Der niederländische Ex-Nationalspieler Rafael van der Vaart ist schwer begeistert von Borussia Dortmunds Neuzugang Joey Veerman.
Der zentrale Mittelfeldspieler lieferte am Sonntagabend beim 2:1-Auswärtssieg der Elftal in der Nations League gegen Serbien einen blitzsauberen Auftritt und van der Vaart geht davon aus, dass Veerman damit seinen Platz unter dem neuen Bondscoach Xavi Hernandez zementiert hat.
Van der Vaart lobte in seiner Funktion als TV-Experte bei NOS: "Was das Passspiel angeht, ist er mit Abstand der Beste. Seine Geschwindigkeit wirkt öfters ein wenig langsam. Aber bei Borussia Dortmund zeigt er jetzt, dass er diesen Schritt gebraucht hat, um in seiner Entwicklung voranzukommen."
Und weiter: "Jeder Ball ist perfekt und mit der richtigen Geschwindigkeit gespielt. Jeder weiß, dass er Veerman den Ball geben kann. Ich glaube wirklich, dass er ein Xavi-Spieler ist und dass er viele Spiele von Beginn an machen wird."
Hinter Veerman, der nun 18 Länderspiele absolviert hat, liegt eine durchaus schwierige Zeit in der Nationalmannschaft. Bei der EM 2024 kam er bei der 2:3-Niederlage gegen Österreich zuletzt zum Einsatz. Ex-Nationaltrainer Ronald Koeman wechselte ihn damals nach nur 30 Minuten aus, anschließend nominierte er den 27-Jährigen nicht mehr.
Wie teuer war Joey Veerman bei seinem Transfer zum BVB?
Veerman wechselte im vergangenen Sommer für 22 Millionen Euro Ablöse von PSV Eindhoven zum BVB und legte dort einen starken Start hin. Unter anderem brillierte er beim 3:2-Auftaktsieg der Schwarzgelben gegen den FC Villarreal als Metronom im Zentrum. Mit seiner Passstärke, vor allem unter Druck, erinnerte er in seiner Spielweise an die ehemaligen Superstars Toni Kroos oder Andrea Pirlo.
Getty ImagesVan der Vaarts Expertenkollege Theo Janssen sah bei Veerman am Sonntag auch Parallelen zu einem weiteren Weltmeister: "Nur mal so nebenbei: Sergio Busquets ist keinen Deut schneller. Aber er bringt den Ball immer zum richtigen Mann." Veerman sei "sehr gut" darin, den Ball zwischen die gegnerischen Ketten zu bringen: "Ich kann verstehen, warum Xavi ihn als wichtigen Spieler sieht."
Zahlen aus dem Serbien-Spiel unterstreichen das Lob von van der Vaart und Janssen: Veerman sammelte 135 Ballkontakte und brachte 105 seiner 117 Pässe zum Mitspieler. Seit Wesley Sneijder damals in einer Partie gegen Lettland (147) kam laut Opta kein Oranje-Spieler mehr auf so viele Ballberührungen. Dazu gesellten sich bei Veerman noch fünf Schlüsselpässe und sechs gewonnene Zweikämpfe.





