er wollte mir das Gesicht einschlagen."
Getty ImagesRüdiger vs. Rico: "Eines der brutalsten Fouls, die wir je gesehen haben"
Das Einsteigen wurde in den spanischen Medien danach ausgiebig besprochen. Ex-Schiedsrichter Alfonso Perrez Burrull gab sich bei Radio Marca noch zurückhaltend: "Das ist eine Aktion, die vom VAR hätte überprüft werden muss, denn meiner Ansicht nach hätte der Real-Madrid-Verteidiger vom Platz gestellt werden müssen."
Journalist Dani Carrido bei Cadena SER wurde da deutlicher: "Rüdiger hätte ihm an Ort und Stelle den Kiefer brechen können", meinte er. Und Juanma Castano von Cadena COPE bezeichnete die Aktion als "eines der brutalsten Fouls, die wir je gesehen haben".
Nur die spanische Sportzeitung Mundo Deportivo plädierte für eine milde Strafe für Rüdiger: "Der Deutsche kam mit einer Aktion davon, die eine Gelbe Karte verdient hatte."
Rüdiger selbst reagierte wenige Tage später. Er betonte, dass es bei seinem Treffer keine Absicht gegeben habe. In der Zeitlupe sähe das zwar "schrecklich" aus, aber: "Ich habe ihn nicht umgebracht. Wenn ich mit Absicht hingehe, verletze ich ihn. Es war nie meine Intention, ihm weh zu tun - aber ich spiele hart."
Antonio Rüdiger geriet auch mit Josip Stanisic aneinander
Rüdiger hatte zuvor bereits im April 2025 für Negativschlagzeilen gesorgt, als er während des Finales der Copa del Rey gegen den FC Barcelona eine Tape-Rolle in Richtung des Schiedsrichters warf und den Unparteiischen beleidigte. Er wurde vom spanischen Verband mit einer Sperre von sechs Spielen belegt.
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann beschäftigte sich damals mit der Aktion und befand: "Das Limit ist erreicht. Mehr sollte er sich nicht erlauben, sonst hat es größere Konsequenzen."
Beim Viertelfinal-Aus der Königlichen gegen den FC Bayern stand Rüdiger dann abermals im Fokus. Josip Stanisic erhob nach dem Spiel schwere Vorwürfe gegen den Nationalspieler, der ihn nach einem abermals diskutablen Tackling beleidigt haben soll. "Über das, was passiert ist, als ich auf dem Boden lag, muss ich jetzt auch nicht sprechen. Da können sie ja den Toni fragen. Aber meines Erachtens geht so etwas gar nicht", echauffierte sich Stanisic und schob hinterher: "Es ist genau nur ein Wort gefallen - und das zweimal. Aber sie können ihn ja selbst fragen, was er gesagt hat. Vielleicht ist er ja Manns genug, es zuzugeben!"
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