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"Das wurde nie gewürdigt": Eine Sache ging Timo Werner in der Premier League mächtig gegen den Strich

Ende Januar wechselte Stürmer Timo Werner von RB Leipzig ablösefrei zu den San Jose Earthquakes in die US-amerikanische MLS. Drei Partien hat der 30-Jährige mittlerweile dort absolviert. Eine Sache aus seiner Zeit in der Premier League beim FC Chelsea und später Tottenham Hotspur nervt ihn allerdings noch heute ein wenig.

  • "Zu Beginn meiner Karriere ging es immer nur darum, Tore zu schießen. Aber am Ende meiner Zeit bei Chelsea oder sogar bei Tottenham habe ich viele Vorlagen gegeben, doch das wurde nie gewürdigt", sagte Werner und führte aus: "Vielleicht bekamen andere Spieler [mehr Anerkennung]. Aber letztendlich muss man das akzeptieren, denn während der gesamten Karriere ging es nur um Tore, Tore, Tore."

    Werner, der bislang keinen Treffer, aber zwei Vorlagen für seinen neuen Klub beisteuerte, weiter: "In San Jose erkennen sie das an und sagen: 'Hey, wenn er kein Tor schießt, macht das nichts.' Ob du in dieser Saison 25 Vorlagen oder 20 Vorlagen gibst, ist uns egal, denn wir gewinnen jedes Spiel. So gehe ich in die Spiele."

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  • Timo WernerAFP

    Werner spricht über seinen Absturz in Europa

    Nach einer eineinhalbjährigen Leihe zu den Spurs kam Werner im vergangenen Sommer wieder nach Leipzig zurück. Wie schon zuvor in London hatte er bei den Sachsen aber kaum noch eine Perspektive und kam nur in drei Partien über 13 Minuten zum Einsatz. 

    "Ich muss ehrlich sagen, dass ich in Europa bereits bessere Zeiten erlebt habe. Ich habe von 20 bis 26 oder 27 auf höchstem Niveau gespielt. Ich habe viele Tore geschossen. Ich habe die Champions League gewonnen. Ich habe für die beste Mannschaft gespielt", sagte Werner. "Ich hatte alles. Aber in den letzten zwei Jahren ist das ein wenig zurückgegangen."

    Der 57-malige Nationalspieler erklärte zudem: "Ich schäme mich nicht zu sagen, dass ich jetzt 30 bin, in die MLS gewechselt und immer noch in einem guten Alter bin, um hier wieder zu meiner alten Form zurückzufinden. Vielleicht waren die letzten zwei, zweieinhalb Jahre nicht die besten, aber ich hatte etwa sieben, acht Jahre, in denen ich im europäischen Fußball auf höchstem Niveau gespielt habe."

  • San Joses Trainer überzeugte Werner vom Wechsel

    Das Gefühl, das sich bei Werner mit der Zeit einstellte: Er wollte raus aus dem Bekannten, hinein auch in eine Art Abenteuer. Schon länger bahnte sich ein Transfer in die USA an.

    "Ein Wechsel von Leipzig in die Bundesliga oder eine Rückkehr in die Premier League oder woanders hin - ich weiß es nicht. Ich glaube, das wäre für mich im Moment keine Veränderung gewesen. Ich brauchte etwas anderes, was eine andere Kultur angeht.

    Dass er sich für San Jose entschied, lag auch an Trainer Bruce Arena. Der 74-Jährige, der mehrfach die US-amerikanische Nationalelf trainierte, überzeugte Werner persönlich - und zwar vor Ort.

    "Er kam nach Deutschland. Das war für mich schon eine große Sache, denn wenn jemand sieben, acht oder neun Stunden fliegt, um dich persönlich zu treffen und dich zu überzeugen - das würde nicht jeder tun", sagte Werner und führte aus: "Er sagte: 'Du bist ein Topspieler und ich möchte mit dir etwas gewinnen.' Das gab mir von Anfang an ein gutes Gefühl. Er sagte immer, er würde hinter mir stehen. Er wird mir helfen."

  • San Jose Earthquakes v Atlanta United FCGetty Images Sport

    Timo Werner: Leistungsdaten seiner Karriere

    • VfB Stuttgart: 103 Spiele, 14 Tore, 11 Vorlagen
    • RB Leipzig: 216 Spiele, 113 Tore, 47 Vorlagen
    • FC Chelsea: 89 Spiele, 23 Tore, 21 Vorlagen
    • Tottenham Hotspur: 41 Spiele, 3 Tore, 7 Vorlagen