Spanien hat sich am Sonntag mit einem 1:0-Erfolg nach Verlängerung gegen Argentinien zum zweiten Mal in der Geschichte zum Weltmeister gekrönt. Doch der Triumph der Iberer wird nicht nur mit dem WM-Pokal, Ruhm und einer stattlichen Prämie belohnt. Erstmals darf sich der neue Weltmeister auch über eine ganz besondere Auszeichnung freuen: einen eigenen Championship-Ring.
GOAL erklärt, welche Bedeutung hinter der neuen Auszeichnung steckt.
Warum bekommen Lamine Yamal, Luis de la Fuente und Co. nach dem WM Finale einen Ring?
Die Einführung der WM-Ringe steht sinnbildlich für die zunehmende Orientierung des Turniers an Elementen aus dem US-Sport. Bereits mit der verlängerten Halbzeitpause und Show-Acts nach dem Vorbild des Super Bowls setzt die FIFA auf mehr Unterhaltung rund um die Veranstaltung. Auch die neue Ring-Tradition hat ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten: In den großen Profiligen NBA, NFL, NHL und MLB erhalten die jeweiligen Champions seit Jahren sogenannte Championship-Ringe als besondere Erinnerung an ihren Titelgewinn. Nun findet diese Tradition erstmals auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft Anwendung.
Die FIFA stellte die neuen WM-Ringe auf ihrer offiziellen Website in einem Video vor. Das Design verbindet klassische WM-Elemente mit einer persönlichen Note: Auf einer Seite des Rings ist der WM-Pokal abgebildet, während die andere Seite individuell gestaltet wird. Direkt im Anschluss an das Finale bekommen die Spieler und das Trainerteam des Weltmeisters zunächst eine Übergangsversion überreicht. Die endgültigen 30 Ringe werden anschließend individuell angefertigt und exakt an die Finger der jeweiligen Träger angepasst.
Aufgrund der maßgeschneiderten Herstellung gibt es keine allgemeingültige Ringgröße. Insgesamt sollen 2026 Exemplare produziert werden. 30 davon sind für die Spieler und das Trainerteam des neuen Weltmeisters vorgesehen, die übrigen 1996 Ringe sollen weltweit verkauft werden. Der geschätzte Preis liegt Medienangaben zufolge bei etwa 150.000 US-Dollar pro Stück - umgerechnet rund 138.000 Euro.
Warum bekommen Lamine Yamal, Luis de la Fuente und Co. nach dem WM Finale einen Ring? Lionel Messi erhält nach WM-Triumph in Katar einen Bischt
Die WM 2026 ist nicht die erste Endrunde, bei der eine besondere Ehrung abseits des Pokals für Gesprächsstoff sorgt. Bereits nach Argentiniens Triumph bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar erhielt Kapitän Lionel Messi eine außergewöhnliche Auszeichnung. Nach dem Finalsieg wurde ihm ein sogenannter Bischt angelegt - ein traditioneller katarischer Umhang, den der Superstar sowohl bei der Pokalübergabe als auch beim anschließenden Jubel mit dem WM-Pokal trug.
Der Bischt steht in der arabischen Kultur für Würde, Ehre und besondere Wertschätzung. Mit der Geste sollte Messis herausragende Leistung und der historische Titelgewinn Argentiniens gewürdigt werden. Dennoch löste die Übergabe des Gewands weltweit auch Diskussionen und Kritik aus.
Warum bekommen Lamine Yamal, Luis de la Fuente und Co. nach dem WM Finale einen Ring? Der Weg beider Mannschaften ins Finale
Spanien | Argentinien | |
0:0 vs. Kap Verde (U) | 1. Gruppenspiel | 3:0 vs. Algerien (S) |
4:0 vs. Saudi-Arabien (S) | 2. Gruppenspiel | 2:0 vs. Österreich (S) |
1:0 vs. Uruguay (S) | 3. Gruppenspiel | 3:1 vs. Jordanien (S) |
3:0 vs. Österreich (S) | Sechzehntelfinale | 3:2 vs. Kap Verde (S) |
1:0 vs. Portugal (S) | Achtelfinale | 3:2 vs. Ägypten (S) |
2:1 vs. Belgien (S) | Viertelfinale | 3:1 vs. Schweiz (S) |
2:0 vs. Frankreich (S) | Halbfinale | 2:1 vs. England (S) |
1:0 vs. Argentinien (S) | Finale | 0:1 vs. Spanien (N) |


