Kurz vor Ende des Transferfensters haben die Bayern Ibrahimovic an den FC Augsburg verliehen.
Wie Sky berichtet, zahlt der Bundesliga-Konkurrent eine Leihgebühr von 500.000 Euro und kann den 20-Jährigen im kommenden Sommer dank einer Kaufoption in Höhe von acht Millionen Euro fest verpflichten. Die Bayern sicherten sich zudem eine Weiterverkaufsklausel.
Für Ibrahimovic ist es längst nicht das erste Mal, dass er verliehen wird. Zuvor lief er zwischenzeitlich auch schon für Frosinone Calcio, Lazio Rom und den 1. FC Heidenheim auf. Trotzdem kommt der Transfer zu Augsburg aus gleich zwei Gründen überraschend.
Wie hat Max Eberl Ibrahimovic "maximal irritiert"?
Zum einen hatten die Bayern erst vor wenigen Wochen den Vertrag des Offensivspielers verlängert. Dabei betonte der Rekordmeister sogar öffentlich, dass Ibrahimovic auf der Außenbahn als Ersatz für Diaz fest unter Cheftrainer Vincent Kompany eingeplant werden soll.
"Arijon kam bereits mit zwölf Jahren zum FC Bayern und hat seinen Weg über unseren Campus sowie gezielte Leihstationen Schritt für Schritt gemacht. Vor allem im vergangenen sehr guten Jahr in Heidenheim hat er persönlich viel gelernt, um jetzt bereit für den FC Bayern zu sein", ließ Sportdirektor Christoph Freund wissen. "Seine Entwicklung steht beispielhaft für die Möglichkeiten, die wir unseren Talenten aufzeigen. Jetzt geht es für ihn nicht mehr allein ums Lernen – jetzt geht es ums Angreifen, hier beim FC Bayern."
Auch Ibrahimovic betonte in diesem Zusammenhang seinen Willen, nun endlich bei seinem Jugendverein selbst durchzustarten: "Ich freue mich riesig, dass ich die Chance bekomme, beim größten Klub der Welt spielen zu dürfen. Ich möchte meine Chance auf jeden Fall nutzen." Im Training und den Testspielen konnte er diese Chance offenbar nicht ausreichend nutzen, sodass in der letzten Woche wieder Wechselgerüchte hochkochten.
"Wenn was da ist, was spruchreif ist, was interessant sein kann für beide Beteiligten, dass man dafür dann eben nochmal offen wäre", erklärte Sportvorstand Max Eberl dann in der vergangenen Woche plötzlich vielsagend. Dass Eberl die Tür für einen Wechsel in aller Öffentlichkeit dermaßen geöffnet hat, soll laut Informationen von Sport1 Ibrahimovic "maximal irritiert" haben. Auch dessen Berater Roman Rummenigge fühlte sich dem Bericht nach durch den unabgesprochenen Vorstoß "vor den Kopf gestoßen".
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Zum anderen hatte sich ein Wechsel in die Fuggerstadt zuletzt trotz der aufkommenden Transfergerüchte nicht angedeutet. Zwar galt der FCA schon vor einigen Monaten als lose interessiert, doch zuletzt sah es eher so aus, als würden andere Teams das Rennen machen.
Stattdessen zieht es Ibrahimovic nun aber nach Augsburg. Unter Trainer Manuel Baum könnte er direkt eine große Rolle einnehmen. Vor allem, falls Alexis Claude-Maurice kurz vor Ende des Transferfensters noch wechseln sollte. Sollte ein passendes Angebot eintrudeln, sollen ihm angeblich keine Steine in den Weg gelegt werden.
Ibrahimovic debütierte Anfang 2023 im Alter von 17 Jahren unter Julian Nagelsmann für die Profis des FCB. Es folgten drei weitere Einsätze, bevor die Leihgeschäfte begannen. Unter Kompany verbrachte er die beiden Pflichtspiele der laufenden Saison jeweils über 90 Minuten auf der Bank. Im Vorjahr gelangen ihm in 34 Partien im Heidenheim-Trikot zwei Tore und fünf Vorlagen.





