Bist du 24 oder älter?

Hilf uns, Dein Alter zu bestätigen, indem Du eine ehrliche Antwort gibst. Diese Seite enthält Werbung für Glücksspiel (24+).

Inhalte mit Altersbeschränkung

Du bist noch nicht alt genug, um Inhalte zum Thema Wetten anzusehen. Du wirst auf die Startseite weitergeleitet.

alt
HD Mohamed SalahGetty

Mohamed Salah und der FC Liverpool: Gut Ding braucht Weile


HINTERGRUND

Am Ende kommt doch immer alles zusammen, was zusammen gehört. Es ist ein altes Sprichwort, dessen Richtigkeit sich im Leben wie im Fußball häufig bewährt. Nun also wieder.

Erlebe die Premier League live und auf Abruf auf DAZN. Jetzt Gratismonat sichern!

In den vergangenen Wochen geisterten vermehrt Gerüchte um einen Wechsel von Mohamed Salah zum FC Liverpool durch die englischen Gazetten. Ein Wechsel würde Sinn machen. Heute, wie vor drei Jahren. Auch damals wurde den Reds gesteigertes Interesse am Ägypter nachgesagt.

Der Flügelspieler stand seinerzeit noch in Diensten des FC Basel und sorgte in der Champions League mit zwei Treffern in zwei Partien gegen den FC Chelsea erstmals für Aufsehen auf der Insel. Durch seine starken Leistungen in der Königsklasse weckte er auch das Interesse der Reds, welche das Top-Talent der Schweizer schließlich an die Anfield Road locken wollten. Am Ende scheiterte der Wechsel an der Ablöseforderung von Basel.

"Die Verhandlungen zogen sich lange hin, da Basel einige Angebote abgelehnt hat", verriet Salah im April letzten Jahres. "In ihren Augen war die gebotene Ablöse nicht angemessen", erklärte er weiter. Einen Wechsel zum 18-maligen englischen Meister hätte er seinerzeit begrüßt: "Ich habe darauf gewartet, dass sich die Klubs einigen. Ich mag Liverpool sehr gerne und hatte wirklich Lust, für sie zu spielen."

Galatasaray: Der lahmende Löwe

Die Reds waren jedoch nicht bereit, die von Basel geforderte Ablösesumme in Höhe von zwölf Millionen Euro zu bezahlen. Salah wartete vergeblich. Schlussendlich sicherte sich der FC Chelsea im Winter 2014 für 16 Millionen Euro den Zuschlag: "Ich bekam einen Anruf von Jose Mourinho, der alles veränderte. Er erklärte mir die Situation und versicherte mir, dass er mich bei Chelsea unbedingt brauchen würde."

Die Realität sah jedoch anders aus. Die ersten sechs Wochen an der Stamford Bridge verbrachte der ägyptische Nationalspieler fast durchgehend auf der Bank. Erst gegen Ende der Saison schenkte ihm Trainer Jose Mourinho das Vertrauen, für den endgültigen Durchbruch war es schon zu spät. Auch in der darauffolgenden Spielzeit besserte sich wenig – im Gegenteil. Den Großteil der Hinrunde musste der Flügelstürmer von der Tribüne aus verfolgen. Lediglich 30 Spielminuten in der Premier League verbrachte Salah tatsächlich auf dem Platz, von Vertrauen seitens des Trainers keine Spur.

Mohamed Salah Jose Mourinho ChelseaGetty Images

Durchbruch in der Toskana

Rückblickend sieht er seine Zeit bei den Blues dennoch positiv: "Es war eine entscheidende Zeit in meiner Karriere und meinem Leben. Ich war jung und arbeitete plötzlich unter einem der besten Taktiker der Welt und spielte an der Seite von absolut außergewöhnlichen Spielern", resümierte er im Januar. "Natürlich habe ich nicht viel gespielt und war damit auch keinesfalls glücklich. Ich hätte gerne gezeigt, wozu ich im Stande bin, doch leider durfte ich das nicht."

GFX Luciano Spalletti Salah

Nach der enttäuschenden Hinrunde verabschiedete er sich aus London. Bis zum Saisonende wechselte er auf Leihbasis  zum AC Florenz. In der Toskana sollte er schließlich aufblühen, hatte mit 13 Scorer-Punkten  in 26 Partien entscheidenden Anteil am Erfolg der Viola. Zur kommenden Saison wurde der Shootingstar erneut in die Serie A verliehen, dieses Mal trumpfte er beim AS Rom auf. Nach 14 Treffern und acht Assists entschieden sich die Giallorossi dazu, Salah für 15 Millionen Euro endgültig zu verpflichten.

Gut investiertes Geld, wie sich herausstellen sollte: Mit wettbewerbsübergreifend 34 Scorer-Punkten in 41 Partien zählte der Ägypter in der vergangenen Saison zu  den wichtigsten Säulen im Spiel der Römer. Auch Trainer Luciano Spalletti zeigte sich begeistert von den starken Leistungen seines Angreifers: "Salah ist ein außergewöhnlicher Spieler. Er ist der Beste, den ich je trainiert habe."

Salahs Qualitäten passen perfekt zu Liverpool

In Italien überzeugte der Flügelstürmer also auf ganzer Linie. Doch kann der Mann, der während seiner ersten Zeit in der englischen Beletage bei Chelsea überhaupt kein Land sah, den FC Liverpool tatsächlich verstärken?

Die Qualitäten, die Salah mitbringt, sprechen zumindest klar für ihn. Abgesehen von Sadio Mane verkörpert im Kader der Reds kein Spieler eine derart dynamische und geradlinige Spielweise wie der Ägypter. Er ist nicht nur eiskalt vor dem Tor,  sondern weiß auch seine Mitspieler regelmäßig in hervorragende Abschlusspositionen zu bringen. In der abgelaufenen Saison verbuchte er mehr Tore und mehr Assists als Mane, Coutinho und Firmino. Mit drei Kontertoren erzielte er alleine mehr als die drei genannten zusammen (2).

Doch auch für die Defensivarbeit ist sich der Flügelstürmer nicht zu schade: In der vergangenen Saison verzeichnete er 113 Balleroberungen und setzte 26-mal zum Tackling an, wobei er eine Erfolgsquote von 86 Prozent aufwies. Für die pressinglastige und überfallartige Spielweise der Reds unter Jürgen Klopp vereint der 24-Jährige demnach sämtliche wichtigen Qualitäten.

Salah würde den Reds also gut zu Gesicht stehen. Auch der Ägypter würde sich freuen, sich endlich seinen Traum von der Anfield Road erfüllen zu können. Vor wenigen Tagen posierte er während der Länderspielpause erst an der Seite von Liverpool-Fans.

Der Vollzug des Wechsels lässt noch auf sich warten, aktuell fordert die Roma knapp 40 Millionen Euro. Zuletzt wurden Spekulationen laut, die Reds ließen sich erneut von den Ablöseforderungen abschrecken. Kaum vorstellbar, denn am Ende kommt zusammen, was zusammen gehört. Gut Ding braucht nur Weile.

HAT IHNEN DIESE STORY GEFALLEN?

Fügen Sie GOAL.com als bevorzugte Quelle bei Google hinzu, um mehr von uns zu lesen

GOAL bei Google bevorzugen