Wie die WAZ berichtet, sei "das finanzielle Ziel für 2026 in Gefahr", weil ein großer Spielerverkauf bis dato noch nicht die bislang getätigten Transfer-Ausgaben in Höhe von 2,7 Millionen Euro ausgleicht. Auf der Einnahmen-Seite stehen aktuell nur 300.000 Euro zu Buche. Das müsse sich in der kommenden Woche bis zum Ende des Transferfensters noch ändern, die Konsequenzen wären andernfalls offenbar dramatisch.
"Ein Verlust ist verboten, sonst droht, dass das negative Eigenkapital steigt. Das hätte einen Punktabzug zur Saison 2027/2028 zur Folge", berichtet das Regionalblatt. Intern soll sogar die Nervosität steigen und das zu Beginn des Sommers gewählte Vorgehen von Sportvorstand Frank Baumann hinterfragt werden, obgleich der 50-Jährige angesichts seiner Verdienste natürlich nicht am Pranger steht.
Dennoch soll man sich auf Schalke fragen, ob es nicht cleverer gewesen wäre, "nicht im Juni auf erste Anfragen für Spieler eingegangen zu sein, die zwar nicht dem Marktwert entsprochen, aber Sicherheit gebracht hätten", schreibt die WAZ. Inzwischen wisse jeder Klub in Europa um die Bredouille, in der die Knappen stecken. Die Angebote für Spieler, die der Klub ziehen lassen würde, seien daher noch unattraktiver für die Königsblauen.
Muss Schalke 04 sein Tafelsilber verkaufen? Großes Interesse an Aouchiche
Einer, den das betrifft, ist Stürmer Moussa Sylla. Der 26-Jährige sollte und wollte die Schalker bereits im Winter gen MLS verlassen, der Transfer platzte jedoch in den Endzügen, weil der New York City FC noch einmal an den Parametern des Deals zu seinen Gunsten schrauben wollte. Das ließen sich die Königsblauen wiederum nicht bieten und Sylla wurde letztlich nach der Verletzung von Edin Dzeko mit drei wichtigen Toren und einer Vorlage im Saisonendspurt doch noch ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum Bundesliga-Aufstieg.
Nach der geglückten Rückkehr ins Bundesliga-Oberhaus sollte Sylla nun endgültig die Zelte in Gelsenkirchen abbrechen und dem Verein die dringend benötigten Einnahmen bescheren. Passende Angebote seien jedoch bis dato ausgeblieben, berichtet die WAZ. Das ist bei Adil Aouchiche zwar anders, allerdings ist der 24-Jährige eigentlich fest eingeplant und soll seinen bis 2027 laufenden Vertrag verlängern. Nun könnten die Knappen am Ende aber tatsächlich gezwungen sein, den hochbegabten Offensivspieler (3 Tore, 5 Vorlagen in 14 Zweitligaspielen) doch noch zu veräußern.
Sky berichtete zuletzt über ein Angebot aus England, das demnächst für Aouchiche einflattern soll. Auch Bundesligisten seien an einem Transfer interessiert.
Das ist auch deshalb kein absolut unrealistisches Szenario, weil die Schalker Vereinsführung eigentlich noch gerne den Kader verstärken will. Aktuell sollen die Schalker intensiv um die Dienste von Stürmer Andreas Houtondji (Brentford) und Mittelfeldspieler Amario Cozier-Duberry (Brighton) buhlen. Beide stehen in der Premier League unter Vertrag, werden also kaum allzu günstig zu haben sein.
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