Nach Rassismus-Vorfall: Muntari hofft auf einen Wendepunkt in Italien

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Nachdem er rassistisch beleidigt worden war, verließ Muntari aus Protest das Spielfeld. Nun hofft er auf einen Wendepunkt in der Rassismus-Debatte.

Der ghanaische Profi Sulley Muntari sieht in dem aufsehenerregenden Rassismus-Vorfall um seine Person auch eine Chance für den Fußball. "Ich hoffe, dass mein Fall hilft und dass andere Profis nicht dasselbe erleiden müssen", sagte der Mittelfeldmann des italienischen Erstligisten Delfino Pescara in einer Mitteilung der Spieler-Vereinigung FIFPro: "Ich hoffe, das kann ein Wendepunkt in Italien sein: Es ist wichtig, für seine Rechte aufzustehen."

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Muntari war vom Disziplinarausschuss der italienischen Serie A zunächst wegen eines "nicht regulären Verhaltens" für ein Spiel gesperrt worden, nachdem er in der Partie bei Cagliari Calcio (0:1) aus Protest gegen rassistische Beleidigungen das Spielfeld vor dem Schlusspfiff verlassen hatte. Diese höchst umstrittene Entscheidung hob Italiens Fußballverband FIGC am Freitag nach Muntaris Einspruch wieder auf.

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"Das ist ein wichtiger Sieg, der eine Botschaft aussendet: Rassismus hat im Fußball und in der Gesellschaft keinen Platz", sagte Muntari. Durch die Aufhebung der Sperre fühle er sich gehört, dennoch seien die vergangenen Tage "sehr hart" gewesen: "Ich fühlte mich wütend und isoliert. Ich wurde behandelt, wie ein Krimineller. Wie konnte ich bestraft werden, wenn ich Opfer von Rassismus war?"

Muntari hatte sich über die Schmährufe der gegnerischen Fans bei Schiedsrichter Daniele Minelli beschwert und war dann mit dem Wort "Basta!" (genug) vom Platz gegangen.

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