Borussia Dortmund hat das Top-Spiel der Bundesliga gegen RB Leipzig mit 2:3 (1:2) verloren. Die Schwarz-Gelben kassierten in einem packenden Duell, das den 80.000 Zuschauern beste Unterhaltung bot, die erste Heimpleite seit langer Zeit.
Pierre-Emerick Aubameyang hatte den BVB schon ganz früh in Führung geschossen (4.), Marcel Sabitzer glich für die Sachsen, die in der Anfangsphase noch überfordert waren, zügig wieder aus (10.). Das 2:1 für Leipzig durch Yussuf Poulsen stellte dann vor der Pause zunächst den Spielverlauf auf den Kopf (25.), doch im Nachhinein verdienten sich die Gäste den Vorsprung mit einem couragierten und starken Auftritt im ersten Durchgang.
Nach dem Wechsel wurde es wild: Dortmunds Sokratis sah wegen einer Notbremse Rot, Jean-Kevin Augustin erhöhte durch den folgenden Elfmeter auf 3:1 für RB. Dann flog auch Leipzigs Stefan Ilsanker mit Gelb-Rot vom Platz und der BVB nutzte den Gleichstand auf dem Spielfeld zum 2:3 durch einen von Aubameyang verwandelten Foulelfmeter (64.). Mehr war für die Schwarz-Gelben dann aber trotz eines starken Anrennens nicht mehr drin.
Die Leipziger brachten es fertig mit ihren sieben Torschüssen drei Treffer zu erzielen – eine starke Quote. Der BVB war trotz 13 Versuchen nur zweimal erfolgreich. Die 66 Prozent Ballbesitz brachten den Hausherren am Ende keinen Punkt, weil sie die Kugel zu 53 Prozent, also mehr als die Hälfte der Zeit, im mittleren Spielfelddrittel in ihren Reihen hatten und damit nicht dort, wo es richtig gefährlich werden kann.




SamsungMit dem Pressing- und Konteransatz kam Leipzig hingegen öfter in die gefährlichen Bereiche: 24 Prozent des Ballbesitzes hatten die Gäste im Angriffsdrittel – ein starker Wert.
Auch dank des mutigen Auftretens in der ersten Hälfte beendete RB die beeindruckende Dortmunder Heimserie: Das 2:3 war die erste Borussen-Niederlage nach 41 Auftritten ohne Pleite vor eigenem Publikum. Mehr als zweieinhalb Jahre zuvor hatte der BVB zuletzt im Signal Iduna Park verloren – mit 0:1 gegen Bayern München im April 2015.
Durch die Niederlage blieb Dortmund-Trainer Peter Bosz auch ein Vereinsrekord verwehrt: Er hätte der erste BVB-Coach werden können, der in seinen ersten acht Bundesliga-Spielen beim Klub unbesiegt bleibt.
