Wie The Athletic berichtet, stehe Michael Zetterer unmittelbar vor einem Wechsel zu Leeds United. Dort soll er erster Vertreter der neuen Nummer eins James Trafford werden. Trafford war im Sommer für 47 Millionen Euro von Manchetser City nach Leeds gewechselt. Dem Bericht zufolge seien die Verhandlungen mit der SGE weit fortgeschritten.
Zetterer war erst in der vergangenen Saison für sechs Millionen Euro von Werder Bremen an den Main gewechselt, konnte sich dort aber nicht nachhaltig gegen Kaua Santos durchsetzen und wurde am Ende Opfer eines fragwürdigen Vabanquespiels der Trainer Dino Toppmöller und Albert Riera.
Unter beiden war Zetterer mal die Nummer eins, wurde aber auch wieder degradiert. Zu Saisonbeginn musste Kaua Santos noch wegen Komplikationen in Folge eines in der Vorsaison erlittenen Kreuzbandrisses pausieren. Dann rückte er für Zetterer zwischen die Pfosten, patzte mehrfach, wurde auf die Bank gesetzt und durfte nach dem Jahreswechsel sich doch nochmal als Nummer eins versuchen, ehe eine abermalige Knieverletzung seine Saison beendete.
Eintracht Frankfurt sucht nach neuem Stammtorhüter nach Debakel
Die Torhüterposition blieb auch unter dem Nachfolger des so krachend gescheiterten Riera ein Politikum in Frankfurt. Nach der 0:7-Klatsche im Testspiel gegen Brentford am vergangenen Wochenende verlor nun aber auch Adi Hütter die Geduld und will offenbar Tabula rasa machen. Kaua Santos patzte gegen den Premier-League-Klub erneut und soll nun das Mandat als Nummer eins entzogen werden. Zuletzt mehrten sich sogar Gerüchte, dass die Eintracht gänzlich auf ihn verzichten und den Brasilianer verkaufen wolle.
Das dürfte nun angesichts des bevorstehenden Wechsels von Zetterer aber nicht mehr der Fall sein. Sehr wohl aber wird die Eintracht wohl noch auf dem Torhütermarkt tätig werden. Seit Sonntag gilt diesbezüglich Noah Atubolu vom SC Freiburg als Wunschlösung.
IMAGONoah Atubolus Transfer-Drama: Falsche Versprechen und Berater-Trennung
Der 24-Jährige erlebte seinerseits ein echtes Drama in diesem Transfersommer, an dessen Ende er sich kürzlich von seiner Berateragentur trennte und nach wie vor einen neuen Verein sucht. Denn eine Zukunft im Breisgau hat Atubolu nicht mehr, nachdem er angetrieben von seinen Beratern eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus im Mai ablehnte, um seinen Wechselwunsch nach einer starken Saison zu untermauern.
Es sollte in die Premier League zu einem Verein mit Europapokalambitionen gehen. Immer wieder wurde Aston Villa als potenzieller Abnehmer genannt. Doch dort blieb Emilian Martinez als Nummer eins und weiteres belastbares Interesse aus England - abgesehen von den Aufsteigern Hull City und Coventry - gab es bislang dem Vernehmen nach nicht.
Dennoch sollen Atubolus Berater dem deutschen Schlussmann suggeriert haben, dass er bei Klubs wie Borussia Dortmund, AC Mailand oder eben Aston Villa noch immer ein heißer Transferkandidat sei, sollte bei den jeweiligen Klubs die etatmäßige Nummer eins wechseln. Dies ist nun aber erwartungsgemäß bis heute - zehn Tage vor Ende des Transferfensters - nicht passiert.
Während bei Atubolu Stillstand herrschte, handelte der Sport-Club unmittelbar nach der Ansage des 24-Jährigen und verpflichtete kurz darauf in Mio Backhaus für die Rekordsumme in Höhe von zwölf Millionen Euro die neue etatmäßige Nummer eins. Atubolu droht nun die Tribüne, sollte er ein Jahr vor Auslaufen seines Vertrags keinen neuen Arbeitgeber finden, der für ihn ansatzweise attraktiv ist. Ein echtes Horrorszenario, wenn man bedenkt, dass der Freiburger Schlussmann sich in den vergangenen Jahren in den Dunstkreis der deutschen Nationalmannschaft gespielt und als möglicher Stammkeeper der Zukunft gilt.
Eintracht Frankfurt für Atubolu mittlerweile die "stabilste Alternative"
Auch deshalb könne sich Atubolu einen Wechsel nach Frankfurt mittlerweile gut vorstellen, hieß es zuletzt im kicker. Demnach er die Eintracht als "stabilste Alternative" zum völlig in die Hose gegangenen Plan, bei einem europäischen Schwergewicht anzuheuern. Fraglich ist nur, ob sich die Eintracht Atubolu überhaupt leisten kann. Der Sport-Club will trotz des allseits bekannten Dilemmas mindestens 15 Millionen Euro haben.
Konkrete Verhandlungen zwischen Freiburg und der Eintracht habe es nach Angaben des kicker noch nicht gegeben. Das ist auch bei Hütters Ex-Klub Monaco und der SGE der Fall. Zuletzt wurde die Eintracht neben Atubolu mit einer Rückkehr des in Frankfurt überaus beliebten Lukas Hradecky in Verbindung gebracht. "Heiß" sei die Spur laut kicker aber nicht.
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