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Schalke 04, News und Gerüchte: Kabak hat wohl Ausstiegsklausel, Höwedes fordert Spielabbruch bei Rassismus-Vorfällen

11:53 MEZ 07.02.20
GERMANY ONLY: OZAN KABAK SCHALKE
Die rassistischen Beleidigungen gegen Torunarigha schlagen weiterhin hohe Wellen und Kabak könnte Schalke offenbar 2021 verlassen. Alle News zu S04.

Das Aufeinandertreffen zwischen dem FC Schalke 04 und Hertha BSC im DFB-Pokal ist im Nachhinein von Rassismus-Vorwürfen überschattet worden. Der Berliner Innenverteidiger Jordan Torunarigha soll vom Gelsenkirchener Publikum rassistisch beleidigt worden sein.

Die Gelsenkirchener Polizei hat nach den Anfeindungen bereits die Ermittlungen aufgenommen. Zudem hat sich nach den Vorfällen auch der Ex-Schalker Benedikt Höwedes zu Wort gemeldet und ein konsequenteres Vorgehen gegen rassistische Beleidigungen gefordert.

Kein Verständnis zeigt der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Markus Merk auch für die Rote Karte gegen Schalke-Trainer David Wagner. Insbesondere die von Schiedsrichter Harm Osmers genannte Begründung ist für den 57-Jährigen nicht nachzuvollziehen.

Außerdem: Innenverteidiger Ozan Kabak kann Schalke offenbar vorzeitig verlassen. In seinem bis 2024 laufenden Vertrag soll eine Ausstiegsklausel enthalten sein. Auch der aktuell verliehene Stürmer Mark Uth könnte auf diese Weise bereits im Sommer gehen.

Der FC Schalke 04 am Freitag: In diesem Artikel informieren wir Euch zu allem Wissenswerten über S04.

Bericht: Schalke-Verteidiger Ozan Kabak besitzt wohl Ausstiegsklausel ab 2021

Schalke 04 droht offenbar ein vorzeitiger Abschied seines Innenverteidigers Ozan Kabak. Der Vertrag des 19-Jährigen soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von 45 Millionen Euro beinhalten, die nach der Saison 2020/21 gezogen werden kann. Das berichtet die  Bild -Zeitung.

Zuletzt hatte der türkische Nationalspieler in einem Interview mit  beIN Sports  durchblicken lassen, sich vorstellen zu können, eines Tages in die Premier League zu wechseln: "Zwei oder drei weitere Jahre in dieser Liga wären kein Zeitverlust für mich", betonte Kabak mit Blick auf die Bundesliga, ehe er hinzufügte: "Danach möchte ich gerne in die Premier League oder zu einem der Top-10-Vereine in Europa wechseln."

Ex-Schiedsrichter Markus Merk über Rote Karte gegen Schalke-Trainer David Wagner: "Hat er nicht verdient"

Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Markus Merk hat kein Verständnis für die Rote Karte gegen Schalke-Trainer David Wagner im DFB-Pokalspiel gegen Hertha BSC (3:2 n.V.). "Für mich ist diese Entscheidung schwer nachvollziehbar", schrieb der 57-Jährige in einer Kolumne für das Nachrichtenportal  t-online.de .

Vor allem die von Schiedsrichter Harm Osmers genannte Begründung einer "Spielverzögerung" sei nicht nachvollziehbar. "Die Begründung 'Spielverzögerung' klärt weder auf noch macht sie die Entscheidung verständlicher und erscheint als wenig dienliche Suche nach einer Begründung. Wo war die Spielverzögerung?", schrieb Merk.

Ex-Schalker Höwedes fordert Spielabbruch bei Affenlauten

Rio-Weltmeister Benedikt Höwedes fordert konsequentes Durchgreifen bei rassistischen Vorfällen in Fußballstadien. Man müsse "Fans, die neben dir Affenlaute machen, zur Rede stellen – und ja, auch mal ein Spiel komplett abbrechen, wenn Rufe von der Tribüne kommen", schreibt der 31-Jährige in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de .

Beim Pokal-Achtelfinalspiel bei Schalke 04 am Dienstag war Jordan Torunarigha von Hertha BSC von Fans auf den Rängen rassistisch beleidigt worden. Der Ex-Schalker Höwedes sieht eine besondere Verantwortung beim Sport: "Nur so kann der Fußball seine Kraft nutzen, um in der Gesellschaft etwas zu bewegen. Wenn wir das nicht tun, verlieren wir." 

Den Wahl-Eklat in Thüringen sieht Höwedes mit großer Sorge: "Was für ein Zeichen schickt Deutschland in die Welt, nach Frankreich, nach Italien, in die Niederlande, wenn eine Landesregierung mithilfe von Rechtspopulisten ins Amt kommt?" Die Symbolwirkung sei verheerend: "Wie erklären wir den Fans des FC Carl Zeiss Jena, die entschieden gegen Nazis in den eigenen Reihen und antisemitische Schmierereien vorgehen, dass die Entscheider in ihrem Land Leuten wie Björn Höcke etwas schuldig sind?"

Höwedes, der bei Lokomotive Moskau spielt, fürchtet weitere Folgen: "Bisher waren wir immer schnell dabei, mit dem Finger auf Länder zu zeigen, wenn Rechtspopulisten dort in die höchsten Ämter gewählt wurden. Doch auch an unserem eigenen demokratischen Selbstverständnis beginnt nicht erst seit wenigen Tagen etwas zu bröckeln."

Quelle: SID

Jordan Torunarigha: Polizei ermittelt wegen Rassismusvorfällen im Pokalspiel zwischen Schalke 04 und Hertha BSC

Die Polizei Gelsenkirchen hat nach den rassistischen Anfeindungen gegen Jordan Torunarigha vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Ermittlungen aufgenommen. Der Verteidiger soll im Pokal-Achtelfinale bei Schalke 04 (2:3 n.V.) von Zuschauern mit Affenlauten und rassistischen Beschimpfungen bedacht worden sein.

"Ja, wir ermitteln, auch wenn noch keine Anzeige eingegangen ist", sagte ein Sprecher der Polizei dem  SID . Weder Torunarigha selbst noch sein Klub Hertha BSC haben bislang Anzeige gestellt. "Wir führen jetzt Gespräche mit dem Verein, sichten Videomaterial", erklärte der Sprecher.